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OLC Alps: With six flights over 7,000 kilometers Monday, 20. September 2021 translate news

Gliding in the mountains  is a thing in itself. The OLC therefore has its own scoring for flights in the Alps – as OLC Plus, Speed ​​and as an Alpine League. But it is by no means a competition for pure alpine people. Many holiday pilots were involved in the 2020/21 season.

Almost 2000 pilots took part in the competition for the largest alpine distances. And this time the winning laurels were particularly high, Mathias Schunk from SFZ Königsdorf had made sure of that. With his six competition flights he showed 7061 kilometers! Including a distance of 1643 kilometers and only once did the Königsdorfer stay one kilometer below the 1000 k mark. Mathias Schunk already completed two flights with his Quintus at the beginning of the 2020/2021 OLC season in the October waves of last year.

The decisive long distances were covered in waves and in ridge soaring. Holiday pilots had no chance here. Hermann Eingang achieved the highest cutting speeds with his ASH 31 in ridge soaring and waves and, after his second place in the OLC Alps, relegated Mathias Schunk to second place in the speed scoring. With his starting point in Trieben, Hermann Eingang is also right at home in the middle of the racetrack in the Northern Alps.

OLC Alps competition area. 50 percent of the distances must be flown in this borders.

In the OLC League Alps, the team of SFZ Königsdorf was in the lead again and with a huge lead over the SFG Werdenfels. In 3rd place is the SG Lägern from Switzerland, behind it the AFZ Unterwössen and in 5th place Fayence near the Cote d’Azur, once decreed as a pure starting point for high-altitude flights.

More than one hundred clubs took part in the Alpine League, but only Königsdorf took part in this race that was really systematic. With one exception (lap 12), the teams were always ahead over 15 laps.

South of the main Alpine ridge, the AeC Vol Alpino (6th place) from the cozy grass strip Enemonzo fought his way in front of Verona into the top ten. The best team outside the Alps came from the Dutch. The Glederse Zweefvliegclub from the Terlet gliding center took 23rd place. Four places behind was LSV Straubing, with Philipp Keller providing a boost with a particularly large number of flights from Puimoisson.

Of the top pilots only Yves Gerster (3rd place in the OLC Alps) from Courtelary in the Swiss Jura started really outside the Alps. At the beginning of the season at the end of September 2020 he completed a 940 k from Aosta in waves.

In the summer it were the gliding centers in the French Alps that were brought by the holidays pilots to the fore. Maximilian Schäfer made it to 17th place in the OLC Alps in August with six flights from Puimoisson among almost 2000 participants.

The new season starts on September 21st. For guest pilots, Lienz in East Tyrol, Nötsch in Gailtal and in Switzerland Locarno, perhaps even southern France, will be in demand again in April.

Gerhard Marzinzik


OLC Alps: Mit sechs Flügen über 7000 Kilometer Monday, 20. September 2021 translate news

Gebirgsflug ist eine Sache für sich. Im OLC gibt es deshalb eine eigene Wertung für Flüge in den Alpen – als OLC Plus, Speed und als Alpenliga. Aber es ist keineswegs ein Wettbewerb für reine Älpler. In der Saison 2020/21 mischten viele Urlaubspiloten mit.

Fast 2000 Piloten beteiligten sich am Wettbewerb um die größten Alpenstrecken. Und diesmal hingen die Siegerlorbeeren besonders hoch, dafür hatte Mathias Schunk vom SFZ Königsdorf gesorgt. Er legte mit seinen sechs Wertungsflügen 7061 Kilometer vor! Darunter eine Strecke von 1643 Kilometer und nur einmal blieb der Königsdorfer um einen Kilometer unter der 1000er Marke. Zwei Flüge absolvierte Mathias Schunk mit seinem Quintus zu Beginn der OLC-Saison 2020/2021 in den Oktoberwellen des vergangenen Jahres.

Die entscheidenden großen Distanzen wurden in Wellenaufwinden und im Hangwind zurückgelegt. Hier waren Urlaubspiloten eher chancenlos. Die höchsten Schnittgeschwindigkeiten erzielte denn auch Hermann Eingang mit seiner ASH 31 in Hangwindbändern und Leewellen und verwies nach seinem zweiten Platz im OLC Alps, Mathias Schunk in der Speedwertung auf Platz 2. Mit seinem Startplatz Trieben ist Hermann Eingang auch gleich mitten in der Rennstrecke der Nordalpen zu Hause.

Der Wettbewerbsraum für den OLC Alps, hier müssen mindestens 50 Prozent der Flugstrecke absolviert werden.

Südlich des Alpenhauptkamms kämpfte sich von dem heimeligen Grasplatz Enemonzo der AeC Vol Alpino (Platz 6) unter die besten Zehn. Das beste Team außerhalb der Alpen stellten die Holländer. Der Glederse Zweefvliegclub vom Segelflugzentrum Terlet eroberte sich Platz 23. Vier Plätze dahinter reihte sich der LSV Straubing ein, bei dem Philipp Keller gleich mit besonders vielen Flügen von Puimoisson aus für Schub sorgte.

So richtig außerhalb der Alpen startete von den in der Spitze platzierten Piloten nur Yves Gerster (Platz 3 im OLC Alps) von Courtelary im Schweizer Jura. Zu Beginn der Saison Ende September 2020 absolvierte er ein 940er von Aosta aus in Wellenaufwinden.

Im Sommer waren es dann die Segelflugzentren in den französischen Alpen, die die Urlaubsflieger in den Blickpunkt rückten. Maximilian Schäfer schaffte es im August mit sechs Flügen von Puimoisson aus unter immerhin fast 2000 Teilnehmern auf Platz 17 im OLC Alps.

Am 21. September startet die neue Saison. Für Gastpiloten sind dann im April wieder Lienz in Osttirol, Nötsch im Gailtal und in der Schweiz Locarno vielleicht auch schon Südfrankreich gefragt.

Gerhard Marzinzik


Change club affiliation in time! Sunday, 12. September 2021 translate news

As already announced in March 2021, a club change must be performed before the first flight registration in the next season and then remains unchanged for a whole season. As the new OLC season already starts on 21 September, there is not much time left for the first autumn flights to make this change. For example, if you have moved in the last few months and now want to enter a different home club, or if you want another team to benefit from your flights for the 2022 League season. The corresponding rule is described in the OLC-Plus rules under 1.10.

As already explained in March, it has become apparent that more and more pilots are reporting their weekend flights for one League team or club and during the week for another club. In addition, League entries from pilots who are only in fourth place or worse in their own team, i.e. who are not needed for their own team ranking, but who could, for example, be entered as a third ranking by the neighbouring club and thus save it from possible relegation, have made an unfair contribution to other potential relegation candidates. Since official club affiliation is not checked by the OLC, it can be assumed that this club hopping during the year would be exploited and lead to an unfair distortion of the results of the league and club rankings.

So: It can't hurt to check the participant data in good time before the first flight of the new season.

Your OLC Team


Vereinszugehörigkeit rechtzeitig ändern! Sunday, 12. September 2021 translate news

Wie schon im März 2021 bekannt gegeben, muss ein Vereinswechsel vor der ersten Flugmeldung in der nächsten Saison geändert werden und bleibt dann eine ganze Saison unverändert. Da die neue OLC-Saison schon am 21. September beginnt, bleibt für die ersten Herbstflüge nicht viel Zeit, um diese Änderung durchzuführen. Zum Beispiel, wenn in den letzten Monaten umgezogen und nun ein anderer Heimatverein eingetragen werden soll, oder wenn für die 2022-Liga-Saison ein anderes Team von deinen Flügen profitieren soll. Die zugehörige Regel ist in den OLC-Plus-Regeln unter 1.10 beschrieben.

Wie schon im März begründet, hat sich nämlich gezeigt, dass immer mehr Piloten ihre Wochenendflüge für ein Liga-Team bzw. einen -verein melden und unter der Woche für einen anderen Verein. Zusätzlich haben Ligameldungen von Piloten, die im eigenen Team nur an vierter Stelle oder schlechter stehen, also nicht für die eigene Mannschaftswertung gebraucht werden, aber zum Beispiel beim Nachbarverein als dritte Wertung eingehen können und ihn somit vom eventuell vor dem Abstieg retten könnten, einen unfairen Beitrag gegenüber anderen potenziellen Absteigern geleistet. Da eine offizielle Vereinszugehörigkeit vom OLC nicht geprüft wird, kann man davon ausgehen, dass dieses unterjährige Vereins-Hopping ausgenützt und zu einer unfairen Ergebnisverfälschung der Liga- und Vereinswertungen führen würde.

Also: Es kann nicht schaden, rechtzeitig vor dem ersten Flug in der neuen Saison einmal die OLC-Teilnehmerdaten checken.

Dein OLC-Team


Hochgeschätzt: Die OLC-World-League Tuesday, 07. September 2021 translate news

Mit der erstmaligen Erfindung eines richtigen Team-Wettbewerbes für den Segelflug im Jahre 2001, genannt Segelflug-Bundesliga, gelang dem OLC ein bahnbrechender Schub für die anfänglich 324 teilnehmenden Vereine in Deutschland. Schon zwei Jahre später lag die Reichweite mit 576 Mannschaften bei nahezu 100% Prozent aller Vereine in Deutschland. Es wurde eindeutig mehr und öfter geflogen. Gerade bei nicht so tollem Wetter gingen die Hallentore auf und viele stellten fest, für was so manche Schlechtwetterlage ausreichte. Zusätzlich kamen plötzlich Erfolge für diejenigen, die sich nie zu den Höchstleistern im Streckensegelflug zählten. Von der explosionsartigen Vermehrung der lokalen Presseberichte ganz zu schweigen! Was lag näher, als größer zu denken und den Versuch einer Welt-Liga zu wagen?

Natürlich war man sich klar, dass bestimmte Fluggebiete nie fair mit anderen verglichen werden können. Neue Regeln entwickeln? Wie sollten solch vermutlich komplexen Regeln formuliert und verstanden werden? Deshalb wurde entschieden, sich erst einmal größtmöglich an der inzwischen aufgeteilten Bundesliga zu orientieren. Das hieß, dass durch die Festlegung des gleichen Rundensystems und -zeitraums, praktisch nur Vereine auf der Nordhalbkugel als Teilnehmer in Frage kommen würden. Um die World-League im ersten Jahr 2007 nicht gleich mit den fast 600 inzwischen Liga-erfahrenen deutschen Klubs zu überschwemmen, wurden die deutschen Teilnehmer auf die 30 Erstligisten beschränkt. Immerhin konnten dann doch schon 344 nicht-deutsche Vereine mit ligaoptimierten Flügen registriert werden. Beherrscht wurde die Tabelle am Jahresende von den US-Clubs. Warner Springs Gliders aus Kalifornien durfte sich als erster Weltmeister der neuen World-League eintragen, gefolgt von Albuquerque Soaring und Black Forest Soaring. Auf Platz sechs schloss Porin Ilmailukerho aus Finnland ab, bevor mit der Fliegergruppe Blaubeuren der Deutsche Meister folgte.

 

Siegesfeier in Minden (von links): Uwe Kleinhempel, Nico Bennet, Brad Jackson, Jim Payne, Jackie Payne

Daraufhin war klar, dass die wenigen, aber sehr schnellen Tage über den Rockies nicht immer die zukünftigen Sieger bestimmen dürfen. Man hob jegliche Teilnehmer-Beschränkung auf und alle Vereine der Welt konnten somit in eine Liga losgelassen werden. Das 40-Punkte-System wurde eingeführt, sowie die unbeschränkte Startortmöglichkeit. Schon 2008, im zweiten Jahr der OLC-World-League nahmen fast 1100 Mannschaften teil. Diese Zahl hat sich bis heute in etwa gehalten. Auch zeigte sich, dass nun nicht nur die superschnellen Flüge aus den USA den Ausschlag gaben, sondern dass gerade die Schlechtwetterrunden in Europe die Big Points lieferten. Der Aero-Club Langenselbold durfte sich als Deutscher Meister dann als nächster Weltmeister feiern. Und seitdem wurden die Meistertitel immer nur an Teams aus Deutschland (6 mal) und den USA (9 mal) vergeben. Neben Langenselbold duften sich Blaubeuren (2011), Bayreuth (2015 und 2018), Burgdorf (2016) und Aalen (2017) Weltmeister nennen. Für Aalen und Bayreuth (2 mal) führte dies bei Leserbefragungen der heimischen Zeitungen sogar zur Ernennung als Mannschaft des Jahres – meist gegen etablierte Ballsportarten! Aber auch in Amerika wurden die Meistertitel von den bisherigen (nur) vier Siegern oft hoch gefeiert. Neben Warner Springs (2007) und Hole in the Wall aus Kalifornien (2013) kommt der Rekordsieger aus Albuquerque/New Mexico, nennt sich seit ein paar Jahren Moriarty Soaring und gewann schon fünfmal: 2009, 2010, 2012, 2014 und 2019. Die letzten beiden Jahre dominierte der USA-Gold-League-Sieger Minden Soaring Club aus Nevada, während der dreifache Deutsche Meister, LSV Rinteln sich jeweils mit Platz 2 oder 3 begnügen musste. Immerhin ist doch eine Vize-Weltmeisterschaft auch etwas! Neben Rinteln 2019 und 2021 gelang dies ebenfalls den deutschen Vereinen aus Aalen (2018), Braunschweig (2016), Schwarzwald (2015) und Königsdorf (2010), sowie aus den USA der Soaring Society of Boulder (2020), Moriarty (2017, 2013, 2007), Minden (2014), Hole in the Wall (2012), TSA (2011), Warner Springs Gliders (2009, 2008).

In steigender Anzahl erscheinen aber auch immer mehr Mannschaften aus anderen Ländern in den Top 50. Das Interesse an dieser einzigartigen Club-Weltmeisterschaft, die es in keiner anderen Sportart so gibt, wird immer größer. Der finnische Räyskälä Aero Club kann sich 2021 mit Platz 12 wieder einmal nahe on den Top 10 platzieren. Gleich mehrere Italiener, angeführt vom AeC Pavullo, sind ab Platz 25 zu finden. Weiterhin stehen der Club Cumulus Fuentemilanos/Spanien (2021: Platz 35) und der Romanian Aeroclub (Platz 36) für zukünftige Spitzenplatzierungen bereit. In der Schweiz erreichten die eifrigen Flieger vom SG Knonaueramt 2009 mit Platz 8 ihr bestes Ranking. Österreich wird von SMBC Kirchdorf/Micheldorf angeführt, Niederlande von den Amsterdamsche Zweefvliegen, und der Canadian Rockies Soaring Club sollte erwähnt werden. Vordere Rundenplatzierungen kommen auch vom ALC Lesce/Bled aus Slowenien, ACBA Nogaro/Frankreich, Aeroklub Bielsko Bialski/Poland und Lasham/UK. Nahezu alle europäischen Länder sind inzwischen vertreten. Aber selbst Vereine von der Südhalbkugel beteiligen sich und streben die Top 100 Platzierungen an. Beispiele sind der Piako Gliding Club aus Neuseeland, Kingaroy Soaring Club/Australien und Cape Gliding Club/Südafrika. Nicht zu vergessen, dass in dieser eingleisigen Liga auch immer wieder deutsche Vereinen aus der 2. und der Quali-Liga sehr gute Chancen auf vordere Platzierungen haben. So wird 2021 der Sieger der 2. Liga, AV Pirna, als drittbeste deutsche Mannschaft in der OLC-World-League-Abschlusstabelle auf Platz 5 geführt!

Dass eine vordere Runden- oder Endplatzierung gut in Presse und Medien ausgeschlachtet werden kann, zeigen viele Beispiele von den Vereinen, die gemerkt haben, dass hier einiges an Potential zum Wohle des Segelflugs steckt. Stellvertretend sei hier der Instagram-Auftritt des diesjährigen Sieger gezeigt.

Für alle ambitionierten Liga-Mannschaften lohnt es sich auf jeden Fall, mal in die OLC-World-League zu schauen, sich mit den Regeln vertraut zu machen und 2022 Erfolge neben der OLC-Bundesliga anzustreben, zu feiern und zu verbreiten. Das OLC-Team wird in Zukunft den Fokus auf die World-League etwas verstärken, um der Einzigartigkeit und Attraktivität dieser Liga gerecht zu werden.

Heiko Hertrich


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 15./16.8. (Runde 12) Monday, 17. August 2020 translate news

Blitze Samstag 15.00 UTC
Blitze Sonntag 15.00 UTC
Eine Runde vor dem Ende der Bundesliga-Saison steht fest: Der LSV Rinteln hat seinen Titel verteidigt! Am Ende reichte ein Mittelfeldplatz, um die noch fehlenden Punkte einzufahren. Mimimalismus kann man den Niedersachsen dabei nicht vorwerfen, denn die Wetter-Bedinugngen waren in dieser 12. Runde nicht die Einfachsten.
Samstag:
Es war eine Menge Energie in der Luft: Wie man auf Mitteleuropa-Satellitenbild in der Kombination von sichtbarem Kanal und den Blitzortungen der vorhergehenden Stunde von 15 UTC (17 MESZ) gut erkennen kann, lag ein breiter Streifen von Nordwesten nach Südosten, der angefüllt war mit teils unwetterartigen Schauern und Gewittern.
Nachdem sich die Atmophäre über mehrere Tage immer weiter aufgeheizt hatte, flog buchstäblich zum Wochenende der Deckel vom Topf. Bei sehr windschwachen Bedingungen hatte sich eine flache Tiefdruckrine gebildet, die zunehmend labilisierte. Schon morgens war sie angefüllt mit Feuchte und noch aus der Nacht heraus waren bereits wieder Gewitter unterwegs. Es dauerte nicht lange, bis es in der Rinne wieder anfing zu kochen.
Die störungsfreien - und damit fliegbaren - Bereiche zeigen sich sowohl im Satellitenbild als auch in den Flugspuren: Im Südwesten konnte leichter Hochdruckeinfluss die Luftmassse stabil halten, die zwischenzeitlich kräftigen Quellungen vor allem über Schwarzwald und Alb wurden zum Nachmittag sogar wieder etwas gedeckelt. Homogen zeigte sich der Nordosten: Auch hier deckelte ein Hoch und die nach blauem Beginn enstehenden Cumuli reihten sich im Ostsüdostwind - und brachten damit an diesem Tag in dieser Region die schnellsten Liga-Bedingungen.
Sonntag:
Eigentlich hatte sich an der Lage im Vergleich zum Vortag nicht wesentlich geändert. Von Nordosten her konnte sich die trockenere Luftmasse etwas weiter nach Westen durchsetzen. Die war aber etwas trockener als am Vortag, so dass weniger Cumuli bilden konnten. Auch im Süden war die Luftmasse nun deutlich trockener, mit ähnlichen Konsequenzen wie im Nordosten. In der immer noch breiten Rinne fielen im Laufe der Nacht die Gewitter mehr und mehr in sich zusammen und so begann der Tag - abgesehen von Nebel- und Stratusfeldern im Südosten und Restfeuchte im Nordwesten - erst einmal recht ungestört undvielversprechend. Dann bildeten sich im Laufe des Vormittags mit den Quellungen, die sich im Südostwind zu langen Wolkenstrassen reihten. Die Labilität war aber immer noch latent vorhanden, das zeigt u.a. das Bild von 15 UTC, auf dem sich erneut die Aktivität innnerhalb der Linie offenbart. Aber auch von Westen her wurde es zunehmend labil, da hier von im Bereich einer herannahenden Konvergenz die Gewittertätigkeit ebenfalls zunahm. Betroffen waren vor allem die Bereiche westlich des Rheins, aber auch über dem Schwarzwald waren erste Blitze zu beobachten.
Weiträumig besser als der Vortag und vor allem gut genutzt entlang der Wolkenstrassen - das zeigen auch die Flugspuren - war aber auch das Timing mitentschiedend, die Wertungszeit so optimal zu legen, dass man nicht Gefahr lief, von den Überentwicklungen ausgebremst zu werden oder gar den Rückweg abgeschnitten zu bekommen.
Wer hat was draus gemacht?
Im Vergleich zu den Vorrrunden war diese Runde wenig(er) für die lange Strecke geeignet. Aber hier und an dieser Stelle soll es ja auch um die am Ende "entscheidende" Liga-Runde gehen.
Am Samstag-Abend waren die Wertungslisten noch recht übersichtlich, gerade mal knapp mehr als 200 Flüge wurden insgesamt in den OLC eingestellt. Vor allem der Nordosten stach dabei mit seinen Bedingungen hervor: Rene Rietz & Oliver Schmelzer flogen von Rostock aus den schnellsten Schnitt des Tages unter den Reihungen zwischen Oder, Müritz und Vorpommern - ganz klassisch mit einem Jojo kamen sie aufh´ 138,25km/h (124,98 Punkte). In der Bundesliga konnte sich der FK Brandenburg vorne platzieren, für die Rolf Engelhardt und Matthias Kaese die Schnellsten waren und den zwischenzeitlichen Platz 1 der Rundenwertung sicherstellen konnten. Aber auch im Süden konnte Speed gemacht werden: Simon und Robert Schröder waren von Wörishofen aus südlich der Alb unterwegs und sicherten so die zwischenzeitliche Führung für die Kneippstädter in der 2. Bundesliga.
Und auch in Walldürn wurde geflogen, schliesslich galt es hier, die letzte Chance zu wahren, doch noch als Deutscher Meister die Saison zu beenden. Der zwischenzeitliche - und sicherlich bei den Bedingungen südlich des Odenwaldes hart erkämpfte - 5. Platz wäre mit 16 Punkten belohnt worden. Lohn vor allem auch, weil zu diesem Zeitpunkt Rinteln noch flug- und punktlos war und damit das Rennen noch bis zur letzten Runde offen geblieben wäre. Und selbst für die FG Wolf Hirth wäre noch der Sprung ganz nach oben möglich gewesen.
Aber alles "hätte, wenn und aber" war am Ende Makulatur, denn es stand ja noch der Sonntag an -, und an dem wurde die Wertung nochmal ordentlich aufgemischt.
Dass für die Liga die guten Bedingungen weit über das Land gestreut waren, zeigt das Bild in die Endabrechung dieser Runde: Ganz vorne landete das Team aus Homberg/Ohm, wobei Team auch hier im wörtlichen Sinne gilt, denn letzlich entschied sich erst mit dem dritten Flug, wer ganz vorne landet. Christian Lampert und Felipe Levin waren (früh) unter den Reihungen unterwegs und konnten den größten Teil ihrer Speed mit Rückenwind zwischen Fichtelgebirge und Siegerland (Felipe), bzw. über dem Thüringer Wald (Christian) machen. In der Summe waren beide aber langsamer als die beiden schnellsten Piloten aus Braunschweig: Karsten Bennewitz und Heiko Braden flogen - sogar im engen Team - über der Heide zu insgesamt 271 Speed-Punkten und waren damit rund 10 Punkte schneller als die hessische Konkurrenz. Für die war Simon Briel als Drittter aber im direkten Vergleich deutlich schneller als Holger Scholz aus Braunschweig, so dass sich am Ende die Hessen den Platz 1 in dieser Runde erfliegen konnten.
Und auch im Nordosten waren am Sonntag die Bedingungen nochmals gut. Unter den Wolken, die von der Müritz bis an die Ostsee standen, waren es wieder Rolf Engelhardt und Matthias Kaese, die das Ergebnis für die Brandenburger nach oben schrauben, und so am Ende Rundenplatz 3 sichern konnten. Eine Besonderheit dürfte es für beide gewesen sein, dass sie - nachdem sie im Rückenwind ihre Speed bis an die Küste gemacht hatten -, dort im ablandigen Wind über der See den ersten Heimflug-Bart kurbeln konnten.
Schnellster - im Bezug auf die Speed-Punkte war Eric Schneider, der von Lager hammelburg mit der OLC LS8-neo 147,03 Punkte (155,986km/h) erflog.
Die Liga-Spitze sicherte sich am Ende aber dann doch der LSV Rinteln: Zwar konnte sich im Vergleich zum Vortag auch Walldürn nochmal verbessern, die 12 Punkte für Rang 9 reichten aber nicht aus, Rinteln nochmal zu gefährden, die selber als 15. dieser Runde abschlossen und so eine Runde vor dem Ende uneinholbar vorne liegen (169 Punkte). An dieser Stelle vorab schonmal "Herzlichen Glückwunsch an den alten und neuen Deutschen Meister!". Walldürn behält Rang 2 (140 Punkte), während die FG Wolf Hirth den AC Bamberg vorbeiziehen lassen muss. Es bleibt aber mehr als knapp, denn beide haben 136 Punkte und die Franken liegen nur wegen der einen Hauch besseren Gesamtspeed vorne.
In Liga 2 flog sich der LV Altkreis Isenhagen (371 Speed-Punkte) ganz nach vorne, gefolgt von der LSG Fallersleben (360 Speed-Punkte). Auf Rang 3 folgt mit dem ASC Weiden (351) der erste Verein aus dem Süden, während Bad Wörishofen (321) nach der zwischenzeitlichen Führung am Samstag auf Rundenplatz 4 durchgereicht wird. Vor allem für die beiden Nord-Vereine war die gute Rundenplatzierung mehr als wichtig: Fallersleben kann sich von Rang 12 auf Rang 7 verbessern und steht damit nun auf einem Aufstiegsplatz. Auch Isenhagen macht einen deutlichen Sprung nach vorne und kann damit den Klassenerhalt (fast) sichern. Das Rennen um die Auf- und gegen die Abstiegsplätze bleibt also noch bis in die letzte Runde spannend!
Spannend macht es auch das Wetter: Nach einem erneuten kurzen Hochssommer- und Warmluftintermezzo zur Wochenmitte lassen die ersten Prognosen zur letzten Runde nochmal einen Trog durchziehen - man darf also gespannt sein, wo sich die Wetterfenster am Ende hinlegen - und wer dann was draus macht ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland

ACHTUNG: Mit der nächsten 13. Runde am 22./23.8. endet die Liga-Saison 2020.
Ein Liga-Finale in Poppenhausen Anfang Oktober wird es aus den bekannten Gründen nicht geben.
Alle Sieger erhalten aber neu designte Urkunden, auf denen alle Deutschen Meister der jeweiligen Jahre vermerkt sind, zum Verbleib!
Eines steht fest: Trotz der Corona bedingten Verkürzung auf 13 Runden war es eine vollwertige und grandiose Liga-Saison 2020!
Ein großer Dank geht vor allem an Bernd Fischer von TopMeteo für sein hochqualifiziertes Reporting - in der Segelflug-Welt ist das einmalig!
OLC

 


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 14. August 2020 translate news

herausgegeben am 14.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich eine schwach ausgeprägte Tiefdruckrinne von NRW bis nach Ostsachen. Dabei ist weiterhin eine feuchtwarme und hochreichend labil geschichtete Luft wetterbestimmend, sodass es zu hochreichender Konvektion kommen kann. Im Norden und Nordosten wird hingegen mit östlicher Strömung trockenere Luft herangeführt. Am Abend sickert von Südwesten in höheren Atmosphärenschichten trockenere Luft ein und es kommt zu einer leichten Wetterberuhigung. In der Nacht zum Sonntag kann sich vor allem im Norden, sowie im Süden Deutschlands örtlich eine feuchte Grundschicht ausbilden.
Am SONNTAG liegt der Vorhersagebereich weiterhin zwischen schwachen Druckgegensätzen. Dabei fließt in den Nordosten trockene Festlandluft, während in den restlichen Gebieten weiterhin labil geschichtete Luft wetterbestimmend bleibt. Besonders im Nordwesten ist die Luft feuchter, sodass sich hier hochreichende Konvektion ausbilden kann.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann etwa nördlich einer Linie Meppen-Schwedt mit mäßiger bis guter CU-Thermik gerechnet werden. Ansonsten ist die Thermik aufgrund von Abschirmung und kräftigen Überentwicklungen kaum nutzbar.
Am SONNTAG im Norden und Nordosten meist gute bis sehr gute Blauthermik mit Arbeitshöhen von 2000-2300 m. Ansonsten im Süden und Südwesten des Bereichs aufgrund von Abschirmung und Überentwicklungen kaum nutzbar Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich aufgrund von abschirmender Bewölkung, sowie darin eingelagerten Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik entwickeln. Allenfalls im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb kann sich am Nachmittag mäßige, selten gute Wolkenthermik entwickeln.
Am SONNTAG ist südlich einer Linie vom Hunsrück bis zur Lausitz mit mäßiger bis guter CU-Thermik zu rechnen. Überentwicklungen sind vor allem im Bergland nicht ausgeschlossen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG wegen Überentwicklungen und vor allem nach Osten hin auch durch Abschirmungen oftmals keine nutzbare Thermik. Örtlich nach Südwesten zu geringe bis mäßige Wolkenthermik.
Am SONNTAG mäßige Blauthermik, örtlich gezeichnet. Am Nachmittag über den Alpen und dem Bayerischen Wald einzelne Überentwicklungen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


U25: Der Thüringer Wald brennt Wednesday, 12. August 2020 translate news

In Runde 10 haben es lediglich 5 Vereine geschafft einen zweiten Piloten in die Wertung zu bringen. Erneut punktete Tobi Pachowsky auf einem Discus 2 mit 126,30 Speed Punkten. Zusammen mit seinem Vereinskameraden Max Böswald mit 111,58 Punkten holten sie sich den Rundesieg und somit 50 Punkte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der AC Lichtenfels und die FG Oerlinghausen. Eric Schneider mit der FSG Hammelburg ließ sich mit Platz 6 dank seines Vereinskameraden Andres Heil die Tabellenführung nicht wegnehmen, wenn sie nach Runde 10 auch nur noch 2 Punkte vor Oerlinghausen betrug.
In Runde 11 packte Eric seine von Ralph Bürklin gestiftete LS 8 neo voll mit 150 Liter Wasserballast und machte sich auf den Weg in den Pfälzer Wald. Vor lauter Euphorie vergaß er sein Handy und Getränk neben dem Flieger. So musste das maximale aus der Kiste geholt werden. Nach dem Schlepp ging es gleich mal auf 1500 m agl, was ihn schnell über die Wasserkuppe Richtung Eisenach fliegen ließ. Danach ging es 2 h im Jojo den Thüringer Wald, den er in einem Höhenband zwischen 2000m und 2500 m entlang flog. Dass er das Wasser in den Flügeln nicht vergessen hatte darüber war Eric froh, denn so konnte er die LS 8 neo perfekt im hohen Geschwindigkeitsbereich fliegen. Mit einer Speed von 147,41 km/h über die Wertungsdauer holte er sich 139,07 Ligapunkte und setzte sich somit mit seinem Vereinskameraden Peter Wagner, der auf der Nord/Südachse mit 107,48 Punkten unterwegs war, den Rundensieg. Der Flug von Eric war an diesem Tag Europaweit der Schnellste im OLC und zeigt, dass die Förderung junger Talente wie Eric gut ausgewählt wurde.
Auf Platz zwei folgt in dieser Runde der AC Lichtenfels, für den Philipp Lauer mit 134,43 Punkten im Thüringer Wald zusammen mit seinem Vereinskameraden Dominik Biesenecker (108,78 Punkten) unterwegs war. Philipp hatte die geförderte LS 8 neo im Jahre 2019 zur Verfügung gestellt bekommen und damit tolle Flüge gemacht. Auch die drittplatzierten Junioren vom FSC Walldürn hatten bei der Fluglagerwahl Glück, denn mit dem Startplatz Erbendorf Schweißloh hatten sie die beste Ausgangslage, um den Thüringer Wald zu rocken. Dabei holten Silas Horn 133,32 Punkte für den FSC und Wolfgang Kapferer 101,49 Punkte.
In der Tabelle setzt sich die FSG Hammelburg mittlerweile mit 492 Punkten weiter vor der FG Oerlinghausen ab und hat immerhin neun Punkte Vorsprung. Auf Platz Drei folgt der Vorjahressieger Königsdorf mit 423 Punkten. So bleibt es die letzten Runden noch spannend, auch um die Bewerbungen für die LS 8 neo.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Die Speedstrecke von Eric Schneider
FSG Hammelburg, seit 4 Runden
unangefochtener Tabellenführer.
Zu verschiedensten Zeiten
von verschiedenen Plätzen aus
aber auf der selben Strecke unterwegs.

 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 08./09.8. (Runde 11) Monday, 10. August 2020 translate news

Beim Einbiegen auf die Zielgerade sorgt das Wetter für Sprintbedingungen ...
Samstag:
Ich denke, die Flugspuren vom Samstag haben einen gewissen Seltenheitswert, denn sie zeigen die ungewöhnliche Weiträumigkeit der fliegbaren Wetterbedingungen. Auch wenn die Bedingungen natürlich nicht überall gleich gut und gleich schnell waren, war es ein Tag, an dem Flüge vom hohen Norden bis in die Alpen und von der Eifel bis in den Oderbruch den Eingang in die Wertung gefunden haben. Darüber hinaus fällt natürlich auch ins Auge, dass die schnellen Linien, seien es die Kämme der Mittelgebirge zwischen Harz und Alb, Rothaar und Bayerischem Wald aber auch über dem Fläming, deutlich hervortreten.
Grund dafür war eine sich über tage aufbauende Lage. Unter leichtem Hochdruckeinfluss konnte sich die bereits warme Luftmasse immer weiter erwärmen. In den Vortagen noch vielfach blau floss rechtzeitig zum Wochenende etwas mehr Feuchte mit der schwachen südöstlichen Strömung herein. Verbreitet cumulierte es wieder, wie das Setellitenbild von 12UTC (14 MESZ) zeigt, und das vor allem östlich der Weser und über den zentralen und südöstlichen Mittelgebirgen.
Nur über dem Süden - die Kämme von Alb und Schwarzwald meist eingeschlossen - sowie im Nordwesten, wo die Warmluft zäh war und später Cirren aufzogen, war die vorherrschende Himmelsfarbe blau.
Sonntag:
Der Sonntag war dann eher dreigeteilt: Am stärksten fallen im Satellitenbild von 12 UTC natürlich die starken Entwicklungen zwischen den westlichen Mittelgebirgen und der Oder auf. Dort, wo es nicht aus den Überentwicklungen schauerte, deckten die auswehenden Cirrenschirme ab und störten die Einstrahlung (und damit auch die Thermk) nachhaltig. Zwischen Altmark und Lausitz lag aber zumindest noch eine länger anhaltende Lücke, bevor es auch hier zunehemd abgeschirmt war. Auch über den Norden zogen immer wieder Abschirmungen und die darunter liegende trockenwarme Luft brachte kaum mäßige Blauthermik zustande.
In der Südhälfte dagegen war es nochmals störungsfrei fliegbar, wobei sich im Vergleich zum Vortag ein paar mehr Cumuli zeigen konnten.
Die Flugspuren geben die Wetterbedingungen gut wieder: Der Schwerpunkt lag natürlich im Süden und dort vor allem über den Kämmen, aber auch im Nordosten waren die Linien südlich von Berlin gut frequentiert.
Wer hat was draus gemacht?
Der Blick in die reine Wertung des Speed-OLC offenbart, was die Wetterbedingungen vermuten liessen: Der Samstag war nicht nur in der Masse, sondern auch in der Spitze der schnellere der beiden Tage. Was aber auffällt - und das klang ja auch bereits an - ist bei aller Dichte in der Spitze auch die Verteilung der genutzten Wetterräume. Im Unterschied zur Vorwoche, wo sich das Geschehen im wesentlichen entlang des Thüringer Waldes und Frankenwaldes abspielte, sind die schnellen Linien dieses mal weit verteilt. Und das Wetter war darüber hinaus homogen und lang anhaltend genug, dass man auch die Option hatte, zu diesen Linien zu fliegen. Nach Speed-Punkten schnellster war Eric Schneider (FSG Hammelburg), der von Lager Hammelburg aus nordwärts über die Rhön an den Thüringer Wald flog und dort im Jojo die Liga-Speed vollendete. 147km/h münzte er indexbereinigt in 139 Punkte um. Auf Platz 2 folgt Michael Petzold (SFV Mannheim), der von Eisenhüttenstadt aus östlich von Frankfurt/Oder über den polnischen Wäldern unterwegs war, gemeinsam mit Andreas Kühl (FSV Eisenhüttenstadt). Andreas ist damit nach Punkten der schnellste Liga-Pilot (2. Liga), knapp vor Alex Müller (LSG Bayreuth), der auf Rang 4 folgt, der damit der schnellste Pilot der 1. Bundesliga war. Alex wa gleichzeitig auch Schnellster, was die absolute Speed angeht. Er hatte die Rennstrecke gleich vor der Haustüre liegen und erreichte dort absolute 163.61km/h, auch weil er es schaffte innnerhalb der Wertungszeit nur 3x zu kurbeln, und das dann mit einen durchschnittlichen Steigen von etwas über 3m/s.
Aber die Liga ist nun auch Teamsport und da schaffen es in der 1. Bundesliga gleich 2 "Teams" ganz nach vorne. So wie von Eisenhüttenstadt aus Michael und Andreas waren von Bad Nauheim aus Karsten Leucker und Lorenz Dierschke ebenfalls gemeinsam unterwegs - zumindest während der Liga-Wertungszeit. Für ihre Speed nahmen sie den Rothaarstrang mit, um nach einem langen Sprung nach Südosten auch noch den Thüringer Wald abzureiten. 135 und 134 Speed-Punkte bringen den AC Bad Nauheim ganz nach vorne, auch weil Hans-Jürgen Gelsebach& Thomas Liebert mit 131 Punkten kaum langsamer waren, auch wenn sie ihr Flugweg erst ins Bergische Land und dann zurück über Sauer- und Siegerland führte - der schwache Wind machte auch diese Streckenwahl möglich. Mit 401,16 Punkten gewinnen die Hessen damit diese Runde, das aber nur mit einen knappen Vorsprung von weniger als 4 Punkten (und damit weniger als 1%) vor dem AC Lichtenfels. Auch hier war die Top-Speed ein Ergebnis enger Teamarbeit, diesmal von Gerd Peter und Philipp Lauer, die beide 134 Punkte für den AC Lichtenfels beisteuerten. Dritter war Jan Kretzschmar (129 Punkte), der vom Feuerstein aus im Rahmen des Frankensprints ebenfalls über dem Thüringer Wald unterwegs war.
Und auch der Rundensieg in der 2. Liga geht nach Hessen: Angeführt von Jens & Markus Konopka fliegt der LSV Hofgeismar allen davon. Von Sontra aus gestartet hätte man eiggentlich denken können, sie machen ihre Speed direkt über dem Thüringer Wald. Dort flogen sie zwar auch zum Beginn und Ende ihres Fluges, die schnellsten Abschnitte lagen dann aber über dem Rothaar bis hinunter in den Westerwald. Johannes Bick und Kai Wicke, die vom heimischen Dingel aus unterwegs waren, machten ihre Speed wiederum über dem Thüringer Wald ...
Ihre 375 Punkte bedeuten am Ende gute 20 Punkte Vorsprung vor Aachen, die - auch wegen temporärer Heimatlosigkeit - von der Dahlemer Binz udn vom Feuerstein aus unterwegs waren.
Hofgeismar hat damit zwei Runden vor dem Ende den Aufstieg in die Bundesliga fix gemacht. Mit 142 Punkten liegen sie auf Rang 2 hinter der weiter führenden FLG Blaubeuren (150 Punkte) und können nicht mehr unter Rang 7 abrutschen. Dahinter bleibt es weiter eng, was auch für den Kampf gegen den Abstieg gilt. In der Bundesliga gibt es hinter der Spitze weiter Verschiebungen. Walldürn profitiert wieder von der guten Ausgangslage im Ferienlager in Erbendorf und fliegt in dieser Runde auf Rang 5 und verdrängt damit die FG Wolf Hirth vom Gesamtrang 2. Und auch Bamberg profitiert von der guten Ausgangslage, während Winzeln das Nachsehen hat. Rundenplatz 3 bringt die Franken nach vorne bis auf Gesamtrang 4. Unangefochtener Spitzenreiter ist und bleibt aber Rinteln. Weiter konstant im oberen Drittel fliegend verteidigen sie die Führung nicht nur, sondern können sie sogar noch ausbauen: 35 Punkte Vorsprung bedeuten, dass sie aus den verbleibenden 2 Runden nur noch 6 Punkte brauchen, um ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.
Mal sehen, wer nach der anhaltend hochsommerlichen Woche mit der Wärme in der kommenden Runde ab besten umzugehen weiß...
 
Bernd Fischer
 
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Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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LSG Bayreuth Zweiter bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres Sunday, 09. August 2020 translate news

Die Kür der Mannschaft des Jahres 2019 in Bayreuth war coronabedingt ungewöhnlich: Zweimal wurde der Ball des Sports verschoben und wurde vom Sportkuratorium schließlich zu einem "virtuellen Ball" inklusive DJ für das Tanzen daheim, umgestaltet. Zwischenzeitlich war bereits durchgesickert, dass die Mannschaften von Haspo Bayreuth (Handball), Luftsportgemeinschaft (Segelfliegen) und Bayreuth Tigers (Eishockey) im Televoting des Nordbayerischen Kuriers nur wenige Stimmen auseinander lagen. Laut Meldung der Zeitung trennten nur sechs Stimmen den Ersten vom Zweiten und dreizehn Stimmen den Zweiten vom Dritten. Aber welches Team, welchen Platz errungen hat, sollte bis zum Ball geheim bleiben.
Die Segelflieger gingen als Titelverteidiger in dieses Rennen, nachdem sie bereits für das Jahr 2018 und zuvor auch schon für 2015 Mannschaft des Jahres waren. Beiden Malen ging dem allerdings der Gewinn von Bundes- und Weltliga voraus. 2019 wurden die Piloten vom Bindlacher Berg "nur" dritter bundesweit und vierter weltweit.
Alle drei Mannschaften durften sich auf dem Ball per Video präsentieren, so haben auch die Segelflieger eine Videobotschaft präsentiert, doch die Spannung blieb: Wer gewinnt?
Unumstritten und bereits bekannt war, dass Anne Haug, Ironman-Siegerin aus Bayreuth, Sportlerin des Jahres 2019 würde. Angesichts ihrer überragenden Leistung auf Hawaii wurde im Sportkuratorium vermutlich nicht lange über Alternativen diskutiert.
So saßen die LSG-Mitglieder gespannt vor ihren Rechnern, als nacheinander und immer wieder unterbrochen von Musikeinlagen die Mannschaften des Jahres gezeigt wurden: Platz drei für die Tigers, Platz zwei für die Segelflieger und Platz eins für das Handballteam von HaSpo, das 2019 den Aufstieg in die Bayernliga (und inzwischen in die 3. Liga) geschafft hat. Herzlichen Glückwunsch an die Kollegen vom Handball!
Auch wenn es für die LSG also offenbar um sechs Stimmen nicht zur Titelverteidigung gereicht hat, war es doch erfreulich zu sehen, dass wir genug Fans haben, um selbst bei einem Televoting gegen die Publikumssportarten bestehen zu können! Großen Anteil daran haben sicherlich die Fliegerkameraden aus ganz Deutschland, die nach dem Aufruf im OLC-Magazin für uns gestimmt haben. Vielen Dank an Euch!
 
Daniel Große Verspohl
 

DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 07. August 2020 translate news

herausgegeben am 07.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG gestaltet sich die Wetterlage bei heißer und trockener Luft unter Hochdruckeinfluss hochsommerlich. Lediglich in Vorpommern sowie im Alpenraum können hitzebedingt lokale konvektive Umlagerungen entstehen.
Am SONNTAG hält die Hitzeperiode weiter an. Abgesehen vom Osten Deutschlands bleibt trockene Luft wetterbestimmend. Dort hingegen sorgt leichter Tiefdruckeinfluss weiterhin für eine örtliche Gewitterneigung.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann sich mäßige bis gute, über dem Bergland auch sehr gute Thermik entwickeln, vielfach Blau mit Arbeitshöhen um 2000 m, nach Nordosten örtlich auch Cumulusthermik, in Vorpommern vereinzelt durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG kann sich mäßige bis gute, über dem Bergland auch sehr gute Thermik entwickeln, vielfach Blau mit Arbeitshöhen zwischen 1500 und 1800 m, im äußersten Osten und über dem Bergland teils Cumulusthermik, hier jedoch ab dem Nachmittag durch einzelne
Überentwicklungen gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG oft gute Blauthermik mit Arbeitshöhen um FL060-070, stellenweise auch gezeichnet.
Am SONNTAG in zunehmend feuchterer Luft mäßige bis gute Blauthermik mit örtlichen Zeichnungen. Im Bergland und im Nordosten
gegen Abend zunehmendes Risiko für Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG und SONNTAG mäßige bis gute Blauthermik, lokal durch CUs gekennzeichnet. Im Bergland oft gute bis sehr gute Wolkenthermik, am Montag eventuell durch einzelne Überentwicklungen gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.


 


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