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Saturday, 08. May 2021 Speed, Speed, Speed translate news

Ab nächstem Wochenende heißt es wieder: Wer schafft die schnellsten zweieinhalb Stunden? Oder besser: Welches Dreier-Team eines Vereins? Nach kurzer Corona-Verzögerung und jetzt hoffentlich gut trainierten Piloten startet die Segelflug-Bundesliga in die Saison 2021.

Ist dein Club auch Liga orientiert? Die zwei großen S, Speed und Spannung, werden dann für 15 Wochenend-Runden das Clubleben

Wer kann im Oktober so jubeln wie hier die Rintelner bei der  Bundesliga-Sieger-Feier 2019?  
Foto: Stefan Harries

bestimmen. Aufgabe wird sein, drei Piloten ganz nach vorn zu bringen, jeder sollte in zweieinhalb Stunden während eines Fluges eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen. Zum Pilotenkönnen ist dann auch Teamgeist gefragt, schließlich geht es in der Liga-Wertung um die Vereinsleistung. Da sind alle Streckenflieger gefordert, die Junioren in ihrer eigenen U25-Wertung mit zwei Piloten. Also alle schon mal eingestimmt? Die Unterstützung im Vereinsumfeld organisiert, sattelfest in den Regeln, fit in ihrer Anwendung für die Flugtaktik? Nach den Flügen kann man dann an den Sonntagabenden der Auswertung entgegenfiebern.

Mit der Meldung der Flüge im OLC nimmt man automatisch teil. Einsteiger-Vereine fliegen in der Liga ihres Bundeslandes, der Quali-Liga und die Qualifizierten in der zweiten Liga beziehungsweise der Bundesliga.

Wir hoffen, dass die Zeit seit Lockerung der Corona-Einschränkungen gereicht hat, damit auch alle Ligapiloten ihre obligatorischen Überprüfungs- und Gewöhnungsflüge und noch etwas Speedtraining absolvieren konnten.

Wir wünschen allen Mannschaften schöne und schnelle Flüge.

Euer OLC-Team:

Gerd Peter Lauer
AC Lichtenfels

 
Heiko Hertrich
LSC Bayreuth

 
Gerhard Marzinzik
LSV Neuwied

 
Martin Petz
LSV Papenburg

 

 


Wednesday, 05. May 2021 Laura Stern: Unter den Rookies gleich der Star translate news

Sie ist der Star der neuen Rookie-Wertung im OLC und heißt auch gleich so: Laura Stern. Seit Wochen führt die 24-jährige Studentin die Rookie-Wertung auf der Deutschland- und Europa-Ebene an. Sie fliegt alles mit Begeisterung, was die FLG Lahr in Altdorf hergibt. Schon 21 Flüge hat die Streckenflug-Einsteigerin in dieser OLC-Saison gemeldet. Ihre großen Flüge absolvierte sie mit der LS4 und der neu in den Club gekommenen LS1-f. Im Interview erklärt Laura ihren Aufstieg.

OLC: In der neuen Saison hast du schon über 20 Flüge gemeldet. In der FLG Lahr bist du in einer streckenflugbegeisterten Gruppe aufgewachsen und so angeleitet worden?

Laura: Wir haben in der FLG Lahr viele motivierte Streckenflieger, die nehmen uns Einsteiger mit, geben Tipps. Das ist richtig gut.

OLC: Des Öfteren bist du mit Wolfgang Wagner für längere Zeitabschnitte zusammengeflogen. Er coacht dich?

Laura: Genau. Wir hatten jetzt einen Flug, da hatte ich eine recht gute Durchschnittsgeschwindigkeit. Da hat er mich angeleitet, einfach mal mehr geradeaus zu fliegen. Das hat richtig gut funktioniert. Und das motiviert dann noch mehr.

OLC: Was waren das für Schlüsselmomente, in denen du von erfahreneren Piloten fürs Streckenfliegen profitiert hast?

Laura: Dieses Jahr hatte ich einen Flug mit der ASK 13 mit Benjamin Matthiß. Ich wäre da schon lange wieder umgedreht Richtung Platz. Benny hat aber gemeint: „Nee, nee, es ist alles sicher. Die Wolken sehen gut aus. Und dahinten könnten wir auch landen.“ Das hat mir mega geholfen, entspannter zu fliegen.

Es gab viele kleinere Lernmomente mit Wolfgang, wo ich ihm mal eine Zeitlang hinterhergeflogen bin. Da konnte ich mir zum Beispiel überlegen, warum fliegt er die Wolke so und nicht anders an. Man nimmt bei so etwas viel mehr mit, als einem dabei bewusst ist.

OLC: Du gehst jetzt im Einsitzer auf Strecke. 2019 hast du mal einen größeren Trainingsflug mit Ingo Wünsch mit der DG 500 gemacht.

Laura: Ja, Ingo ist Fluglehrer und ein guter Streckenflieger. Nach solch einem Trainingsflug fällt es dann schon leichter allein zu fliegen, überhaupt mal vom Platz wegzufliegen.

OLC: Heute fliegst du nach kurzem Training schon beachtliche Strecken. Wie bist du überhaupt zum Segelflug gekommen? Familiär bist du ja nicht vorbelastet.

Laura: Ich bin durch meinen Freund zum Fliegen gekommen. Der hat den Segelflugsport doch recht intensiv ausgelebt. Am Anfang konnte ich das nicht ganz verstehen – jedenfalls nicht, bis ich dann selbst geflogen bin. Ich war neugierig und habe mir angesehen, was daran so toll ist. Ja, und seitdem bin ich auch dabei.

OLC: Von den Vereinsflugzeugen fliegst du mal LS1-f, mal LS4. Das was gerade zur Verfügung steht?

Laura: Ja, auch gerne mal die Ka 8. Die LS1-f haben wir relativ neu im Verein, damit kann man gut mit der LS4 zusammenfliegen.

OLC: Findest du als Streckenflugeinsteigerin auch theoretisch Unterstützung bei der Planung und Nachbesprechung der Flüge?

Laura: Organisiert in einem Theorieunterricht haben wir das im Verein nicht. Aber wenn jemand Interesse hat, weiß er, an wen er sich wenden kann, und bekommt dann seine Infos für die Planung oder Erklärungen.

OLC: Du nutzt heute auch gute Tage unter der Woche. Das kannst du dir so einrichten, was machst du beruflich?

Laura: Ich bin jetzt Masterstudentin der Medizintechnik in Offenburg und arbeite nebenher als Werkstudentin. Damit habe ich genügend Zeit und kann mir das Fliegen so auch finanziell leisten.

OLC: Bist du auch an zentralen Wettbewerben interessiert? Wird so etwas in der Gruppe gefördert?

Laura: Ja, das wird in der FLG Lahr unterstützt. Man kann dafür auch die Flugzeuge mitnehmen. Ich hatte auch Interesse, in diesem Jahr an einem zentralen Wettbewerb teilzunehmen, aber mit Corona ist die Planung sehr unsicher. Ich warte damit jetzt lieber bis nächstes Jahr.

OLC: Jetzt liegt dein Augenmerk darauf, deine Führungsposition bei den Rookies zu verteidigen?

Laura: Na klar.

OLC: Hat die Rookie-Wertung für dich und im Verein noch einmal Schub für den Streckenflug gegeben?

Laura: Auf jeden Fall. Vereinsintern führen wir eine kleine Statistik, in der die Rookie-Wertung auch eine Rolle spielt. Das ist vom OLC eine richtig gute Unterstützung. Das motiviert richtig, wenn man sich mit Piloten vergleichen kann, die relativ frisch dabei sind.

OLC: Was noch kommt, ist die Rookie-Tageswertung. Da hat dann jeder Streckenflugeinsteiger die Möglichkeit, sich mal ganz vorn zu platzieren.

Laura: Das wäre sehr interessant. Eine Tageswertung wäre echt cool.

OLC: Etwas von deinen Flügen kann man auch auf Youtube miterleben.

Laura: Ja, das Video hat Wolfgang gemacht, als er mich gecoacht hat. Er hat da festgehalten, welche Tipps er mir gegeben hat.

OLC: Und jetzt bist du schon selbst Vorbild im Verein für andere, die gerade in den Streckenflug einsteigen?

Laura: Ein bisschen vielleicht schon. Streckentechnisch sind im Verein jedenfalls alle sehr motiviert.

Das Interview führte Gerhard Marzinzik

Laura Stern mit der LS4 auf Strecke. Einfach geradeaus unter den Wolken. Laura mal im Doppelsitzer hinten. Zu zweit mit Coach Wolfgang in der LS4.

 


Tuesday, 04. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 01./02.05.2021 translate news

Wetterlagen im April und Mai sind häufig noch von Tiefdruckgebieten und vor allem Kaltluft dominiert - gerade der vergangene Monat zeigte das ja eindrucksvoll, gleiches galt aber auch für das erste Mai-Wochenende. Das eröffnet aber immer Chance, dass sich ein Sonnenstand wie im August mit einer langen Themikdauer kombiniert. Die Sache mit dem Tief kombiniert sich aber auch immer gerne mit Fronten und Feuchte - auch da machen der Samstag/Sonntag keine Ausnahme. Allein der Blick in die Flugspuren zeigt, dass die Sonnenseite (aber mit Ausbreitungen!) vor allem im Westen und Nordwesten beheimatet war, im Rest aber die Bedingungen - wenn überhaupt - nicht immer einfach waren.
Samstag/Sonntag:
Rückseitig des kleinen Tiefs über der Nordsee floss die Kaltluft vor allem in den Norden und Westen, während der weite der Bogen der Front vor allem jenseits der Elbe und vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge zu erkennen ist. Zwischen dem Cirrenschirm (hellblau schattiert) von der Pfalz bis in die Altmark und den Ausbreitungen, die von der Nordsee her aufkamen, war das Wetterfenster nur klein. Man musste schon etwas zirkeln, um dort auch weitere Flüge unterzubringen.
Auch der Sonntag zeigt ein ganz ähnliches Bild: Das Tief drehte nun über Dänemark, rückseitig riss die Zufuhr kalter, aber weiterhin feuchter Luft nicht ab, was erneut zu zahlreichen Ausbreitungen führt. Wetterraume entwickeln sich dabei - manchmal "pumpend" im Tagesgang. Während beispielsweise der Niederrhein nach tollem Beginn im Tagesverlauf immer mehr zuging, konnte der Bereich zwischen Saarland bis ins Fränkische hinein profitieren. Weil es die Feuchte nicht komplett über die vorgelagerten Mittelgebirge schaffte, wurden die Bedingungen hier im Verlauf besser und weiträumiger.
Wer hat was draus gemacht?
Die besten Wetterräume zeigen dann auch die Flugspuren sehr deutlich:
Am Samstag wurde vor allem die Lücke im (Nord-)Westen genutzt, die "Platzrunde" um Düsseldorf gehörte dabei zu den an meisten frequentierten Linien. Aber auch die Strecken in Richtung Süden über die Eifel hinweg, wo es im Tagesverlauf dann besser wurde, zeigen sich deutlich in den Spuren.
Sonntag war es dann vor allem der offene Bereich zwischen Saar und Regnitz, der zum einen die schnellsten Strecken(-abschnitte) brachte, aber auch häufig Teil der langen Strecke war 2 der 3 weitesten Flüge am Samstag nahmen ihren Anfang in Grefrath. Holger Linnatz sowie Stephan Ripp & Hans-Theo Deckers wählten jeweils den Weg Richtung Münsterland. Ihre Flüge waren als Jojo angelegt, wobei erst die zweite Runde dann bis an den Teuto bzw. ans Wiehengebirge ausgedehnt werden konnte. Das Wetter musste erst noch bis dahin aufmachen. Auffällig am Flug von Stephan und Hans-Theo ist der erste Schenkel, der zwar bei niedriger Basis aber mit einer sehr hohen effektiven Gleitzahl ablief. Gab es da nicht diese Wetterregel: "geringe Basis - geringe Abstände"
Von den Kilometern etwas zwar weniger, aber deutlich flächiger war Wilfreid Großkinsky unterwegs. Aus der Eifel heraus ging es erst in Richtung Niederrhein und dann durch den Korridor zwischen Köln/Bonn und Düsseldorf bis ins Hochsauerland. Auch wenn die Kraftwerke offenbar nicht ganz Wilfrieds Erwartungen erfüllten (eigentlich sind die ja bei Kaltluft gut), brachte die Eifel zum Spätnachmittag/Abend noch eine Konvergenz mit der er die Wertungsstrecke flächig aufziehen konnte und ein spätes Wertungsende um 20:01 MESZ ermöglichte.
Der Sonntag war dann aber nochmal besser, das gilt sowohl für die Speed-Wertung als auch für die weite Strecke.
Die bereits erwähnte Lücke im Süden war dabei der Schnellmacher für eine Vielzahl der Flüge, die sich in der Speed-Wertung ganz weit oben finden. Norbert Kreis legt dabei die höchste absolute Beschwindigkeit vor (133,35km/h). Die Wertungszeit begann für ihn an der Saar und der Kurs führte ihn geradewegs bis ans Maindreieck und von dort wieder zurück bis kurz vor Heidelberg. Auf einem sehr ähnlichen Kurs war auch Matthias Arnold unterwegs, allerdings eine gute halbe Stunde später. Damit konnte er auch den sich ausdehnenden Wetterraum weiter nach Osten ausfliegen - und dabei auch etwas länger die Rückenwindkomponente nutzen. Er wendete bei Bamberg und geflogene 129,66km/h gingen in die Wertung ein. So konnte sich Matthias indexbereinigt vor Norbert platzieren und den punktbesten Speed-Flug (117 Punkte) für sich verbuchen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass beide ihre Speed in weitere Flüge eingebettet hatten, so erreichte Matthias mit 819km im OLC-Plus Rang 2.
Noch ein gutes Stück weiter, nämlich 1043km, flog an dem Tag Maximilan Schäfer. Von Wanlo aus ging es für ihn zuerst nach Norden, in den zu der frühen Tageszeit besten (vorhergesagten) Wetterraum -, auch weil Eifel und Sauerland zu der Zeit noch zugestaut waren. Ihm dürfte beim Blick auf die TopMetSat nicht entgangen sein, dass auch die Ausbreitungen von Norden dichter wurden und nach der 1. Wende bei Appeldoorn ging es deshalb auf Südkurs weiter über die Eifel bis an die Saar und anschließend die Rennstrecke nach Osten entlang. "Nebenbei" ereicht er beim Sprung über die Eifel und dann von der Saar bis an die Tauber 132.95km/h und damit Platz 3 der Speed-OLC. Östlich um Frankfurt über den Spessart, Sieger- und Bergisches Land stieg er dann in den Korridor ein, um die verbleibenden Schenkel noch in der Braunkohle zu verfliegen. Nach über 10h Wertungszeit landete er wieder am Niederrhein.
Nach Durchgang des Sturmtiefs am Dienstag geht es dann erstmal mit einer "zonalen" Lage weiter: Eingebettet in die kräftige, breitenkreisparallele Strömung wechseln sich Tiefs und Luftmassen in rascher Folge ab, bevor sich zum kommenden Wochenende dann eine kräftige Südwestströmung einstellen kann - was eher nicht nach Kaltluft klingt ...
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland
 

 


Monday, 03. May 2021 Late Night Soaring: Flug des Monats April translate news

Ab 6.5. 20:30h wird der Flug des Monats April bei Late Night Soaring zu sehen sein
Nach dem Ende der ersten Staffel von Late Night Soaring am 1.4., ging es gleich am darauffolgenden Donnerstag direkt weiter mit der Kür des "Flug des Monats März". Das Juroren Team hat dabei den Nordföhn Flug von Yves Gerster vom 16.3. dazu auserkoren und sich mit Yves über den Flug mit all seinen Facetten bzgl. Vorbereitung und Durchführung unterhalten. Das entsprechende Video wurde mittlerweile schon mehr als 3300 mal angeklickt.
Welcher der sehr vielen überaus interessanten Flüge im April diesmal zum Flug des Monats wird, wird natürlich noch nicht verraten, aber ab Donnerstag, 6.5. 20:30h wird das entsprechende Video der Flugbesprechung mit dem siegreichen Piloten online gestellt.
Alle bisherigen live Veranstaltungen, sowie die Flugbesprechungen zu den Flügen des Monats gibt es auf
https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA
und alle Dateien aus den Session sind in der Dropbox
https://www.dropbox.com/sh/jflkde53je766h7/AACl0JLu3r_d_fbSidvP86GNa?dl=0
zum herunterladen

Mathias Schunk

 


Saturday, 01. May 2021 Contour flight in southern England translate news

With this barogram you rub your eyes first. For around two hours, the writing crawls almost inseparably across the site. It's a great piece that Roger Barber delivered on Thursday. With his Nimbus 4T Roger covered the morning part of his flight between Portmouth and Eastbourne, often at an altitude of only 50 to a little over 150 m above the terrain. If you want to recognize this ridge in southern England as a hillside flying area, you have to look very carefully.
For a long time Roger Barber only reached his greatest height when he took off from the Lasham gliding center: 1500 meters. That was enough to reach the ridge to the south. Roger: “The ridge actually worked better than expected and for longer than predicted. Because actually the wind should die by late morning.” After that, Roger almost gave up: “It didn't look good to the west.” But then it actually went well, and in the end it was no longer a problem, to fly back to Lasham. The counter then showed 775 kilometers and an average speed of 97.5 kph.
Gerhard Marzinzik


Tuesday, 25. August 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Finale 22./23.8. (Runde 13) translate news

Zum Ligaschluss hatte das Wetter nochmal einiges zu bieten: Es begann mit einem Kaltfrondurchgang und einer windigen Rückseite am Samstag und endete Sonntag mit einer schmalen Lücke hinter der zweiten und vor der mittlerweile dritten Front des Wochenendes. Neben dem richtigen Timing gehörte am Ende daher auch ein wenig Glück dazu, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um die guten Lücken zu erwischen und unter den Wolkenstrassen nochmal Liga-Speed zu machen. Oder man hatte gleich mit einer Verlegung geplant, wie so mancher Flug nahelegt ...
Samstag:
Fast schon klassisch zeigt sich das Satellitenbild von 12UTC (14MESZ), auf das der Wind rückseitig der Kaltfront die Wolkenstrassen gezeichnet hat. Und der Wind war durchaus zügig unterwegs: Lag die Front morgens noch zwischen Pfalz und Vorpommern, hatte sie am späteren Nachmittag bereits den Südosten erreicht, der jedoch noch unter den dichten frontalen Wolken lag. Dazu störte hinter der Front noch ein ausgeprägter Cirrenschirm vor allem über dem Osten Deutschlands, der darunter - trotz einfliessender kühler Luft - keine nachhaltig nutzbare Thermik zuließ. Und noch ein Störfaktor ist auch dem Bild zu sehen: Vom Kanal bis in die Deutsche Bucht lag zu dem Zeitpunkt bereits eine neue Troglinie/Front, die mit stärkeren Überentwicklungen und eingelagerten Schauern im Laufe des Thermiktages noch bis auf die Linie Eifel - Kieler Bucht vorankommen sollte. Aber - und das zeigen die Flugspuren - für einen schnellen Ligatag zum Saisonabschluss sollte es vor allem für den Westen noch reichen.
Sonntag:
Auch das Satellitenbild vom Sonntag zeigt weiter die typischen Kaltluftstrukturen. Eingelagert in die - vor allem im Norden - noch kräftige Strömung floss kühle, aber auch labile Luft nach. Zwischen den nach Südosten abziehenden Front(en) und der bereits nächsten, die von Nordwesten einlief, tat sich nur noch eine schmale Lücke auf. Die sollte sich aber am Nachmittag vor allem im Südwesten noch aufweiten können, denn unter ganz leichtem Hochdruckeinfluss ließ die Überentwicklungs- und Schauertätigkeit nach und brachte nochmal schnelle Bedingungen. Wenig Änderung gabe es in der Struktur der Flugspuren im Vergleich zum Samstag - die Linien orientierten sich weiter klar am Wind.
Wer hat was draus gemacht?
Die Motivation bei einigen Teams war sicherlich hoch. Auch wenn das eigentliche Rennen um die Meisterschaft in der Bundesliga schon letzte Runde entschieden war, war die Ausgangssituation vor allem auf den Auf- und Abstiegsplätzen weiter offen. Unterhalb von Rang 20 war der Klassenerhalt in beiden Ligen nicht sicher. Und in der 2. Liga konnte sich fast die komplette obere Hälfte noch - zumindest theoretische - Hoffnungen auf einen der noch austehenden Aufstiegsplätze machen.
Und das Samstags-Wetter würfelte dann die zwischenzeitliche Tabelle gleich ordentlich durcheinander. Im Fernduell Stadtlohn - Königsdorf fanden sich die Bayern plötzlich auf einem Abstiegsplatz wieder. Was unter Reihungen zwischen Westerwald und Eder möglich war, zeigte Fabain Krause, der von Eudenbach aus für Stadtlohn unterwegs war und mit 132 Speed-Punkten den zweitschnellsten Flug des Tages absolvierte und so die Münsterländer auf den zwischenzeitlichen Rundenplatz 4 führte. Max Mensing und Max Wenning waren zeitgleich von der Porta aus unterwegs, nutzten für ihre Flüge aber nicht ausschließlich die dortigen Hänge, sondern holten ihre Speed (auch) unter den Wolkenstrassen. Durch die Verlegung des Startplatzes nach Osten konnten sie ausserdem den nachmittäglichen Störungen am heimischen Platz entgehen.
Auf Rundenplatz 3 flog das Team aus Nastätten. Schnellster war hier Jens-Christian Henke, der zuerst gegen den Wind bis ins Saarland voflog, um dann seine Speed in einem Jojo südlich des Hunsrück zu beginnen, um nach einem längeren Rückenwindschenkel die Wertungszeit zwischen Lahn und Taunus ablaufen zu lassen (139km/h, 122 Speed-Punkte). Dass es auf einer ähnlichen Spur aber nochmals schneller ging, zeigte Sören Nölke: In Aspach/Taunus gestartet flog auch er erst gegen den Wind Richtung französische Grenze vor. Auch für ihn ging es anschliessend mit Rückenwind südlich des Hunsrück entlang bis an den Vogelsberg, um dann nochmal gegen den Wind einen Jojo bis an die Lahn anzuhängen. Auf den beiden letzten Schenkeln zeigt sich dann sehr schön der Einfluss des Windes: Jeweils rund 93km lang und mit je nur einem kurzen Kurbelanteil waren die beiden Teilstrecken fast identisch. Gegen den Wind erreichte
Sören jedoch "nur" einen Schnitt von 120km/h, mit Rückenwind dagegen von über 165km/h! Letzlich schafft er es in der Wertungszeit auf knappe 148km/h (140 Speed-Punkte). Gemeinsam mit Maximilian Schäfer und Sebastian Nägel, die jeweils von Ludwigshafen aus unterwegs waren, schaffte die FG Wolf Hirth damit Rundenplatz 2. 
Der Rundensieg geht am Ende nach Ober-Mörlen. Der AC Bad Nauheim nutzte hier den Heimvorteil mit dem direkten Zugriff auf die Samstags-Kaltfrontrückseite. Mit 3 schnellen Flügen von Benedikt Lang, Karsten Leucker & Clara Holte sowie Jürgen Breitenfolder & Karsten Kirbs belegen die Hessen im der Tageswertung des Speed-OLC gleich 3 der Top-10 Plätze und entscheiden somit auch die Liga-Runde mit 383 Speed-Punkten deutlich für sich. Mit den Zwischenstand am Samstag-Abend hätte Stadtlohn den Klassenerhalt in letzter Sekunde geschafft - aber es sollte ja noch der Sonntag folgen und damit die letzte Chance für Königsdorf, nochmal zurückzukommen.
Letztlich war es keine Sekunde, sondern fast 2 Stunden Wertungszeit, die sowohl Johannes Bayer als auch Mathias Schunk von Königsdorf aus in Punkte ummünzen konnten. Martin Weber erwischte vom Rheinland-Pfälzischen Bad Sobernheim aus zwar den schwächeren der beiden Wochenendtage zwischen Saar und Pfalz -, sein Flug trug aber ebenfalls dazu bei, dass die Königsdorfer mit 8 Punkten für Rundenplatz 13 den Klassenerhalt sichern konnten.
Dass man am Sonntag aber auch im Süden schnell unterwegs sein konnte, zeigte einmal mehr Simon Schröder, der zwischen Allgäu und Oberbayern die aufkommende Stabilisierung optimal ausnutzen konnte und mit 151,98km/h (133 Speed-Punkte) zwar nicht den Punkthöchsten, aber doch den höchsten absoluten Schnitt schaffte.
Auch in der zweiten Liga sollte erst der Sonntag die Entscheidung bringen - zumindest was die Aufstiegsränge angeht. Gerade mal 3 Punkte trennten vor der letzten Runde die Plätze 6 bis 9 und so lief es auf einen Vierkampf zwischen Grabenstetten, Fallersleben, Schwäbisch Hall und Eichstätt hinaus. Und auch Eisenhüttenstadt konnte sich auf Gesamtrang 5 noch nicht sicher sein, ins Oberhaus einzuziehen. Für die Brandenburger legte Sabrina Vogt am Samstag von Rinteln aus vor und Andreas Kühl und Sebastian Bode am Sonntag von Eisenhüttenstadt aus nach. Rundenplatz 6 sicherte damit Gesamtrang 5 und damit den Aufstieg.
Knapper ging es dahinter zu. Bernd Meindermann, Helge & Franz Liebertz sowie Benno Beesten hatten Samstag von Ummern aus unter den Reihungen über über der Heide vorgelegt und Fallersleben konnte sich den zwischenzeitlichen Rang 2 sichern. Schneller zu dem Zeitpunkt war nur der LSC Bad Homburg, für die Steffen Göttler den schnellsten Flug der Liga ins Ziel brachte (141,3km/h, 127,9 Punkte). Die Hessen machen (von Rang 13 kommend!) einen weiten Sprung nach vorne, erreichen aber keinen Aufsteigsplatz, weil auch die direkte Konkurrenz punkten kann. Am Samstag-Abend stehen Fallersleben und Schwäbisch Hall auf Rang 6 und 7, die bis dato punktlosen Grabenstetter fallen aus den Aufstiegsrängen heraus. Auch am Sonntag können sie das nicht mehr aufholen, so dass letztlich die zwischenzeitliche Rangliste vom Samstag auch am Sonntag-Abend noch Bestand hat -, denn dass Blaubeuren am Sonntag noch
auf Rundenplatz 2 vorfliegt, hat für die Abschlusstabelle keine Relevanz mehr.
Damit endet die verkürzte, aber durchweg intereressante und spannende Saison 2020. Auch wenn es in diesem Herbst/Winter nur wenige
Gelegenheiten geben wird, sich auch mal persönlich zu treffen, würde ich mich freuen, wenn wir uns spätestens im April 2021 wieder lesen!
 
Euer Bernd vom Team TopMeteo
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland

 

 


Friday, 21. August 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 21.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG überquert die Kaltfront eines Tiefs über der Norwegischen See, welche zu Tagesbeginn etwa auf einer Linie Brandenburg-Südpfalz liegt, Deutschland südostwärts. Rückseitig fließt mit lebhafter Westströmung kühlere und leicht, im Nordseeumfeld auch hochreichend labil geschichtete Meeresluft ein.
Am SONNTAG hält sich weiterhin überwiegend leicht, in den Küstenbereichen sowie im Nordwesten auch hochreichend, labil geschichtete Meeresluft. An den Alpen halten sich dagegen Reste feuchtwarmer und labil geschichteter Luft.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im äußersten Südosten kaum nutzbare Thermik entwickeln, sonst ist mäßige bis gute Wolkenthermik zu erwarten. Die Basen steigen auf 1200-1500 m, im Südwesten teils auf 1700 m. Im Nordwesten ist die Thermik häufig zerrissen, zeitweise stören auch Überentwicklungen.
Am SONNTAG bildet sich im Norden mäßige, im Süden gute Wolkenthermik aus, die allerdings teilweise zerrissen sein wird und besonders im Norden und Westen zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird. Die CU-Basen steigen im Norden auf 1000-1300 m und im Süden auf 1500-2000 m.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG nach Abzug der frontalen Bewölkung meist nur mäßige Wolkenthermik, die vor allem im Westen oftmals zerrissen ist.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, oftmals zerrissen und durch einzelne Überentwicklungen gestört.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG auf Grund von frontaler Abschirmung und Überentwicklungen keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG in frischer Kaltluft mäßige bis gute Wolkenthermik. Thermikbeginn 07.30-09.30 UTC. Thermikende 15.00-15.30 UTC.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Tuesday, 18. August 2020 Segelflug-Bundesliga: Endspurt mit der 13. Runde am kommenden Wochenende (22./23.8.) translate news

Fest steht: Trotz der Corona bedingten Verkürzung auf 13 Runden war es in 2020 eine vollwertige und grandiose Liga-Saison! Und es ist ein Jubiläumsjahr ... es ist die 20. Ligasaison und mittlerweile hat das Prinzip 'Segelflug-Bundesliga' unter den sportorientierten Segelflugvereinen einen Stellenwert errungen, von dem man vor zwanzig Jahren nicht nichteinmal gewagt hatte zu träumen.
Und gerade wenn die Tage kürzer werden, ist man beim Liga-Prinzip mit vier Flugstunden voll mit dabei ... bis Ende August.
Ein großer Dank geht vor allem auch an Bernd Fischer von TopMeteo für sein hochqualifiziertes wöchentliches Reporting - in der Segelflug-Welt ist auch das das einmalig!
Leider wird es aber heuer das Liga-Finale in Poppenhausen Anfang Oktober es aus den bekannten Gründen nicht geben.
Stattdessen erhalten alle Sieger neu designte Urkunden, auf denen alle Deutschen Meister der jeweiligen Jahre vermerkt sind, zum Verbleib (für's Club-Heim)!
Selbstverständlich gibt es aber im OLC-Magazin einen ausführlichen Report zur diesjährigen Liga-Saison.

Tuesday, 18. August 2020 Spannendes Finale bei den Junioren translate news

In dieser vorletzten Runde gaben die U25-Piloten nochmals alles, um in der Tabelle nach oben zu rutschen. Das Wetter war zumindest am Sonntag dafür geeignet. Die Jungs vom LSV Homberg/Ohm waren dabei nicht nur in der ersten Liga ganz vorne mit dabei, sondern auch deren Junioren holten sich den Rundensieg und somit die 50 Punkte. Dabei war Christian Lampert mit 135,72 Punkten und Simon Briel mit 124,80 Punkten im südlichen Thüringer Wald unterwegs. In der Tabelle kletterten die Homberger an dem AC Lichtenfels vorbei auf Platz 4.
Auf Rundenplatz 2 folgt unser gefördertes OLC Talent Eric Schneider mit erneut sagehaften 147,03 Speedpunkten zusammen mit seinem treuen Vereinskameraden Peter Wagner mit 112,73 Speedpunkten. Erics Flug war erneut mit 10 Punkten Vorsprung europaweit der schnellste Flug an diesem Wochenende. Bei zunächst tiefer Basis und diesiger Sicht kämpfte er sich gegen den Wind vor. Dann reihten sich die Wolken auf und er konnte die mit 150 Liter Wasser gefüllte LS 8 neo zwischen Rhön und Grafenwöhr um die Wendepunkte prügeln. In den 2,5 Stunden Wertungszeit musste er nur zweimal Kurbeln. Seine Streckenwahl war aufgrund der von Topmeteo perfekt vorhergesagten Überentwicklungen im Thüringer Wald etwas nach Süden verlegt worden. Mit diesem Flug klettert Eric auf Platz 3 der Deutschen Speed OLC Champion Wertung.
Auf Platz drei der Rundenwertung folgt der LSV Burgdorf mit Yannik Freund (121,72 Punkte) und Jona Krüger (109,29 Punkte). Der LSV klettert mit dieser Platzierung unter die Topten Teams in der Tabelle.
Die FSG Hammelburg baut nach dieser Runde ihre Führung um 13 Punkte auf 541 Zähler aus und die FG Oerlinghausen hat immer noch die Chance die Liga für sich zu entscheiden. So bleibt es in der letzten Runde mega spannend, wer das Rennen um den Titel macht. Die Vorjahressieger aus Königsdorf auf Platz Drei können es nicht mehr schaffen, an Oerlinghausen vorbei zu ziehen.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Erste Schauer im Thüringer Wald.
Heftige Überentwicklungen über
dem neo Winglet der LS 8
im Thüringer Wald.
Herrliche Aufreihungen entlang
der Flugstrecke von Eric Schneider.
 

Tuesday, 18. August 2020 Braunschweiger Aufwindjäger holen Platz zwei und 19 Punkte translate news

Im Rahmen dieser Bundesligarunde konnte der Aero-Club in der bisher völlig bescheiden verlaufenen Saison 2020 zum ersten Mal an alte erfolgreiche Zeiten anknüpfen und holte mit guten 372,06 Speedpunkten den zweiten Rundenplatz.
Da der Braunschweiger Verkehrsflughafen seit Anfang August spätestens um 20 Uhr, und nicht wie bisher um 18 Uhr, verlassen werden muss, konnten die Löwenstädter endlich ihr Potential voll ausschöpfen. Nur der LSV Homberg/Ohm aus Hessen war an diesem Wochenende mit 387,23 Speedpunkten schneller. Folgende drei Piloten waren erfolgreich auf den Thermikautobahnen unterwegs:
Karsten Bennewitz, Ventus 2 cM 18m, 137,41 Speedpunkte,
Heiko Braden, Ventus-3 M 18m, 133,97 Speedpunkte,
Holger Scholz, Ventus-3 M 18m, 100,67 Speedpunkte,
Bennewitz und Braden durchpflügten am Sonntag im Sauseschritt unser „Wohnzimmer Lüneburger Heide“ sowie die Altmark und bearbeiteten im Formel-1-Modus das überaus thermikträchtige Areal zwischen Gardelegen und Sittensen. Sie kamen zusammen auf einmalige 271 Speedpunkte und legten insgesamt 1238 Streckenflugkilometer zurück. Dabei trafen die beiden Protagonisten unseren ehemaligen erfolgreichen Mitstreiter und Punktegaranten Christian Ückert, der ab dieser Saison an seinem Wohnort für den dortigen LSV Stade auf Strecke geht.
Scholz hatte für einige Tage Quartier im brandenburgischen Segelflugzentrum Pritzwalk Sommersberg gemacht und flog am Samstag ein angemeldetes Dreieck. Er wendete in Joachimsthal, westlich von Demmin und in Wittenburg. An diesem Tag goss es am Vormittag noch wie aus Kübeln im Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum.
In der Gesamtwertung führt weiterhin uneinholbar der LSV Rinteln mit 169 Punkten, der somit den Deutschen Meistertitel des Vorjahres erfolgreich verteidigen konnte, und der Aero-Club reichte aufgrund dieses kleinen Zwischenhochs endlich die „rote Laterne“ weiter und ließ mit nunmehr 44 Punkten auf Rang 26 vier Mitstreiter hinter sich. Am nächsten Wochenende steht dann die Finalrunde dieser bestimmt aufgrund der Corona-Pandemie in die Geschichte eingehenden besonderen Saison an.
 
Rolf Wagner
 
Enger Teamflug zwischen
Heiko Braden (XM) und
Karsten Bennewitz.
Absolutes Hammerwetter
in der Lüneburger Heide.
Karsten Bennewitz ist die Freude
und auch Anspannung kurz nach
dem Flug noch gut anzusehen.

 

Tuesday, 18. August 2020 Spannendes Finale in der 2. Liga translate news

Nachdem bereits seit zwei Wochenenden feststeht, dass Blaubeuren den direkten Wiederaufstieg in die erste Segelflug- Bundesliga geschafft hat, gehen die in Sonderbuch startenden Ligapiloten mit hauchdünnem Vorsprung als Tabellenführer in die letzte Runde der diesjährigen Bundesliga-Saison.
Am Sonntag traten die Blaubeurer mit dem Vorsatz an, den Platz an der Tabellenspitze zu halten. Philipp Söll war als erster gestartet, musste jedoch bei Münsingen seinen Turbo starten und wieder in den 15km-Startkreis zurückfliegen. Oliver Stockinger und Heiner Krais im Arcus ließen sich gleich auf 1000m schleppen und konnten so die Wolken bei Münsingen im Gleitflug erreichen. Michael Heiß schlich sich in niedriger Höhe nach Laichingen um von dort quasi aus der Platzrunde zu den Wolken zu gelangen, die mittlerweile schon östlich von Münsingen standen. Alle drei schafften es über das gute Wetter im Westen in den Schwarzwald. Die übrigen Piloten der für Blaubeurer Urlaubs-Verhältnisse durchaus beachtlichen  „Armada“ schafften dies erst deutlich später. Markus Straub schaffte es zwar noch in den Schwarzwald, kam jedoch schon unter den von Westen schnell anrückenden Schirm und musste alle Register (einschließlich des Deko- Griffs) ziehen um wieder sicher nach Hause zu kommen. So blieb es durch die Flüge von Philipp Söll (101,54km/h / 95,79 Punkte), Oliver Stockinger und Heiner Krais (93,84 / 84,92) und Michael Heiß (89,62 / 82,22) bei einem Rundenplatz 17 und 4 Wertungspunkten. Der direkte Ligakonkurrent Hofgeismar erzielte Rundenplatz 10 (11 Wertungspunkte) und rückte somit Blaubeuren mit einem Punkt Abstand dicht auf die Pelle.
 
Michael Heiß
 
Startaufstellung in Blaubeuren
(nachdem Fips und Oliver
schon in der Luft sind).
Michael Heiß auf dem Rückweg
aus dem Schwarzwald.
Fips kann auch „hoch“ über Winzeln.
 

Peter H. Braasch
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