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Sunday, 08. September 2019 Die Luftsportgemeinschaft Bayreuth trauert um Andreas Baier translate news

2018 durfte Andreas Baier nach dem Sieg der LSG Bayreuth in der Segelflug-Bundesliga als Teamkapitän die Meisterschale in Empfang nehmen
Andreas Baier vor dem Start zu einem Bundesliga-Flug
Bayreuths leidenschaftlichster Segelflieger Andreas Baier ist tot. Der Kapitän der Bundes- und Weltliga-Siegermannschaft von 2015 und 2018 und Organisationsleiter der Segelflug-Weltmeisterschaften 1999, ist am Sonntag nach langer, schwerer Krankheit verstorben.
Bis zuletzt war er mit ganzem Herzen seinem Hobby, der „Faszination Segelfliegen“ verbunden.
In der Saison 2018, als er bereits von seiner Krankheit wusste, flog er noch wahre Höchstleistungen. In 15 von 19 Bundesliga-Runden gehörte er zu den jeweils drei gewerteten LSG-Piloten. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 163,18 km/h über die 2,5-stündige Wertungszeit, der besten LSG-Wertung der ganzen Saison, setzte er am letzten Tag der letzten Runde den spektakulären Schlusspunkt unter ein wochenlanges Kopf-an-Kopf-Rennen, das dem Team der LSG Bayreuth den Deutschen und den Weltmeistertitel eingebracht hat - mit allen Ehrungen, die folgten: Meisterschale, Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Bayreuth, Mannschaft des Jahres des Nordbayerischen Kuriers und Ehrenmitgliedschaft im Verein. Dabei war es ihm als Teamkapitän gar nicht recht, dass seine Einzelleistung so hervorgehoben wurde - er betonte stets, dass die Flüge seiner Teamkameraden genau so wichtig für den Sieg waren.
Bereits 2002 war er einer der Hauptmotivatoren für die aktive Beteiligung der Luftsportgemeinschaft an der Bundesliga. Er hat viele Fliegerkameraden dazu gebracht, die Flüge anhand der Bundesliga-Regeln statt nach dem Muster klassischer Streckenflüge zu optimieren und hat viele taktische Muster selbst entwickelt. So war er bereits am ersten Bundesliga-Sieg 2002 maßgeblich beteiligt und im Laufe der Zeit wurde er zum Teamkapitän, eine im Segelflug bis dahin völlig unbekannte Position.
Als Teamkapitän konnte er vier Vizemeistertitel feiern, bevor die Mannschaft 2015 in einem spannenden Schlussspurt den Bundesliga-Meistertitel ein zweites Mal holen konnte. Doch damit nicht genug: Auch in der weltweiten Wertung "World League" war Bayreuth in dieser Saison Sieger, was vor der letzten Runde nur noch mathematisch möglich schien. In der letzten Runde natürlich mit auf der Wertungsliste: Andreas Baier. Da es eine funktionierende Weltliga nur im Segelflug gibt, war sein Team auf einmal die beste Vereinssportmannschaft der Welt. Mit dem erstmaligen Gewinn des Titels "Mannschaft des Jahres" des Nordbayerischen Kuriers schien dieser Erfolg weder überbiet- noch wiederholbar, bis es 2018, zur großen Freude des ganzen Teams, noch einmal so kam.
 

Wednesday, 04. September 2019 OLC-League 2019: Moriarty Soaring wins the Gold League translate news

The clubs No. 15-18 will be competing in next year’s Silver League. Green marked Silver League clubs will line up for the 2020 OLC-Gold League.

 

OLC-Gold League 2019:
# Punkte
1 186,00
2 151,00
3 136,00
4 118,00
5 100,00
6 97,00
7 85,00
8 84,00
9 77,00
10 77,00
11 76,00
12 72,00
13 68,00
14 62,00
15 54,00
16 27,00
17 24,00
18 22,00

 

OLC-Silver League 2019:
# Punkte
1 249,00
2 175,00
3 173,00
4 154,00
5 131,00
6 130,00
7 129,00
8 124,00
9 122,00
10 113,00
11 97,00
12 94,00
13 92,00
14 92,00
15 91,00
16 90,00
17 85,00
18 84,00
19 81,00
20 81,00
... ...

 


Wednesday, 04. September 2019 Jonker Sailplanes Newsletter - AUGUST 2019 translate news

Maximilian Seis, top French gliding pilot, shares his experience of flying the JS3 during the 20th EGC in Prievidza, Slovakia, where he finished in 2nd Place! After the SGP Final in Spain JS had the opportunity to interview Sebastian Kawa, Nr 1 ranked pilot in the World. Philippe de Pechy shares how surprised his sixteen year old son, Clément, with the opportunity to fly his JS1 for the very first time. Then last but not least AP Kotze, JS’s Engineering Manager, flew his 100th maiden test flight! AP shares a bit of his gliding history which led up to this important day.
 
 

First Solo Flight
Sebastian Kawa and Maximilian Seis
Clement with EJ

 


Monday, 02. September 2019 LXNAV News 08/2019 translate news

Mit der Version 7 für alle LX90xx und LX80xx hat LXNAV einen eigenen Clouddienst namens LXNAV CONNECT etabliert. Geräte mit aktiver WiFi Funktion können über diesen Dienst verschiedenste Sevices nutzen. Z.B. Speicherdienste, Wetteranbieter, aber natürlich auch eine Direktmeldung in den OLC stehen somit zur Verfügung. Melden Sie Ihren Flug direkt nach dem Ausrollen im OLC an, scheller und einfacher geht es kaum noch....
Mehr Informationen finden Sie hier: https://gliding.lxnav.com/news/new-firmware-version-7/
 
With the introduction of version 7 for all LX80xx and LX90xx instruments LXNAV established its own cloud service, named LXNAV CONNECT. Devices with active WiFi functionality can access several services, like cloud storage services, weather providers and many more. Another very useful functionality is uploading your flights directly from the instrument to the OLC. No more SD-cards or USB-sticks.....
More information can be found here: https://gliding.lxnav.com/news/new-firmware-version-7/
 
 

Übersicht aller Dienste
overview of all services
Satellitenbild
satellite picture
Direktmeldung in den OLC
direct upload to the OLC

 


Friday, 30. August 2019 Die Faszination und Leidenschaft des Bundesligafliegens translate news

Rolf Wagner sieht im Bereich der Pressearbeit in den Segelflugvereinen noch erhebliches Potenzial nach oben.
Seit wenigen Tagen ist die Saison 2019 Geschichte und an dieser Stelle wollen wir die Faszination des Ligafliegens einmal aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und dabei auch zwei motivierte Streckenflugpiloten aus Gifhorn und Celle zu Wort kommen lassen. In den zurückliegenden Wochen lief es ja auch aufgrund des Hangsegelfliegens im Weserbergland für die Nordvereine richtig gut. Immerhin wurden drei der neunzehn Runden an den Hängen des Weser- und Wiehengebirges sowie des Iths entschieden.
Zu diesem Thema resümierte Reiner Rose: „Als wir vor 20 Jahren die Ligaidee auf den Weg brachten, da waren viele Piloten anfänglich äußerst skeptisch, weil ja doch nur die Albflieger gewinnen würden!“
Und was passierte dann tatsächlich? Der LSV Burgdorf dominierte einige Jahre die Szenerie und wurde ab dem Jahr 2012 insgesamt viermal Deutscher Meister.
Zum Thema Motivation zum Ligafliegen in den Vereinen äußerte der erfahrene Speedjäger Dennis Polej vom LSV Gifhorn folgende aussagekräftige Gedanken: „Ich denke, das Ligafliegen gibt unserem Verein ein gemeinsames Ziel. Während man in der DMSt-Wertung eher für sich selbst fliegt und nebenbei Mannschafts- und Vereinswertungen abfallen, haben wir hier schon vor dem Wochenende gemeinsame Ziele und Strategien, die in unserer WhatsApp-Gruppe besprochen werden, für das jeweilige Wochenende. Auch das gemeinsame Verlagern des Streckenflugbetriebs an einen anderen Flugplatz, wie in der vorletzten und drittletzten Runde nach Rinteln, findet dank der vorherigen Absprachen nun öfter statt.“
Natürlich ist es auch wichtig und unentbehrlich, die guten Ergebnisse den Sportredaktionen der entsprechenden Lokalzeitungen und auch der OLC-Webseite zu übermitteln.
Die erforderliche Kommunikation zu den Sportredaktionen muss natürlich durch regelmäßige Kontakte der Pressewarte der jeweiligen Segelflugvereine gepflegt werden.
Es ist schon erstaunlich, dass viele Mitmenschen, die mit dem Segelflugsport eigentlich überhaupt nichts am Hut haben, regelmäßig die Berichte in der Presse verfolgen und auch tatsächlich mit dem Segelflugverein ihrer Region mitfiebern, weil regelmäßig an der Spitze und auch am Ende der Tabelle an Spannung nicht zu überbietende sportliche Wettkämpfe stattfinden.
Die Pressearbeit muss aber daher noch eine größere Gewichtung und auch mehr Würdigung in unseren Vereinen erhalten, weil wir damit eine große Chance haben, den Segelflugsport einer breiten Öffentlichkeit und auch, was gerade in dieser schnelllebigen Zeit immer lebensnotwendiger wird, der Politik nahe zu bringen.
In dieser Saison war der sportliche Wettkampf um den Vizemeistertitel zwischen dem LSV Burgdorf und der LSG Bayreuth bis zur letzten Runde ein wahrhaftiges Herzschlagfinale, das knapp zugunsten der Niedersachsen ausging.
Und im letzten Jahr konnte sich der Aero-Club Braunschweig erst mit dem Hauch eines Wimpernschlages in der Finalrunde auf den ersten Nichtabstiegsplatz retten.
In der U25-Liga lieferten sich die Junioren von Königsdorf und Oerlinghausen in dieser Saison ein packendes Rennen, das die Bayern mit einem knappen Vorsprung von 5 Punkten für sich entscheiden konnten.
Die OLC-Ligen sind das, was eindeutig die Masse der sportorientierten Segelflieger interessiert. So gibt es nach sehr guten Runden eine geradezu ungeheure Nachfrage auf der Webseite. Der beste Tag des Jahres 2019 war der 1.6. (Samstag) mit 2.768 Flügen und 20.197 Besuchern am Folgetag auf der OLC-Webseite.
Somit ist das bundesweite Ligafliegen durchaus als Krone des dezentralen Segelflugsports anzusehen. Die Ligaregeln erlauben es selbstverständlich, dass die Pilotinnen und Piloten im Rahmen eines sehr guten Langstreckenfluges aber auch einen schnellen Ligaflug platzieren können.
Ein Steckenpferd ist für die OLC-Macher geradezu die U25-Juniorenliga, weil sie denjenigen leistungsorientierten Junior aussuchen, der dann die LS 8 neo jeweils für ein Jahr bekommt.
Zur Frage nach der persönlichen Motivation für seine regelmäßige Teilnahme am Bundesligafliegen teilte uns der engagierte Aufwindjäger Daniel Pietsch von der in dieser Saison lange gegen den Abstieg kämpfenden Flugsportvereinigung Celle diese interessanten Aussagen mit: „Man entwickelt automatisch Ehrgeiz für diese Wertungsform, wenn man, so wie ich, davon fasziniert ist,
wie schnell man mit einem reinen Segelflugzeug und mit Hilfe der Natur fliegen kann. Ich hätte vor
einigen Jahren nie gedacht, dass ich mal mit der Clubklasse die Marke von 100 km/h knacken werde. Mittlerweile ist das von mir angestrebte Ziel der Bereich von 130 km/h.“
Und Daniel lag es zudem noch am Herzen zu erwähnen, dass das Allerwichtigste neben den ganzen Wertungsflügen immer der Spaß und die Freude an der Sache sein sollten.
So sind wir Segelflieger im Gegensatz zu zahlreichen anderen hochbezahlten Sportlern doch wahre Idealisten, die mit Herzblut, Engagement und auch mitunter mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand diesen wunderschönen Sport betreiben.
Behalten wir doch einfach die vielen schönen Erlebnisse dieses Jahres in unserem Gedächtnis und freuen uns auf die noch weit vor uns liegende Saison 2020! Was sagte doch einst die Fußballtrainerlegende Sepp Herberger: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“
 
Rolf Wagner
Aero-Club Braunschweig
 
Faszination Ligafliegen mit dem Discus 2 des Aero-Club Braunschweig über der Löwenstadt.
Der hier startbereite Christian Ückert und Karsten Bennewitz vom Aero Club Braunschweig sind zwei ausgesprochene Taktikfüchse.
Die beiden Braunschweiger Speedpunktgaranten und Nichtraucher Markus Schmied (links) und Hayung Becker freuen sich auf diese Art und Weise über Rang 10 ihrer Segelfluggruppe.

 


Monday, 19. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

In der vorletzten Runde der Segelflug-Bundesliga war der LSV Rinteln nicht mehr zu stoppen. Mit schnellen Flügen am Wiehengebirge und Ith sicherten sich die Niedersachsen den Titel des Deutschen Meisters. Wie schon in der Vorwoche trug sie der Hangwind ganz nach vorne.
Samstag:
Aber zuerst zum Wetter: Weiträumig hat sich das Frontensystem eines Tiefs vor Schottland über uns breit gemacht. Vorlaufend ist die Struktur der Warmfront nur schwer erkennbar, deutlicher dagegen die lang gezogene Kaltfront, deren Rückseite über dem Kanal lag, während die eigentliche Front noch weit über die Biskaya nach Westen reichte. Thermisch war an diesem Tag durch die vielen, teils mehrschichtigen Abschirmungen wenig bis kaum etwas zu holen. Das zeigen ja dann auch die Flugspuren sehr deutlich. Mit dem ganzen Wettersystem - gesteuert wurde es durch einen weit ausladenden Trog westlich von uns - kamen die Fronten nur langsam nach Osten voran. Alles andere als langsam war dagegen, ähnlich wie in der Vorwoche, der Wind. Mit der Kenntnis der Windrichtung (Südwest) und dem Samstags-Satellitenbild konnte sogar schon grob abschätzen, ob der Sonntag eine Änderung bringen würde.
Sonntag:
Denn die warme und trockene Luftmasse, die am Samstag noch über Mittel- und Südfrankreich lag, war im Laufe der Nacht in den Südwesten vorgedrungen. Auf dem Satellitenbild vom frühen Nachmittag sieht man, dass sie zwischenzeitlich bis weit über Tschechien nach Osten vorangekommen war. Die vorlaufende Warmfront ist noch über Süd-Polen erkennbar und die anschließende Kaltfront von Norddeutschland bis weit in die Biskaya hinein. Dass die Warmfront und die zugehörige Warmluft so schnell vorangekommen ist, ist wiederum dem anhaltend kräftigen Wind geschuldet. Zumindest war die Luftmasse auch thermisch etwas aktiver, was auch die Flugspuren zeigen. Dass aber auch hier der Wind eine entscheidende Rolle spielen sollte, dazu gleich mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
An dieser Stelle einleitend ist "wer hat was draus gemacht?" natürlich eher eine rhetorische Frage. Wer mit einem Sieg in der vorletzten Runde, dazu dem dritten Rundensieg in Folge,  den Titel des Deutschen Meisters einfliegt, kann nicht viel verkehrt gemacht haben. Souverän ist sicher auch noch ein treffendes Attribut, bedenkt man, dass die Bedingungen im Vergleich zur Vorwoche schwieriger waren - dazu aber gleich mehr. Vorher geht natürlich auch von meiner Stelle ein ganz herzlicher Glückwunsch an die Weser! Trotz der wenigen Flüge - am Ende wurden in der Summe über beide Tage nur etwas mehr als 200 Flüge aus Deutschland gemeldet - waren ein paar sehr interessante Flüge darunter. Und bei der geringen Menge fallen die auch noch ins Auge Es war - soviel vorweg - eher eine Runde der dynamischen als die der thermischen Aufwinde ...
Damit zuerst noch einmal zurück an die Spitze der Runde und an die Spitze der 1. Liga: Nach den Prognosen war klar, es sollte für den Norden nur am Samstag die Chance geben, Punkte am Hang zu fliegen. Und der nachlassende Wind sollte die Zeit nochmals etwas verkürzen. Entsprechend früh dran waren Reinhard Schramme & Karsten Fahrenkamp, die bereits um kurz nach 8 in der Luft waren. Der zweite Sprung vom Ith zurück an Weser-/Wiehengebirge geriet dann aber zum Problem. Das Windfeld stand danach aber offenbar zuverlässiger und so konnten sie nach dem Absitzer doch noch knapp 340km mit den 4 Schenkeln absolvieren, was einem Schnitt von knapp 136km/h entspricht und knapp 123 Punkte einbringt. Weniger problematisch waren offenbar die Flüge der Teamkollegen, die meist etwas später unterwegs waren. Adrian Glauner & Norbert Siebert sowie Stefan Bachmann komplettieren die Wertung. Aber neben den 340 Gesamtpunkten soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass an dem Samstag insgesamt 8 Flüge für den neuen Deutschen Meister gewertet wurden - auch ein Zeichen für das Team und die Leistungsbreite. Aber nicht nur die Rintelner waren wieder an Wiehengebirge und Ith unterwegs.
Die am Ende der Runde führenden 4 Vereine standen schon in dieser Reihenfolge am Samstag-Abend in der Liga-Wertungsliste. Nahezu mit der selben Speed wie Reinhard und Karsten waren Dennis Polej & Joel Heidelberg an den Hängen unterwegs. Sie führten den LSV Gifhorn damit auf den zweiten Rundenplatz, nur ganze 6 Speedpunkte hinter Rinteln. Dahinter folgen mit Celle und Braunschweig 2 weitere Vereine aus Niedersachsen, die die vergleichsweise kurze Anreise nach Rinteln bzw. die Porta auf sich genommen haben. Erst danach folgt in der Rundenwertung der erste Verein aus dem Süden.
Die Motivation in Bayreuth war sicher hoch, um den vorzeitigen Sieg der Rintelner noch zu verhindern und damit die Chance zu wahren, selber ganz nach vorne zu fliegen. Beim ersten Blick in die Wertungslisten stechen die Bayreuther im Vergleich zu den anderen Vereinen aus der Region deutlich mit ihre Speed heraus, sind es doch die einzigen, die es schaffen, an die Phalanx aus hangfliegenden Niedersachsen heranzukommen. Ein Blick in die Flüge offenbart dann, dass auch sie eher im Tiefpaterre unterwegs waren und die Hänge zwischen Fichtelgebirge und Rennsteigen eher dynamisch im Hangwind als thermisch nutzten. Die offenbar deutlich schnellere Option, wie der Vergleich zu Flügen z.B: aus Bamberg oder Erbendorf aus zeigt. Ein Stockwerk höher und eher thermisch unterwegs war das Vorankommen offenbar aber deutlich mühsamer. Aber - und so kann man es auch den Kommentaren entnehmen war der "Bayreuther Ith auch etwas, was man sich trauen musste". So können die Bayreuther mit Flügen von Alexander Müller, Wolfgang Clas und Sebastian Baier & Klaus Gruber als 5. dieser Runde noch 16 Punkte erreichen.
In der Gesamtwertung halten die Franken damit ihren zweiten Gesamtplatz und können ihren "Vorsprung" auf Burgdorf auf immerhin 3 Punkte vergrößern. Die Niedersachsen waren zwar auch am Hang und schnell unterwegs, brachten durch Simon Berkhahn und Michael Möker & Steven Dehne aber nur 2 Flüge in die Wertung. So wird es in der letzten Runde noch ein Fernduell um den zweiten Platz gehen. Für Celle war diese Runde die vorzeitige Rettung, denn mit dem Abstieg haben sie nun nichts mehr zu tun. Sechs der Absteiger stehen bereits fest, um den Verbleib im Oberhaus duellieren sich jetzt noch Homberg/Ohm und Laichingen. Die Hessen sind aber bereits so gut wie durch, denn bei einer deutlich besseren Gesamtspeed fehlt ihnen nur noch ein einziger Punkt zum Klassenerhalt.
Auch in der 2. Liga machten die Mannschaften am Hang das Rennen. Diese Runde hatte Oerlinghausen die Nase vorne, nachdem sie in der Vorwoche noch Boberg und Bad Nauheim den Vortritt lassen mussten. Schnellster für die Ostwestfalen war Marcus Sagewitz, der von der Porta aus 324km mit einem knapp 130er-Schnitt absolvierte. Die knapp 123 Punkte liegen auf gleichem Niveau wie der schnellste Flug in Liga 1. Lucas Brune und Tobias Blaum waren vom benachbarten Bückeburg aus unterwegs. Am Ende stehen für sie 336 Punkte in der Wertung, was einen respektablen Vorsprung vor den Bobergern (319 Punkte) bedeutet.
Platz 3 geht nach Pirna, die ebenfalls in Mannschaftsstärke an die Weser gefahren waren. Durch den Rundensieg hat Oerlinghausen nun in der Gesamtwertung wieder die Spitze übernommen (237 Punkte) und liegt ganz knapp vor Bad Nauheim (235 Punkte), aber auch Schweinfurt (222 Punkte) hat noch zumindest theoretische Chancen, die Liga für sich zu entscheiden. Auch für Pirna (5./198 Punkte) hat sich der Ausflug gelohnt, sie sind in der kommenden Saison ebenfalls erstklassig. Spannend bleibt dagegen der Kampf um die Plätze 6 und 7, die ja auch noch für den Weg nach oben berechtigen. Hier liegen Berlin und Boberg gleichauf (188 Punkte), denen Bad Homburg (175 Punkte) aber auch noch im Nacken sitzt. Und auch am Tabellenende ist noch nicht alles endgültig entschieden.
Diese Entscheidung wird - soviel steht fest - in der kommenden Runde fallen. Und auch das ist ziemlich sicher: Der Wind wird dabei eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Abschließend aber noch ein kurzer Nachtrag zum Thema "dynamische Aufwinde": Es waren nicht nur die Flüge "vor" dem Hang, die in dieser Runde interessant waren, sondern auch Flüge "dahinter": Von Alkersleben aus flogen gleich mehrere Teams am Samstag in der Welle hinter dem Thüringer Wald - und das in Höhen bis 3800m!
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
 

Friday, 16. August 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 16.08.2019 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Das okkludierende Frontensystem eines Tiefs bei den Britischen Inseln liegt am Morgen über dem Nordwesten Deutschlands und führt mit einer tagsüber auflebenden südwestlichen Strömung feuchte und teils labil geschichtete Meeresluft heran. Im Laufe des Tages kommt die Okklusionsfront infolge einer Wellenbildung über der Biskaya nur langsam landeinwärts voran. Der äußerste Südosten bleibt damit bis zum Abend wetterbegünstigt. Rückseitig der Front fließt am Abend vorübergehend wieder etwas trockenere Luft ein.
SONNTAG: Die o.g. Front wird im Laufe der Nacht zum Sonntag rückläufig und liegt am Morgen schleifend über der Nordwesthälfte Deutschlands. Auch die in der Front eingelagerte Welle erreicht am Morgen den Westen und Nordwesten Deutschlands, führt dabei hochreichend feuchte Luftmassen heran und zieht bis zum Abend über die Ostsee ab. Im Bereich der Front, die sich im Tagesverlauf dagegen nur sehr langsam südostwärts verlagert, kommt es in der zweiten Tageshälfte gebietsweise zu teils organisierten und kräftigen konvektiven Umlagerungen. Auch im äußersten Norden und über See hält sich labil geschichtete Luft. Der Südosten verbleibt dagegen bei leichtem Südföhn in einer recht trockenen Luftmasse.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und am SONNTAG überwiegt Fronteinfluss und -bedingt durch Abschirmung/Niederschläge, zeit- und gebietsweise auch durch Überentwicklungen/böigen Wind - eher geringe bis kaum nutzbare Thermik. Eher lokal reicht es in Auflockerungszonen in der Nachmittagsspitze mal für kleinere Zeitfenster mit mäßiger bis knapp guter Wolkenthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Keine nutzbare Thermik aufgrund von verbreiteter Abschirmung durch dichte mittelhohe und hohe Schichtbewölkung.
SONNTAG: Erneut aufgrund von Abschirmung lediglich im Südwesten und Süden Chancen auf geringe bis mäßige Thermik, jedoch teils zerrissen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG abgeschirmt durch dichte hohe Aufzugsbewölkung, am Abend etwas Regen, keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG föhnig abgetrocknete Südwestströmung mit geringer Blauthermik, über den Bayerischen Alpen mäßig bis gut mit Chance auf flache Wellen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Wednesday, 14. August 2019 U25: Oerlinghausen fliegt in Runde 17 davon, es ist weiterhin Hochspannung angesagt translate news

Das Wetter bietet in Runde 17 einen spannenden Mix. Super Straßen im Nordosten, erneute Schauer, teilweise Warmlufteinfluss und Blauthermik bieten einen bunten Mix an Herausforderungen und Chancen. Strammer Wind sorgt für teilweise erschwerte Bedingungen. Genau diesen Wind macht sich Oerlinghausen jedoch zu Nutze. Die vorhergesagten 230° mit knapp 40 km/h sind optimal für das Hangfliegen um Porta und den Ith. Sie stellen sich die Frage, ob der Sprung an den Ith mit der Clubklasse funktionieren kann. Die einfließende kalte Luftmasse lässt Hoffnung aufkeimen, erzählt Lukas Brune. Also ist der Entschluss gefasst: Im Dreierteam fahren sie Samstag in aller Frühe zur Porta. Der Einsatz lohnt sich. Sie holen eines der schnellsten Rundenergebnisse der Saison und sichern sich den Sieg mit 100 Speedpunkten Vorsprung. Da Königsdorf weitestgehend gegrounded ist, trennen die beiden noch fünf Pünktchen in der Gesamtwertung.
In Porta angekommen, gehen sie als eine der ersten an den Start. Zuerst geht es Richtung Westen. Ein Stück zu weit, stellen sie im Nachgang fest. Sie fliegen den Westknick, den das Gebirge macht zu sehr aus. Daher ist der Rückweg extrem sportlich. Aber diese Erfahrung genügt, um beim zweiten Mal hier kürzer zu treten. Vorerst geht es mit Volldampf zum Ith. Die nächste Wende steht am Hills an. Auch hier wird es eng. Mit der Clubklasse haben sie sich dann doch wieder etwas zu viel vorgenommen. Unter Hanghöhe „schleichen“ sie zurück. Zum Glück trägt der Ith hervorragend. So dass von Schleichen nicht die Rede sein kann. Danach wird es deutlich einfacher. Und am Ende stehen ordentlich Punkte auf dem Konto.
Nicht nur das Team Oerlinghausen hat Gas gegeben. Egal, wo man hinschaut, in Brandenburg, Sachsen, Baden-Württemberg … überall gibt es vereinzelt richtig gute Flüge. So können Timo Angenendt (VfS Krefeld) von Porta aus und Marcel Kaspari von Nastätten sogar die 125 Speed-Punkte knacken. Marcel ist auf dem OLC-Discus unterwegs. Eigentlich hat er nur mittelmäßige Erwartungen und startet früh, da am Nachmittag bereits Störungen eintreten sollen. Wie so oft, wird auch er positiv überrascht. Eine sehr gute zusammenhängende konvergenzartige Linie zeigt sich vom Rhein entlang des Taunus bis hin zur Kontrollzone von Fritzlar. Sie beschert ihm nahezu kurbelfreie Speed. Zweimal reißt er die 130 Kilometer-Linie weg. Danach macht das Wetter zu. Er landet bereits im Regen. Nastätten schiebt sich mit dieser Runde unter die Top 10. Ein super Ergebnis, zumal es ein eher sehr kleines Team ist und auch zu wenige einsitzige Flugzeuge zur Verfügung stehen.
Rundenwertung U25: 1. FG Oerlinghausen (NW) 325,49 Speed/50 Punkte, 2. FK Brandenburg (BB) 224,38 Speed/49 Punkte, 3. AC Nastätten (RP) 201,36 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 17: 1. SFZ Königsdorf (BY) 650 Punkte, 2. FG Oerlinghausen (NW) 645 Punkte, 3. FSG Hammelburg (BY) 590 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Marcel Kaspari (1), Lukas Brune (2,3)
 
Die Entwicklung über dem Taunus-
die Basis für Marcels High-Speedflug
Oerlinghausener im Team am Hang
 Bestes Hangwetter

 


Tuesday, 13. August 2019 Der Berg ruft und der Aero-Club fliegt mit 367,36 Speedpunkten auf Rundenplatz fünf translate news

Diese Runde 17 werden unsere Bundesligapiloten sicher noch lange in Erinnerung behalten, weil es wirklich zwei ganz besondere Wochenendtage gewesen sind. Hervorzuheben ist, dass Christian Ückert an beiden Tagen jeweils zur richtigen Zeit am richtigen Startort war und somit zwei wirklich schnelle Flüge absolvieren konnte. Doch dazu später mehr. Da sich für den Samstag eine stramme Südwestströmung ankündigte, wurde im Vorfeld schon eine intensive Planung und Kommunikation unserer Piloten wegen der Fahrt in das Weserbergland zum Hangsegelfliegen in Gang gesetzt. Die Wahl des Startortes fiel auf den Flugplatz Porta Westfalica und so traten von uns am Samstag 7 Piloten mit 5 Maschinen die Reise dorthin an. Bis zu 45 km/h Wind waren in den entsprechenden Höhen des Weser- und Wiehengebirges sowie am Ith angesagt und dieses Hangflugeldorado nutzten folgende Speedpunktjäger besonders gut aus und holten somit 16 Punkte:
Christian Ückert, LS 6 WL, 126,06 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2 cM/18m, 121,45 Speedpunkte,
Michael Schoof/Heiko Braden, Duo-Discus, 119,85 Speedpunkte,
Es ist schon einmalig, dass Christian Ückert seine guten 120,5 Speedpunkte vom Samstag im Weserbergland am Sonntag tatsächlich noch mit seinem Flug vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum aus im thermischen Aufwind um 6,1 Speedpunkte nach oben schrauben konnte.
Dabei legte er 143 Kilometer gegen den Südwestwind ohne einen einzigen Kreis zurück und wendete westlich von Warberg. Seine freudige Stellungnahme zu diesem Flug lautete am Abend einfach nur: „Krass!“
Karsten Bennewitz brachte mit seinem Ventus 522 Streckenkilometer auf die Habenseite und Michael Schoof und Heiko Braden waren mit dem Duo-Discus ebenfalls schnell und erfolgreich im Hangsegelflug unterwegs.
Zudem sind noch Knud Dombrowsky mit der ASH 26E (118,74 Speedpunkte) sowie Klaus-Dieter Arntz und Lennard Waschke mit dem Arcus T (114,86 Speedpunkte) ebenfalls von Porta aus im schnellen Modus auf Strecke gewesen.
Auch dieses Heimspiel ließ sich der LSV Rinteln natürlich nicht nehmen und holte folgerichtig den Rundensieg mit 394,34 Speedpunkten vor dem LSV Burgdorf, dem LSV Gifhorn und der FV Celle. Somit gingen die ersten fünf Plätze an niedersächsische Bundesligavereine. Das ist schon eine einmalige noch nie dagewesene Konstellation.
Zu erwähnen ist noch die 16. Runde, die den Braunschweigern einen Trostpunkt einbrachte. Am damaligen Samstag gab es in Waggum überhaupt keine Thermik und am Sonntag waren Hayung Becker mit Christian Möller im Arcus T (58,82 Speedpunkte) sowie Markus Schmied und Rolf Wagner im Duo-Discus (58,26 Speedpunkte) bei äußerst schwierigen Bedingungen im engen Teamflug auf Strecke. In der Gesamtwertung führt weiterhin der LSV Rinteln mit nunmehr 247 Punkten und der Aero-Club hat mit 139 Punkten den elften Platz inne.
 
Rolf Wagner
 
Volles Haus auf dem
Flugplatz Porta Westfalica.
Faszination Hangsegelfliegen
mit dem Blick auf
den Fernsehturm Jakobsberg.
 
Der Ventus 2 und der Arcus T
im Hangsegelflug.
 

Tuesday, 13. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Ein Screenshot vom
Samstag-Mittag aus dem
Tracker,wo man die
Perlenkette am
Wiehengebirge sieht.
Quelle:
"[..] man darf also gespannt sein, ob die nächste Runde unter sich reihenden Cumuli oder vielleicht doch tief unten am Hang entschieden wird.". So endete mein Rückblick der der vergangenen Woche -, und liefert damit gleich einen schönen Einstieg in die Berichterstattung dieser 17. Runde. Nicht weil ich mich freue, dass auch mal eine Vorhersge eingetroffen ist , sondern soch eher, weil sich bei dem Wetter und der Fragestellung genau die Spannung aufbaut, wie sie sich zum Ende der Liga-Saison gehört.
Samstag:
Das Wochenendwetter stand ganz klar unter dem EInfluss eines weitläufigen Troges, der westlich von uns lag. Das zum Trog gehörende Tief lag über der Irischen See und wir damit auf seiner Südostseite. Die Wolkenstrukturen im Satellitenbild lassen gleich 2 Schlüsse zu: Von Frankreich bis an die Ostsee erstreckt sich Kaltluft, für die die ausgeprägte Cumulus-Bewölkung typisch ist. Auch die wellende Kaltfront vom Bodensee bis in die Lausitz ist gut erkennbar. Ebenso wie die starken Entwicklungen zwischen den Niederlanden und Schleswig-Holstein, wie sie häufig in relativer Nähe zum Tiefdruckzentrum auftreten - mal ausbreitend, mal auch schaurig. Aber noch etwas sticht heraus: Der starke Wind  sogte für ganz klare Reihungen der Cumuli in Windrichtung. Mit 40-50km/h im Basisniveau war der nicht zu verachten. Bei einer Windrichtung von 230° stand er aber auch perfekt auf den Hängen des WIehengebirges. Aber dazu gleich mehr, die Flugspuren geben aber bereist einen ersten Hinweis.
Sonntag:
Der Sonntag lässt sich ein stückweit bereits aus dem Samstag-Bild ableiten. Ich habe absichtlich das Bild von 10UTC (12MESZ) gewählt, weil auf dem auch über der Mitte noch die Wolkenstrassen erkennbar sind, bevor diese von den Cirren aus dem Westen überdeckt wurden. Diese Strassen konnte man auf dem Samstags-Bild bereits über dem Westen Frankreichs erkennen. Da sich die Lage von Trog und Tief nicht signifikant geändert hatten, blieben auch Windrichtung und -geschwindigkeit nahezu unverändert. 24h nach vorne extrapoliert später (bei einer WIndgeschwindigkeit von 50km/h entspricht das 1200km) findet man die Luftmasse aus Westfrankreich dann über der MItte und dem Nordosten wieder (als Segelflieger weiss man ja, wie weit es von Biarritz bis Lübeck ist). So war der Sonntag allein nach der Optik im Satellitenbild "der" Tag für den Nordosten und mit Einschränkungen für den Norden und die Mitte, denn hier musste man früh genug dran sein, bevor die dichten Cirren und die Warmluft kamen. Aber auch der Süden war fliegbar, hier war blau aber die eher dominierende Farbe.
Die Anzahl der Flüge vom Sonntag, das zeigen auch die Flugspuren, war damit der Sonntag - aber war er auch schneller als der Samstag?
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag Abend lag die Speed-Latte hoch - sehr hoch! Der LSV Rinteln konnte den Heimvorteil des direkten Zugriffs auf die Hänge des Wiehengebirges nutzen, und dazu vielleicht auch noch die eine oder andere Nuance beim Ausnutzen der Hangwinde. Die Ligaspeed von 394,34 bedeuteten den zweitschnellsten Wert in dieser Saison. Carsten Kopsieker & Michael Hörmann starteten zwar in Oerlinghausen, machten ihre Speed aber dann zwischen Lübbecke und dem Hils, ebenso wie Stefan Bachmann, der in Rinteln abhob. Bemerkenswert an seinem Flug ist, dass er zu denen mit dem frühesten Start gehören dürte. Um kurz vor 7 Uhr (Ortszeit) gestartet, begann die Ligawertung gegen 8:30. Um 14:00 waren dann auch die Schenkel für den OLC-Plus verbraucht und er landete nach knapp 550km. Noch etwas früher waren Reinhard Schramme & Rolf Bödecker dran, die zwischen 6:30 und kurz vor 11 mit einem Schnitt von rund 140km/h rund 500km abspulten. Knappe 20min nach der Landung später war Reinhard dann schon wieder in der Luft, jetzt gemeinsam mit Bernd Goretzki im Cockpit. Sie schafften es, den Schnitt nochmal um 6km/h nach oben zu treiben und schafften mit einer Ligaspeed von knapp 133 den schnellsten Flug des Samstags. Nach der Landung gegen 15:30Uhr waren mit dem 2 Starts für Reinhard die 1000km an dem Tag voll, verteilt auf 2 Flüge. Bedenkt man, dass es danach noch mehr als 5 Stunden hell war... Mit ebenfalls hohen Ligawerten folgten Gifhorn, Braunschweig und Celle, die ebenfalls die (diversen) Startplätze entlang des Hanges nutzen. Die Mitte und der Süden mussten derweil tatenlos zusehen, wie sich die Spitze mit hohen Punktewerten platzierte. Punktwerte, die in normalen thermischen Bedingungen nur schwierig zu toppen sein würden.
Der Sonntag war aber ein solch ungewöhnlicher Tag, wenn auch wieder mit einem Schwerpunkt über dem Norden und der Mitte. Wir erinnern uns an die Wolkenstrassen, die am Vortag noch über dem Westen Frankreichs lagen. Unter den sich im Wind reihenden Cumuli konnte die hohen Schnitte aber nur unter 2 Bedingungen erreicht werden: Klar, der Rückenwindschenkel musste lang genug sein. Da der Wind aber im Tagesverlauf nachlassen würde, tat man gut daran, möglichst früh mit dem langen Schlag im Rückenwind zu beginnen. Der zweite Grund war - je nach Lage des Startplatzes - natürlich auch, dass man den aufziehenden Cirren und der Warmluft entkommen musste. Michael Möker hat das von Burgdorf aus wohl auch mit auf dem Plan gehabt, denn für ihn ging es zuerst gute 100km gegen den Wind, bevor er an der A30 be Melle in den Rückenwind drehte. Kreislos führte ihn sein Kurs über rund 220km entlang der Wolkenstrasse(n) bis hinter die Elbe. Da erst gut die Hälfte der Wertungszeit vorbei war (der Realschnitt lag bis dahin bei rund 180km/h), folgte noch ein Jojo von jeweils knapp 100km, zuerst gegen den Wind (wobei der Schnitt auf 120km "einbrach") und dann nochmal mit Rückenwind (wieder 150km/h). Am Ende stehen in der Ligazeit ein Schnitt von 158km/h bzw. 136.5 Punkte in der Wertung. Oliver Sörensen fliegt ein Stück weniger gegen den Wind vor und klinkt sich schon bei Nienburg in die Wolken-Autobahn ein und folgt dieser (ebenfalls mit einem eingebetteten Jojo) bis Schwerin. Seine 129 Punkte bringen die Burgdorfer am Ende der Runde auf den 2. Platz. Vorgelegt hatten Wilko Kramer & Bernhard Frettlöh am Samstag von Bückeburg aus. Die Burgdorfer kommen mit 386.5 Ligapunkten zwar nicht mahr an Rinteln heran, verdrängen jedoch kanpp den LSV Gifhorn, der seine 384 Punkte bereits am Samstag am Hang gemacht hatte.
Erst auf Rang 9 taucht mit Bamberg der erste Verein aus dem Süden auf, die Nachbarn aus Bayreuth auf Rang 12 und Aalen dann auf Rang 14. Das wirkt sich natürlich auch auf die Gesamtwertung 2 Runden vor Schluss aus: Aalen muss sich damit aus dem Titelrennen verabschieden, der Gesamtsieg wird unter den ersten 3 Plätzen ausgeflogen. Hier kann Burgdorf (221 Gesamtpunkte) den Abstand auf Bayreuth (222 Punkte) gegenüber der Vorwoche nochmals verringern. Die beste Ausgangsposition hat aber natürlich Rinteln (247 Punkte), die bei noch zu vergebenden 40 Punkten am kommenden Wochenende damit sogar den ersten Matchball haben.
Auch in Liga 2 bleibt es spannend, auch wenn es fast die gleiche Geschichte zu erzählen gilt wie in der ersten Liga. Der HAC Boberg hatte am Samstag Porta Westfalica als Startplatz gewählt. Mit einem vor allem ausgeglichenen Mannschaftsergebnis und am Ende knapp 350 Ligapunkten konnten sie sich an die Spitze fliegen. Schnellste für die Hansestädter war das Team Marcel Rast & Rodger Hoffmann. Oerlinghausen, am Samstag zwischenzeitlich auf Rang 2, musste dann am Sonntag den AC Bad Nauheim vorbei ziehen lassen. Früh gingen die Piloten in Ober Moerlen an den Start, von denen Jürgen Breitenfelder & Friedhelm Schmidt die Schnellsten waren. Sie nutzen ebenfalls die sonntäglichen Reihungen im Wind. Auch wenn ihr Kurbelanteil mit knapp 13% relativ hoch war, so konnten sie den Schnitt hoch halten, denn nach der Auswertung nutzten sie offenbar die guten Bärte. Die Frage übrigens, bei welchen Windgeschwindigkeiten sich welche Taktik - so lange wie möglich geradeaus oder doch das eine oder andere Mal kurbeln - am ehesten lohnt, müsste an anderer Stelle geklärt werden. Auch hinkt der Vergleich vielleicht ein wenig, da natürlich auch Region und Luftmasse eine Rolle spielen, aber hier trotzdem ein paar Vergleiche: Michael Möker: Kurbelanteil:4%, 1,6m/s, 158km/h / Jürgen Breitenfelder & Friedhelm Schmidt: 12.5%, 2.24m/s,  140km/h / Ingo Trentelj und Jürgen Müller: 7%, 3.3m/s, 133km/h. Offenber schlug in dieser Runde Rückenwind die gute Thermik, denn bei der Flugspur fällt auf, dass Michael den deutlich längsten Rückenwindanteil hat, Jürgen B.&Friedhelm den Kurs konsequent am Wind und den Reihungen ausrichten aber der Rückenwindanteil geringer ist, während Ingo und Jürgem M. sogar einen deutlichen Schlag mit Querwind machen mussten.
Beim Blick in die Gesamtwertung hat es sich für die Klixer jedoch trotzdem gelohnt. Rundenplatz 5 bringt sie auf Gesamtrang 9 nach vorne. Und dort entbrennt der Kampf um die Aufstiegsplätze, denn sie liegen nun punktgleich mit dem HAC Boberg (beide 169 Punkte). Der Abstand zu den Aufstiegsrängen beträgt damit für beide nur noch geringe 5 Punkte und auch die Plätze 5-7 liegen nur einen Wimpernschlag auseinander. Ansbach auf Rang 4 (200 Punkte) ist noch nicht ganz durch, hat aber die besten Chancen sich zu den bereits 3 feststehenden Aufsteigern zu gesellen. Schweinfurt (211) und Oerlinghausen (217) können die führenden Bad Nauheimer (235) noch abfangen, aber auch in Liga 2 kann sich das Titelrennen bereits in der näüchsten Runde entscheiden.
Und dann wird natürlich auch das Wetter wierder mitentscheidend sein. Das wird wohl - wie auch schon die Woche - durch Tiefdruck und Fronten bestimmt. Man darf also weiterhin gespannt sein.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Friday, 09. August 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 09.08.2019 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Die Kaltfront eines von Schottland zur mittleren Nordsee ziehenden Tiefs schwenkt von Nordwesten her über Deutschland hinweg. Sie erstreckt sich als Luftmassengrenze in den Frühstunden von der Ostsee über den Osten Deutschlands bis zum Saarland. Rückseitig wird labile Meereskaltluft in den Norden gelenkt. In der Mitte findet durch überlagerten Luftdruckanstieg in einem Streifen von Nordrhein-Westfalen und Hessen bis nach Brandenburg eine Stabilisierung statt. Der Süden Deutschlands verbleibt zunächst noch im Bereich von wolkenreicher, hochreichend labiler Warmluft, die im Laufe des Tages zunehmend nach Südosten abgedrängt wird, bevor sich auch dort schwacher Hochdruckeinfluss bemerkbar macht.
SONNTAG: Deutschland liegt unter schwachem Hochdruckeinfluss mit trockener und stabiler Schichtung. Mit einer südwestlichen Strömung wird im Laufe des Nachmittags instabile Warmluft herangeführt, die vor allem in der Mitte und im Süden wetterwirksam ist. Auch im unmittelbaren Küstenbereich ist noch eine leicht labile Luftmasse wetterbestimmend.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG im Westen und Nordwesten aufgrund stark böiger Südwestwinde stark zerrissene und somit keine nutzbare Thermik. Von Rügen bis zur Lausitz mäßige bis gute, jedoch auch zerrissene CU-Thermik.
Am SONNTAG im Norden und Nordwesten aufgrund stark böiger Südwestwinde stark zerrissene und somit keine nutzbare Thermik. Im
Süden und Südosten gute CU-Thermik, von Westen am Nachmittag zunehmend durch Abschirmung gedämpft. 
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Im Nordwesten, später auch vom Nordschwarzwald bis zum Fichtelgebirge mäßige bis gute CU-Thermik, jedoch stark zerrissen (um 30 KT in 1500 m AGL). Ansonsten lange abgeschirmt mit meist nur geringen Thermikansätzen.
SONNTAG: Häufig mäßige bis gute, im Bergland überwiegend gute CU-Thermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG Frontpassage. Abgeschirmt und keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG geringe bis mäßige Blauthermik. Thermikbeginn gegen 11 UTC.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

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