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Monday, 10. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 08./09.05.2021 translate news

Generalprobe. Bevor am kommenden Wochenende endlich die Ligen starten, bot das vergangene nochmal die Möglichkeit für eine "entspannte" Trainingsrunde. War die vorangegangene Wetterphase noch vor allem durch kühle Luft geprägt, sollte am Sonntag (zumindest vorübergehend) der Hochsommer ausbrechen, kräftiger Warmluftadvektion und Wind inklusive.
Samstag:
Ganz markant lassen sich im Satellitenbild von 12UTC (14MESZ) drei Bereiche ausmachen: Im Vorfeld eines kräftigen Tiefs vor Irland erreichte der ausgedehnte Cirrenschirm einer Warmfront bereits den Westen und Nordwesten Deutschlands. Bis an Rhein und Neckar sickerte dahinter auch tiefere Feuchte ein, davor floss schon die wärmere, vor allem aber trockenere, Luftmasse in den Süden und verdrängte die Kaltluft der Vortage in den Nordosten. Die Luftmassen zeigen ihre Unterscheide vor allem in der Feuchte und Entwicklung: Während im Süden und Südosten kaum noch oder gar keine Quellungen mehr auszumachen waren, war die Thermik im Nordosten bis weit nach Polen hinein homogen gezeichnet. Diese Dreiteilung im Wetter läßt sich dann auch ganz deutlich in den Flugspuren wiedererkennen.
Sonntag:
Hinter der Warmfront, deren letzte Reste über die Ostsee abzogen waren, hatte sich jetzt die Warmluft überall durchgesetzt. Abgesehen von Cirrenfeldern und einigen Überentwicklungen an der Grenze zu den Niederlanden zeigten sich um 12UTC in der trockenen Warmluft noch keine Cumuli. Typisch für die Luftmasse sollte es lange brauchen, bis es durchgeheitzt hatte. Dann gab es im Südwesten durch eine leichte Labilisierung sogar noch einige, hohe Cumuli, die sich teilweise auch in linienhaften Strukturen aufbauten. Häufiger waren dagegen die Cirren, die sich im Laufe des Thermiktages noch weit nach Osten ausbreiten konnten. Im Westen störte der kräftige Wind -, aus südsüdwestlichen Richtungen kommend, bot er aber auch die Chance, an die Hänge zu gehen. Die verschiedenen Optionen kann man - vor allem bei den relativ wenigen Flügen - ebenfalls gut in den Flugspuren wiederfinden.
Wer hat was draus gemacht?
Es wäre eine interessante Liga-Runde gewesen, mit gleich mehreren Optionen auf schnelle Schnitte: Samstag unter den Wolken im Nordosten oder am Sonntag entlang der Hänge, in den Alpen oder mit den späten Labilisierungen. Tatsächlich konnte im Vergleich der Hang am Sonntag nicht mithalten, aber beide Wochenendtage waren, was die OLC-Speed anbelangt, fast gleichwertig. Der Samstag bot mehr Piloten die Möglichkeit, auf das gute Wetter zuzugreifen. So verteilen sich die Startplätze der schnellsten/punkthöchsten Flüge des Speed-OLC zwischen Walsrode über Burg Feuerstein bis nach Königsdorf. Mit einem reinen Blick auf die Speed war als Schnellster Horst Singer von Bamberg aus unterwegs. Mit etwas Rückenwind ging es direkt entlang des Erzgebirges und nach einem kurzen Abstecher in die Oberlausitz schaffte er in den 2,5h rund 352km, was einem Schnitt von 141,12km/h enspricht. Er muss sich indexbedingt allerdings mit Tagesplatz 3 begnügen, denn Frerk Frommholz kam - ebenfalls direkt vom Start weg und in Richtung Osten - zwischen Soltau, Stettiner Haff und zurück in die Uckermark mit durchschnittlich 140,27km/h voran. Im Vergleich der Kurbelanteile schafft Frerk (13%) einen deutlich geringeren Wert als Host (22%). Nochmal weniger Kreise brauchte Bernd Goretzki, der es vom Fläming bis weit nach Polen hinein auf einen Anteil von gerade einmal 7% bringt. Mit 933km erreicht er auch den weitesten Flug des Wochenendes.
Deutlich flächiger - und damit punkthöher bewertet - flogen aber gleich eine ganze Reihe weiterer Piloten, von denen Robin Förster den punkthöchsten Flug erreicht. Auch wenn er sich noch mehr Flugzeit gewünscht hätte, die ihm die Warmluft aber nicht gönnen wollte. Lange bzw. weite Flüge waren in der Warmluft dann am Sonntag eher untypisch. Mit Zugriff auf die Alpen waren aber auch hier gute 8h Flugzeit möglich, die u.a. Lisa Scheller und Arne Neumayer für Flüge jenseits der 700km nutzen konnten.
In den Bergen konnte dann auch Simon Schröder die Speed fliegen, die ihn auf den zweiten Tagesrang brachte. Dem Barogramm nach hatten die Berge wohl am späten Nachmittag endlich durchgezündet. Seine Wertungszzeit begann mit einem Höhensprung von fast 2000m am Montafon. Gleich mindestens ein Stockwerk höher als davor ging es bis über das Reusstal in der Schweiz und von dort auf Gegenkurs zurück. Die 2,5h Wertungszeit waren dann erst beim Ausflug aus dem Bergen zu Ende. Simon schaffte so einen Schnitt von 131km/h. Schneller war an dem Tag - und am ganzen Wochenende - nur Matthias Sturm.
Vergleichsweise spät von Winzeln aus gestartet ging es gegen 13Uhr (MESZ) bereits auf rund 2500m MSL. Sein Speed-Wertungsflug begann gegen 14Uhr und aus dem mittleren Schwarzwald heraus wendete er auf seinem ersten Schenkel erst kurz vor Heilbronn - auch hier bei vergleichbaren Arbeitshöhen. Im weiteren Jojo-Verlauf ging dann zwischen Freudenstadt und Bad Wildbad in der Spitze sogar 2x auf knapp 3000m. Am Ende konnte er die Bedingungen in 143km/h ummünzen. Es wäre sicherlich von den Wertungen her eine interessante Runde gewesen, aber jetzt richtet sich der Blick nach vorne auf kommendes Wochenende, wenn Ligen ihre Rennen aufnehmen. Wettertechnisch ist nach dem Sommer-Intemezzo erstmal wieder Tiefdruck angesagt, bei der eine wellende Front eine Hauptrolle einnehmen wird - mal sehen, wo die zum Ligastart liegen wird. Man darf gespannt sein ...
 
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Meteosat 8: Der Samstag ...
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Saturday, 08. May 2021 Speed, Speed, Speed translate news

Ab nächstem Wochenende heißt es wieder: Wer schafft die schnellsten zweieinhalb Stunden? Oder besser: Welches Dreier-Team eines Vereins? Nach kurzer Corona-Verzögerung und jetzt hoffentlich gut trainierten Piloten startet die Segelflug-Bundesliga in die Saison 2021.

Ist dein Club auch Liga orientiert? Die zwei großen S, Speed und Spannung, werden dann für 15 Wochenend-Runden das Clubleben

Wer kann im Oktober so jubeln wie hier die Rintelner bei der  Bundesliga-Sieger-Feier 2019?  
Foto: Stefan Harries

bestimmen. Aufgabe wird sein, drei Piloten ganz nach vorn zu bringen, jeder sollte in zweieinhalb Stunden während eines Fluges eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen. Zum Pilotenkönnen ist dann auch Teamgeist gefragt, schließlich geht es in der Liga-Wertung um die Vereinsleistung. Da sind alle Streckenflieger gefordert, die Junioren in ihrer eigenen U25-Wertung mit zwei Piloten. Also alle schon mal eingestimmt? Die Unterstützung im Vereinsumfeld organisiert, sattelfest in den Regeln, fit in ihrer Anwendung für die Flugtaktik? Nach den Flügen kann man dann an den Sonntagabenden der Auswertung entgegenfiebern.

Mit der Meldung der Flüge im OLC nimmt man automatisch teil. Einsteiger-Vereine fliegen in der Liga ihres Bundeslandes, der Quali-Liga und die Qualifizierten in der zweiten Liga beziehungsweise der Bundesliga.

Wir hoffen, dass die Zeit seit Lockerung der Corona-Einschränkungen gereicht hat, damit auch alle Ligapiloten ihre obligatorischen Überprüfungs- und Gewöhnungsflüge und noch etwas Speedtraining absolvieren konnten.

Wir wünschen allen Mannschaften schöne und schnelle Flüge.

Euer OLC-Team:

Gerd Peter Lauer
AC Lichtenfels

 
Heiko Hertrich
LSC Bayreuth

 
Gerhard Marzinzik
LSV Neuwied

 
Martin Petz
LSV Papenburg

 

 


Wednesday, 05. May 2021 Laura Stern: Unter den Rookies gleich der Star translate news

Sie ist der Star der neuen Rookie-Wertung im OLC und heißt auch gleich so: Laura Stern. Seit Wochen führt die 24-jährige Studentin die Rookie-Wertung auf der Deutschland- und Europa-Ebene an. Sie fliegt alles mit Begeisterung, was die FLG Lahr in Altdorf hergibt. Schon 21 Flüge hat die Streckenflug-Einsteigerin in dieser OLC-Saison gemeldet. Ihre großen Flüge absolvierte sie mit der LS4 und der neu in den Club gekommenen LS1-f. Im Interview erklärt Laura ihren Aufstieg.

OLC: In der neuen Saison hast du schon über 20 Flüge gemeldet. In der FLG Lahr bist du in einer streckenflugbegeisterten Gruppe aufgewachsen und so angeleitet worden?

Laura: Wir haben in der FLG Lahr viele motivierte Streckenflieger, die nehmen uns Einsteiger mit, geben Tipps. Das ist richtig gut.

OLC: Des Öfteren bist du mit Wolfgang Wagner für längere Zeitabschnitte zusammengeflogen. Er coacht dich?

Laura: Genau. Wir hatten jetzt einen Flug, da hatte ich eine recht gute Durchschnittsgeschwindigkeit. Da hat er mich angeleitet, einfach mal mehr geradeaus zu fliegen. Das hat richtig gut funktioniert. Und das motiviert dann noch mehr.

OLC: Was waren das für Schlüsselmomente, in denen du von erfahreneren Piloten fürs Streckenfliegen profitiert hast?

Laura: Dieses Jahr hatte ich einen Flug mit der ASK 13 mit Benjamin Matthiß. Ich wäre da schon lange wieder umgedreht Richtung Platz. Benny hat aber gemeint: „Nee, nee, es ist alles sicher. Die Wolken sehen gut aus. Und dahinten könnten wir auch landen.“ Das hat mir mega geholfen, entspannter zu fliegen.

Es gab viele kleinere Lernmomente mit Wolfgang, wo ich ihm mal eine Zeitlang hinterhergeflogen bin. Da konnte ich mir zum Beispiel überlegen, warum fliegt er die Wolke so und nicht anders an. Man nimmt bei so etwas viel mehr mit, als einem dabei bewusst ist.

OLC: Du gehst jetzt im Einsitzer auf Strecke. 2019 hast du mal einen größeren Trainingsflug mit Ingo Wünsch mit der DG 500 gemacht.

Laura: Ja, Ingo ist Fluglehrer und ein guter Streckenflieger. Nach solch einem Trainingsflug fällt es dann schon leichter allein zu fliegen, überhaupt mal vom Platz wegzufliegen.

OLC: Heute fliegst du nach kurzem Training schon beachtliche Strecken. Wie bist du überhaupt zum Segelflug gekommen? Familiär bist du ja nicht vorbelastet.

Laura: Ich bin durch meinen Freund zum Fliegen gekommen. Der hat den Segelflugsport doch recht intensiv ausgelebt. Am Anfang konnte ich das nicht ganz verstehen – jedenfalls nicht, bis ich dann selbst geflogen bin. Ich war neugierig und habe mir angesehen, was daran so toll ist. Ja, und seitdem bin ich auch dabei.

OLC: Von den Vereinsflugzeugen fliegst du mal LS1-f, mal LS4. Das was gerade zur Verfügung steht?

Laura: Ja, auch gerne mal die Ka 8. Die LS1-f haben wir relativ neu im Verein, damit kann man gut mit der LS4 zusammenfliegen.

OLC: Findest du als Streckenflugeinsteigerin auch theoretisch Unterstützung bei der Planung und Nachbesprechung der Flüge?

Laura: Organisiert in einem Theorieunterricht haben wir das im Verein nicht. Aber wenn jemand Interesse hat, weiß er, an wen er sich wenden kann, und bekommt dann seine Infos für die Planung oder Erklärungen.

OLC: Du nutzt heute auch gute Tage unter der Woche. Das kannst du dir so einrichten, was machst du beruflich?

Laura: Ich bin jetzt Masterstudentin der Medizintechnik in Offenburg und arbeite nebenher als Werkstudentin. Damit habe ich genügend Zeit und kann mir das Fliegen so auch finanziell leisten.

OLC: Bist du auch an zentralen Wettbewerben interessiert? Wird so etwas in der Gruppe gefördert?

Laura: Ja, das wird in der FLG Lahr unterstützt. Man kann dafür auch die Flugzeuge mitnehmen. Ich hatte auch Interesse, in diesem Jahr an einem zentralen Wettbewerb teilzunehmen, aber mit Corona ist die Planung sehr unsicher. Ich warte damit jetzt lieber bis nächstes Jahr.

OLC: Jetzt liegt dein Augenmerk darauf, deine Führungsposition bei den Rookies zu verteidigen?

Laura: Na klar.

OLC: Hat die Rookie-Wertung für dich und im Verein noch einmal Schub für den Streckenflug gegeben?

Laura: Auf jeden Fall. Vereinsintern führen wir eine kleine Statistik, in der die Rookie-Wertung auch eine Rolle spielt. Das ist vom OLC eine richtig gute Unterstützung. Das motiviert richtig, wenn man sich mit Piloten vergleichen kann, die relativ frisch dabei sind.

OLC: Was noch kommt, ist die Rookie-Tageswertung. Da hat dann jeder Streckenflugeinsteiger die Möglichkeit, sich mal ganz vorn zu platzieren.

Laura: Das wäre sehr interessant. Eine Tageswertung wäre echt cool.

OLC: Etwas von deinen Flügen kann man auch auf Youtube miterleben.

Laura: Ja, das Video hat Wolfgang gemacht, als er mich gecoacht hat. Er hat da festgehalten, welche Tipps er mir gegeben hat.

OLC: Und jetzt bist du schon selbst Vorbild im Verein für andere, die gerade in den Streckenflug einsteigen?

Laura: Ein bisschen vielleicht schon. Streckentechnisch sind im Verein jedenfalls alle sehr motiviert.

Das Interview führte Gerhard Marzinzik

Laura Stern mit der LS4 auf Strecke. Einfach geradeaus unter den Wolken. Laura mal im Doppelsitzer hinten. Zu zweit mit Coach Wolfgang in der LS4.

 


Tuesday, 04. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 01./02.05.2021 translate news

Wetterlagen im April und Mai sind häufig noch von Tiefdruckgebieten und vor allem Kaltluft dominiert - gerade der vergangene Monat zeigte das ja eindrucksvoll, gleiches galt aber auch für das erste Mai-Wochenende. Das eröffnet aber immer Chance, dass sich ein Sonnenstand wie im August mit einer langen Themikdauer kombiniert. Die Sache mit dem Tief kombiniert sich aber auch immer gerne mit Fronten und Feuchte - auch da machen der Samstag/Sonntag keine Ausnahme. Allein der Blick in die Flugspuren zeigt, dass die Sonnenseite (aber mit Ausbreitungen!) vor allem im Westen und Nordwesten beheimatet war, im Rest aber die Bedingungen - wenn überhaupt - nicht immer einfach waren.
Samstag/Sonntag:
Rückseitig des kleinen Tiefs über der Nordsee floss die Kaltluft vor allem in den Norden und Westen, während der weite der Bogen der Front vor allem jenseits der Elbe und vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge zu erkennen ist. Zwischen dem Cirrenschirm (hellblau schattiert) von der Pfalz bis in die Altmark und den Ausbreitungen, die von der Nordsee her aufkamen, war das Wetterfenster nur klein. Man musste schon etwas zirkeln, um dort auch weitere Flüge unterzubringen.
Auch der Sonntag zeigt ein ganz ähnliches Bild: Das Tief drehte nun über Dänemark, rückseitig riss die Zufuhr kalter, aber weiterhin feuchter Luft nicht ab, was erneut zu zahlreichen Ausbreitungen führt. Wetterraume entwickeln sich dabei - manchmal "pumpend" im Tagesgang. Während beispielsweise der Niederrhein nach tollem Beginn im Tagesverlauf immer mehr zuging, konnte der Bereich zwischen Saarland bis ins Fränkische hinein profitieren. Weil es die Feuchte nicht komplett über die vorgelagerten Mittelgebirge schaffte, wurden die Bedingungen hier im Verlauf besser und weiträumiger.
Wer hat was draus gemacht?
Die besten Wetterräume zeigen dann auch die Flugspuren sehr deutlich:
Am Samstag wurde vor allem die Lücke im (Nord-)Westen genutzt, die "Platzrunde" um Düsseldorf gehörte dabei zu den an meisten frequentierten Linien. Aber auch die Strecken in Richtung Süden über die Eifel hinweg, wo es im Tagesverlauf dann besser wurde, zeigen sich deutlich in den Spuren.
Sonntag war es dann vor allem der offene Bereich zwischen Saar und Regnitz, der zum einen die schnellsten Strecken(-abschnitte) brachte, aber auch häufig Teil der langen Strecke war 2 der 3 weitesten Flüge am Samstag nahmen ihren Anfang in Grefrath. Holger Linnatz sowie Stephan Ripp & Hans-Theo Deckers wählten jeweils den Weg Richtung Münsterland. Ihre Flüge waren als Jojo angelegt, wobei erst die zweite Runde dann bis an den Teuto bzw. ans Wiehengebirge ausgedehnt werden konnte. Das Wetter musste erst noch bis dahin aufmachen. Auffällig am Flug von Stephan und Hans-Theo ist der erste Schenkel, der zwar bei niedriger Basis aber mit einer sehr hohen effektiven Gleitzahl ablief. Gab es da nicht diese Wetterregel: "geringe Basis - geringe Abstände"
Von den Kilometern etwas zwar weniger, aber deutlich flächiger war Wilfreid Großkinsky unterwegs. Aus der Eifel heraus ging es erst in Richtung Niederrhein und dann durch den Korridor zwischen Köln/Bonn und Düsseldorf bis ins Hochsauerland. Auch wenn die Kraftwerke offenbar nicht ganz Wilfrieds Erwartungen erfüllten (eigentlich sind die ja bei Kaltluft gut), brachte die Eifel zum Spätnachmittag/Abend noch eine Konvergenz mit der er die Wertungsstrecke flächig aufziehen konnte und ein spätes Wertungsende um 20:01 MESZ ermöglichte.
Der Sonntag war dann aber nochmal besser, das gilt sowohl für die Speed-Wertung als auch für die weite Strecke.
Die bereits erwähnte Lücke im Süden war dabei der Schnellmacher für eine Vielzahl der Flüge, die sich in der Speed-Wertung ganz weit oben finden. Norbert Kreis legt dabei die höchste absolute Beschwindigkeit vor (133,35km/h). Die Wertungszeit begann für ihn an der Saar und der Kurs führte ihn geradewegs bis ans Maindreieck und von dort wieder zurück bis kurz vor Heidelberg. Auf einem sehr ähnlichen Kurs war auch Matthias Arnold unterwegs, allerdings eine gute halbe Stunde später. Damit konnte er auch den sich ausdehnenden Wetterraum weiter nach Osten ausfliegen - und dabei auch etwas länger die Rückenwindkomponente nutzen. Er wendete bei Bamberg und geflogene 129,66km/h gingen in die Wertung ein. So konnte sich Matthias indexbereinigt vor Norbert platzieren und den punktbesten Speed-Flug (117 Punkte) für sich verbuchen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass beide ihre Speed in weitere Flüge eingebettet hatten, so erreichte Matthias mit 819km im OLC-Plus Rang 2.
Noch ein gutes Stück weiter, nämlich 1043km, flog an dem Tag Maximilan Schäfer. Von Wanlo aus ging es für ihn zuerst nach Norden, in den zu der frühen Tageszeit besten (vorhergesagten) Wetterraum -, auch weil Eifel und Sauerland zu der Zeit noch zugestaut waren. Ihm dürfte beim Blick auf die TopMetSat nicht entgangen sein, dass auch die Ausbreitungen von Norden dichter wurden und nach der 1. Wende bei Appeldoorn ging es deshalb auf Südkurs weiter über die Eifel bis an die Saar und anschließend die Rennstrecke nach Osten entlang. "Nebenbei" ereicht er beim Sprung über die Eifel und dann von der Saar bis an die Tauber 132.95km/h und damit Platz 3 der Speed-OLC. Östlich um Frankfurt über den Spessart, Sieger- und Bergisches Land stieg er dann in den Korridor ein, um die verbleibenden Schenkel noch in der Braunkohle zu verfliegen. Nach über 10h Wertungszeit landete er wieder am Niederrhein.
Nach Durchgang des Sturmtiefs am Dienstag geht es dann erstmal mit einer "zonalen" Lage weiter: Eingebettet in die kräftige, breitenkreisparallele Strömung wechseln sich Tiefs und Luftmassen in rascher Folge ab, bevor sich zum kommenden Wochenende dann eine kräftige Südwestströmung einstellen kann - was eher nicht nach Kaltluft klingt ...
 
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Monday, 03. May 2021 Late Night Soaring: Flug des Monats April translate news

Ab 6.5. 20:30h wird der Flug des Monats April bei Late Night Soaring zu sehen sein
Nach dem Ende der ersten Staffel von Late Night Soaring am 1.4., ging es gleich am darauffolgenden Donnerstag direkt weiter mit der Kür des "Flug des Monats März". Das Juroren Team hat dabei den Nordföhn Flug von Yves Gerster vom 16.3. dazu auserkoren und sich mit Yves über den Flug mit all seinen Facetten bzgl. Vorbereitung und Durchführung unterhalten. Das entsprechende Video wurde mittlerweile schon mehr als 3300 mal angeklickt.
Welcher der sehr vielen überaus interessanten Flüge im April diesmal zum Flug des Monats wird, wird natürlich noch nicht verraten, aber ab Donnerstag, 6.5. 20:30h wird das entsprechende Video der Flugbesprechung mit dem siegreichen Piloten online gestellt.
Alle bisherigen live Veranstaltungen, sowie die Flugbesprechungen zu den Flügen des Monats gibt es auf
https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA
und alle Dateien aus den Session sind in der Dropbox
https://www.dropbox.com/sh/jflkde53je766h7/AACl0JLu3r_d_fbSidvP86GNa?dl=0
zum herunterladen

Mathias Schunk

 


Thursday, 27. August 2020 Die kurze Ligasaison 2020 – ein Fazit translate news

Die Bundesligasaison 2020 ist Geschichte. Fast wäre die zwanzigste Auflage der Liga ausgefallen. Gerade noch rechtzeitig wurden die Corona-Lockdown-Maßnahmen gelockert, um wenigstens noch 13 Runden ausfliegen zu können. Es war eine Risikoabwägung und -entscheidung der OLC-Leitung, die aber am Ende erfreulicherweise aufging. Die befürchteten unfairen sportlichen Bedingungen durch eventuell unterschiedliche Covid-19-Regelungen in den verschiedenen Bundesländern trafen zum Glück nicht ein. Die Wettergerechtigkeit mag bei einer längeren Saison mit 19 Runden natürlich eher gegeben sein, aber auch die Verkürzung erzeugte keine großen Nachteile. Ligafliegen hat wieder Spaß gemacht. Gemeinsam die Wettervorhersage analysieren, taktische Feinheiten ausbaldowern, Regelerkenntnisse mit den Mannschaftkameraden teilen, Funkhilfe geben und nicht zuletzt am Abend zusammen der Wertung entgegen fiebern. Selbst ein guter Langstreckenflug kann einem gefeierten Teamerfolg nicht das Wasser reichen. Hätte es die Liga 2020 nicht gegeben, würde den meisten Segelfliegern etwas gefehlt haben!
In Runde 1, ausgeflogen am 30. und 31. Mai, erfolgte gleich einmal ein Senkrechtstart. So waren in der 1. Liga sofort über 300 Speedpunkte notwendig, um mehr als nur einen Punkt zu ergattern! Selbst die Hälfte der 2. Liga und 17 Teams der Qualiliga legten in dieser Größenordnung los. Wie wenn alle nur darauf gewartet hätten, endlich wieder Liga fliegen zu dürfen! Außerdem brachten die ersten Runden gleich einmal die Erkenntnis, dass die Leistungsdichte, besonders an der Spitze der Liga 1 und 2, immer enger wird. Gleichmäßig gutes Wetter lies schnelle Flüge von der Alb bis Niedersachsen zu. Der Deutsche Meister aus Rinteln unterstrich mit den Rundenplätzen 4 und 2 sofort die Ambitionen auf die Titelverteidigung. Der Rundensieg der Fliegergruppe Wolf Hirth muss wohl dort einen Motivationsschub ausgelöst haben, der dann lange anhielt und schlussendlich auch mit dem Vizetitel belohnt wurde. Bis Runde 10 waren sie sogar die schärfsten Jäger von Rinteln. Allerdings versäumten die Kirchheimer gleich das Nachlegen in Runde 2. Hier schlug mal wieder die Erkenntnis zu, dass die Big Points bei schlechtem Wetter zu holen sind. Drei Flüge von den Walldürnern mit um die 80 km/h reichten schon für 9 Tabellenpunkte aus. Das katapultierte sie in die obersten Tabellenregionen. Die Odenwälder waren dann die ganze Saison über nie schlechter platziert als auf Tabellenrang 5. Nach einem tollen Endspurt in den letzten vier Runde ist der Podiumsplatz 3 hochverdient. Auch in der 2. Liga markierte Blaubeuren mit einem Sieg in Runde 1 sofort die Anwartschaft auf den Aufstieg und ließ sich dann die zur Hälfte der Saison eroberte Tabellenspitze bis zum Ende nicht mehr abnehmen.
Auch die U25-Liga startete hervorragend! Es dürfte der Regeländerung von drei auf nur noch zwei Piloten pro Team zuzuschreiben sein, dass schon in der ersten Runde 39 Teams vollzählig teilnahmen. Diese „Vollständigkeit-Rate“ lag in den vergangenen Jahren im Schnitt bei unter 4 und schaftte bei guten Runden nur sehr selten um die 10! Selbstverständlich erhöht dies die Chancengleichheit und damit auch die Motivation auf weitere und intensivere Teilnahme in vielen Vereinen.
Beherrscht wurde dann in allen Ligen die Runde 2 eindeutig von den Nordvereinen. Alle vier Erstliga-Niedersachsen lagen auf den ersten fünf Plätzen, ergänzt von Oerlinghausen auf Platz 3, was Tabellenplatz 2 bedeutete. Diesen Erfolg konnte Oerlinghausen dann bis Runde 7 halten, ließ dann aber stark nach und musste vom Podium steigen. Auffällig ist noch der 131 Speedpunkte schnelle Flug von Felipe Levin, der damit über 20% schneller war als der Zweitschnellste dieser Runde (107,7)! Außerdem legte er mit diesem 1000-km-Flug bei „halbseidenem“ Wetter auch noch fast doppelt so viele Kilometer vor wie der Zweitweiteste in Deutschland an diesem Tag (539 km)! Ausnahme in dieser Nordphalanx bildete die FSG Hammelburg in der U25-Liga. Mit zwei Piloten und nur knapp 100 Speedpunkten gelingt ihnen mit Rundenplatz 4 einer jener berühmten Big Points bei schlechtem Wetter. Damit setzen sie ein frühes Zeichen, steigern sich im Laufe der Saison und geben den verdienten Titel dann ab Runde 8 nicht mehr ab.
Interessant, dass der Wetterausgleich sofort in Runde 3 folgt. Gerade die bayerische Erstliga-Armada aus neun Vereinen konnte die ersten Runden, bis auf Lichtenfels, quasi abschreiben. Nun aber belegten sieben Bayern die ersten sieben Rundenplätze und die Nordvereine mussten mit der zweiten Ranglistenhälfte vorlieb nehmen. Wieder gaben die schnellen Lichtenfelser den Ton an und setzten sich mit über 364 Speedpunkten in der 1. Liga und 210 Punkte in der U25 weit vom Rest ab. Um sich in den Tabellen ganz vorne zu schieben und dort über die ganze Saison zu halten, fehlt es den eifrigen Lichtenfelsern aber an Pilotenmasse und damit Konstanz. Ganz im Gegensatz zu den größeren Vereinen wie dem Rekordmeister Burgdorf und dem Titelverteidiger Rinteln, die bei gutem Wetter genügend Punkte holen können und bei mittlerem Wetter, wie in Runde 4, nichts anbrennen lassen, entweder die Hänge entlang jagen oder die Wolkenaufreihungen nutzen und damit in jeder Lebenslage fähig sind, vorderen Plätze einzunehmen. Schon 12 Punkte Vorsprung konnte Rinteln auf den Tabellenzweiten Oerlinghausen vorweisen. Wer sollte sie stoppen? Jedenfalls keiner in den folgenden Runden 5 und 6. Wieder konnte man von „Liga-Big-Points-Wetter“ sprechen und wieder gelang den Rintelnern eine hohe Punkteausbeute. Zwar lassen sie „großzügig“ die Rundensiege an Celle, Pirna, Gifhorn, Nastätten oder Homberg gehen, aber geben die laufend ausgebaute Tabellenführung seit Runde 2 nicht mehr ab. Schlussendlich können sie vorzeitig und völlig unspektakulär, aber ohne einen einzigen Rundensieg, die Titelverteidigung feiern.
Deshalb konzentriert sich die Gemeinde ab der Hälfte der verkürzten Saison auf die verbliebenen zwei Podiumsplätze in der Top-Liga. Und da blieb es für drei Teams spannend bis zur letzten Minute! Bamberg mauserte sich ab Runde 6 mit konstant guten und immer besser werdenden Ergebnissen bis ganz nach vorne. Dort dürfte irgendwann die Motivation zum Selbstläufer geworden sein. Leider war ausgerechnet die letzte Runde wettertechnisch aus bayerischer Sicht nicht ganz fair. Viele Außenlandungen und Flüge unter dem 40 Punkte-Grenzwert vermiesten das Finale. Da konnte auch der abendliche Champions-League-Sieg von Bayern München nicht mehr helfen. Die konstant fliegenden Odenwälder aus Walldürn und die Wolf-Hirther aus Kirchheim gönnten Bamberg das Podium nicht.
Die früheren Mehrfachmeister aus Burgdorf und Bayreuth konnten durch jeweils einen Rundensieg die vergangenen Erfolge kurz aufblitzen lassen, hatten aber in dieser Saison mit dem Podium und der Titelvergabe zu keiner Zeit etwas zu tun. Immerhin legte Bayreuth in Runde 10 mit 410,6 Speedpunkten die beste 1.Liga-Leistung 2020 vor. Über dem explodierenden Thüringer Wald konnte Maximilian Dorsch aus Bamberg mit einer LS4 die beste Saisoneinzelleistung (148 Punkte) setzen. Als respektvolle Anerkennung darf hier die ligaübergreifende Bestleistung des SFZ Ottengrüner Heide , ebenfalls aus Runde 10, nicht unerwähnt bleiben. Ihre 417,48 Punkte aus der 2. Liga sind in 2020 unübertroffen!
Die schon anfangs erwähnte hohe Leistungsdichte kann in der verkürzten Saison 2020 noch durch mehrere anderen Fakten belegt werden. Zum einen gab es bei 13 Runden elf verschiedene Rundensieger in Liga 1 – nur der Fliegergruppe Wolf Hirth (Runde 1 und 8) und dem AC Bad Nauheim (Runde 11 und 13) gelangen zwei Siege. Zum zweiten entschieden sehr oft nur minimale Differenzen in den Geschwindigkeiten bzw. den Speedpunkten über die Platzierungen. In Runde 5 trennte der Erste (Pirna) vom Zweiten (Brandenburg) gerade mal 0,02 Punkte! Das sind nur wenige Sekunden pro Pilot! Und dies ist durchaus kein Einzelfall und auch nicht auf Nachbarvereine beschränkt, die vermeintlich im gleichen Wetter fliegen konnten, sondern zieht sich durch die ganze Saison, laufend finden sich Abstände unter 0,1 km/h in den Ranglisten, sogar mehrfach pro Runde.
Als Beispiel seien hier die Oerlinghausener und die Schwarzwälder verglichen. Nur 0,27 Punkte trennen sie in Runde 9. Und auch die jeweils besten drei Piloten konnten annähernd gleich schnell fliegen, obwohl mehrere hundert Kilometer zwischen ihren Startorten und Fluggebieten liegen. Da lohnt sich die taktische Ausrichtung des Fluges auf die Ligaregeln in jedem Fall, um diese minimalen Abstände aufzuholen. Sehr viel wird an Ligaspeed verschenkt, weil sich die durchaus schnellen Piloten auf die Langstrecke konzentrieren, aber mit ein bisschen Basiswissen der Ligaregeln durchaus ein paar km/h herausholen könnten. Auch in der 2. Liga gibt es genügend Beispiele, wo an weit auseinander liegenden Ecken praktisch gleich schnell geflogen wird. In Runde 3 liegt Eisenhüttenstadt zum Beispiel nur 0,06 Punkte vor Bad Wörishofen am anderen Ende der Republik.
Oft ärgert man sich erst abends, wenn die Wertungen sichtbar werden. „Die 0,5 km/h schneller wären für mich sicher drin gewesen“, wird sich so mancher oft selbst vorgeworfen haben. Gerade am Tabellenende entscheiden nur wenige Punkte über Abstieg oder Verbleib in der Liga.
Deshalb gibt es bei den sieben Erstliga-Aufsteigern aus 2019 auch ein gemischtes Bild. Oerlinghausen geht hochmotiviert die erste Saisonhälfte an, platziert laufend unter den Top Ten, lässt dann aber stark nach. Immerhin springt mit Finalplatz 9 ein Top-Ten-Ergebnis heraus. Ansbach und Bad Nauheim halten sich lange gut im Mittelfeld. Letzteres Team kann dann sogar mit den Rundensiegen in Runde 11 und 13 noch mit Tabellenplatz 7 an die Spitzengruppe anschließen. Ein Rundensieg gelingt auch Pirna in Runde 5, was aber für das einzige sächsische Team leider ein Ausreißer nach oben darstellt und nicht für den Verbleib in der 1. Liga reicht. Genauso wie der Aero Club Berlin, müssen die Schweinfurter sofort wieder absteigen. Der Wind weht doch etwas härter, je höher man in den Ligen aufsteigt. Der HAC Boberg kann sich in der letzten Runde mit einer Startverlagerung an die Hänge der Porta Westfalica gerade noch mit einem Punkt vor Stadtlohn retten. Wieder einmal entscheidet ein Punkt über Verbleib oder Abstieg. Den von täglich früher Flugplatzschließung benachteiligten Braunschweiger kann leider auch ihr fulminanter Schlussspurt nicht helfen. Ihnen ist im nächsten Jahr eine Aufstiegsfeier zu wünschen.
Für eine hoffentlich „normale“ Saison 2021 dürfen die Aufsteiger aus der 2. Liga begrüßt werden. Souverän setzten sich die früheren zweifachen Deutschen Meister aus Blaubeuren mit drei Rundensiegen durch, sehr knapp gefolgt von Hofgeismar, die nicht ganz so konstant über alle Runden unterwegs waren. Die immer mit dem 15-km-Zielkreis kämpfenden Bad Wörishofener vervollständigen das Podium, Laichingen und Eisenhüttenstadt folgen auf den Plätzen. Äußerst knapp wurde auch um die letzten beiden Aufstiegsplätze gekämpft. Am Ende setzten sich die LSG Fallersleben und der SFC Schwäbisch Hall gegen die nun punktgleichen Eichstätter und Bad Homburger durch. Letztere brillierten zwar auch durch drei Rundensiege, mussten aber zu oft mit nur ganz wenigen Punkten vorlieb nehmen.
Auch der Gewinner der 463 Teams umfassenden Qualiliga, SFV Mannheim, übrigens Gewinner der allerersten Ligasaison im Jahre 2001, zeigte eine große Konstanz. Bis auf die letzten beiden Runden, in denen Mannheim eh schon als Sieger feststanden, platzierten man sich zwar ohne Rundensieg, aber nie schlechter als Rundenplatz 23. Spannend war auch hier das Finale um die weiteren Podiumsplätze mit nur einen Punkt Unterschied, sowie der Kampf um den letzten Aufstiegsplatz. Hier herrschte sogar Punktgleichheit! Am Ende machte der zweifache Rundensieger FSV Mössingen das Rennen und wird Zweiter, aber punktgleich mit FSV Neustadt/Weinstrasse. Auch für die Neustädter gilt: drei Ausreißer sind mindestens einer zuviel. Bensheim ließ tatsächlich in der letzten Runde überhaupt nichts mehr anbrennen, holte sich mit 0,05 Punkten Vorsprung vor Riedelbach den Rundensieg und damit den letzten Aufstiegsplatz. Dazwischen dürfen noch die U25-Sieger aus Hammelburg, der AC Esslingen und das neue „Kunstteam“ Isar Segelflug in der 2. Liga begrüßt werden.
Auffallend ist, dass viele Junior-Piloten, die in der U25-Schlußtabelle ihr Team ganz vorne platzieren konnten, auch den Hauptanteil an der jeweiligen guten Platzierung ihrer Mannschaften in der 1. oder 2. Liga getragen haben. Konstanz zahlte sich besonders in der U25-Liga aus. Das Abbild der Anzahl der Ausreißer nach unten und deren Amplitude zeigt 1:1 das Bild der Tabelle nach 13 Runden. Hammelburg mit keiner einzigen schlechten Rundenplatzierung siegt, vor Oerlinghausen, die die Runden 7 und 8 etwas geschwächelt haben. Königsdorf, nach einer langen Siegesserie nun auf Platz drei, hat zwar nur Runde 2 ausgelassen, kann aber diese null Punkte nicht mehr kompensieren. Homberg auf Platz 4 weist gleich zwei dieser Nullrunden und Lichtenfels drei auf (Platz 5). Bad Wörishofen folgt der Logik entsprechend mit vier Ausreißern. Wie in der Qualiliga, wo es für einen Sieg gleich 50 Punkte gibt, werden die 40 Siegpunkte in der U25-Liga immer schwerer aufzuholen sein, je inkonstanter an den Runden teilgenommen wird. Umkehrschluss: Wer es schafft, jede Runde mit einem vollständigen Team teilzunehmen, dem ist ein Erfolg quasi garantiert!
Gratulation an die Meister und Gewinner der einzelnen Ligen. Für 2021 wünschen wir viel Erfolg den Aufsteigern und hoffentlich eine erneute hohe Motivation für die Absteiger! Und uns allen eine ungetrübte Corona-freie neue Saison.
 
Heiko Hertrich
 
Deutscher Meister 2020 - LSV Rinteln
 
FLG Blaubeuren
- Sieger 2. Segelflug-BUNDESLIGA
 
SFV Mannheim - Sieger Quali-Liga 2020
FSG Hammelburg - Sieger U25-Liga 2020

 


Wednesday, 26. August 2020 U25-Finale am Hang: Ausdauer zahlt sich aus translate news

Da sich die FSG Hammelburg den Titel nicht in der letzten Runde wegnehmen lassen wollte, ging es am Samstag für die Unterfranken zur letzten Runde der diesjährigen U25 Liga nach Bückeburg ans Wesergebirge.
Dort trafen sie auf deren direkte Verfolger vom FG Oerlinghausen. Für Eric Schneider und Andreas Heil ging es zunächst mit 45 min warten am Hang los, nachdem sie gegen 13 Uhr der erste Bart an Höhe gewinnen lies und sie nach Südwesten Richtung Bielefeld auf Strecke fliegen konnten. So ganz ohne Wasser ließ sich kaum ein schneller Schnitt erzielen, nach einem kurzen Abstecher an den Ith konnte er dann doch auf 100,51 Punkte getrieben werden. Zusammen mit Andreas Heil, der 82,05 Punkte auf ner LS 4 holte, konnten sie die Runde gewinnen und somit auch den Titel des Deutschen U 25 Meisters!
Die Oerlinghausener waren mit Lukas Brune mit 97,90 Punkten und Leon Bohnenkamp mit 67,69 Punkten nur knapp dahinter und bleiben somit auf dem zweiten Tabellenplatz als Vizemeister. Auf Platz drei folgen die Jungs der FSV Stölln mit Jasper Pepe Seemann, der 100,14 Punkte beisteuerte und Tobias Rinnert mit 42,61 Punkten.
Insgesamt konnten in der U 25 Liga nur 4 Vereine mit 2 Junioren punkten. Dies waren jedoch nicht die ersten vier, denn Simon Schröder hat am Sonntag noch einen raus gehauen und flog auf ner ASG 29-e mit 18m die Tagesbestmarke von 133,02 Punkten.
So gab es in dieser letzten Runde keine nennenswerten Veränderungen mehr in der Tabelle und uns bleibt es nur zu hoffen, dass kommendes Jahr eine ganze Saison geflogen werden kann.
Es war schön zu sehen, dass die Förderung junger Talente wie Eric Schneider gut angekommen ist und vielleicht dem einen oder anderen Junior noch etwas Ansporn gab, sich die LS 8 neo zu sichern.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Abschlusstabelle U25-Liga.
Gemeinsames letztes Rennen
ab Bückeburg: Eric Schneider,
Peter Wagner, Andreas Heil,
Leon Bohnenkamp und
Lukas Brune (v.l.n.r.).
In Wartemodus am Haupthang.
 

Wednesday, 26. August 2020 Blaubeuren krönt Traumsaison mit dem Liga-Sieg translate news

Knapper geht´s kaum
Bereits am vergangenen Dienstag kam bei den Sonderbucher Segelfliegern die Frage auf, ob die fürs Wochenende angekündigte Kaltfront schnell genug durchziehen würde und noch schnelle Flüge für die Bundesliga drin wären. Am Freitag war dann schon recht klar, dass das Wetter bei den hessischen Verfolgern gut werden würde. Nur wie gut? Und würde der Sonntag noch eine Chance bieten, den Vorsprung aufzuholen, den die Piloten aus dem hessischen Hofgeismar sicher herausfliegen würden? Am Samstagabend schließlich war die Stimmung etwas gedrückt, musste man doch fast 300 Geschwindigkeitspunkte aufholen.
Als sich am Sonntag dann die ersten Sonnenstrahlen zeigten, kam auf dem Flugplatz Sonderbuch eilige Betriebsamkeit auf. Martin Söll, Philipp Söll, Oliver Stockinger und Michael Heiß zogen ihre Flugzeuge aus den Transporthängern und bauten sie zusammen. Helmut Schmid bereitete den Doppelsitzer Arcus vor und Maximilian Hübner den neuen Discus des Vereins. Stockinger und Philipp Söll starteten als erste, gefolgt von Martin Söll, Helmut Schmid mit seiner Frau, Michael Heiß und Maximilian Hübner. Wie schon letztes Wochenende waren die ersten Kilometer etwas schwierig, bald schon meldeten die vorausgeflogenen Philipp Söll und Oliver Stockinger, dass man ab Mengen gut voran käme. Martin Söll konnte noch gut folgen, Michael Heiß kam dann jedoch schon wieder südwestlich von Sigmaringen zu tief und verlor wertvolle Zeit. Das Ehepaar Schmid kehrte in der Gegend von Ehingen um während Maximilian Hübner bei Zwiefalten den Motor anwerfen musste und damit aus der Wertung fiel. Die Vorausgeflogenen meldeten allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sie den Schluchsee sehen und am Rand des Südschwarzwaldes wenden. Am Abend konnten Philipp Söll (118,94 Punkte), Oliver Stockinger (112,74 Punkte) und Martin Söll (105,28 Punkte) zusammen beinahe 337 Geschwindigkeitspunkte melden, was einen zweiten Platz in der letzten Runde der Ligasaison erbrachte. Die Freude war besonders hoch, als eine Rückfrage in Hofgeismar ergab, dass dort am Sonntag keine Ligaflüge mehr gemacht wurden und Blaubeuren die Tabellenführung in der 2. Bundesliga erfolgreich zurückgewinnen konnte.
So gab es für die Bundesligapiloten doch noch ein glückliches Ende an der Tabellenspitze und sie freuen sich nächstes Jahr zusammen mit den Nachbarn des FSV Laichingen, welche die Saison auf dem vierten Tabellenplatz beenden konnten, in der ersten Liga zu fliegen.
 
Michael Heiß
 
Oliver Stockinger auf Punktejagd
Martin Söll, Oliver Stockinger und
Philipp Söll (v.l.n.r.) nach erfolgreichem
Bundesligaflug
Die Rennmaschinen nach
erfolgreichem Bundesligaflug
 

Wednesday, 26. August 2020 Die Auf- und Absteiger stehen fest! translate news

Mit der 13. Runde am 22. und 23.8.2020 ist die Liga-Saison 2020 Geschichte. Trotz der coronabedingten Verkürzung der Saison wurde wieder jede sich bietende Gelegenheit genutzt und um jeden Punkt gekämpft.
Der neue und alte Deutsche Meister heißt LSV Rinteln! Das ist keine Überraschung, denn den Meistertitel konnte den Niedersachsen schon nach Runde 12 keiner mehr nehmen (Bernd Fischer von TopMeteo berichtete hier). Um Platz 2 wurde bis zum Schluss gekämpft. Die Fliegergruppe Wolf Hirth gab zum Schluss nochmal Vollgas und konnte sich mit einem zweiten Rundenplatz in Runde 13 noch den Vizetitel sichern. Der FSC Odenwald Walldürn beendet die Liga-Saison auf Platz 3.
In der 2. Segelflug-BUNDESLIGA zeigte die FLG Blaubeuren echtes Durchhaltevermögen. In Runde 7 eroberten die Schwaben erstmals die Tabellenspitze und gaben sie - obwohl es eng zuging - bis zum Schluss nicht mehr ab. Nur vier Punkte Vorsprung stehen am Schluss auf den Zweitplatzierten LSV Hofgeismar auf dem Konto. Der SFV Bad Wörishofen verteidigt auch in der letzten Runde Platz 3.
Wie immer steigen die ersten sieben Vereine der 2. Segelflug-BUNDESLIGA in die Segelflug-BUNDESLIGA auf (grün markiert). Die jeweils letzten sieben Clubs steigen in die nächst untere Liga ab (rot markiert).
 
Das OLC Finale in Poppenhausen kann in diesem Jahr coronabedingt leider nicht stattfinden.

Endstand Segelflug-BUNDESLIGA 2020:
# Punkte  
1 185  
2 155  
3 153  
4 139  
5 122  
6 121  
7 117  
8 117  
9 115  
10 110  
11 110  
12 104  
13 101  
14 99  
15 97  
16 96  
17 96  
18 95  
19 84  
20 79  
21 72  
22 72  
23 68  
24 67  
25 56  
26 53  
27 42  
28 39  
29 33  
30 28
                                                                                                                                      
Endstand 2. Segelflug-BUNDESLIGA 2020:  
# Punkte  
1 173  
2 169  
3 144  
4 137  
5 133  
6 124  
7 120  
8 111  
9 111  
10 109  
11 108  
12 101  
13 100  
14 99  
15 95  
16 90  
17 89  
18 87  
19 84  
20 81  
21 81  
22 77  
23 59  
24 58  
25 57  
26 50  
27 49  
28 35  
29 32  
30 18

 

Endstand Quali-Liga 2020, insgesamt 463 Vereine  
# Punkte  
1 443  
2 413  
3 413  
4 409  
5 390  
6 336  
7 332  
8 302  
9 284  
10 282  
11 248  
12 218  
13 208  
14 203  
15 200  
16 198  
17 197  
18 191  
19 180  
20 179  
21 174  
22 174  
23 171  
24 164  
... ...  

 


Tuesday, 25. August 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Finale 22./23.8. (Runde 13) translate news

Zum Ligaschluss hatte das Wetter nochmal einiges zu bieten: Es begann mit einem Kaltfrondurchgang und einer windigen Rückseite am Samstag und endete Sonntag mit einer schmalen Lücke hinter der zweiten und vor der mittlerweile dritten Front des Wochenendes. Neben dem richtigen Timing gehörte am Ende daher auch ein wenig Glück dazu, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um die guten Lücken zu erwischen und unter den Wolkenstrassen nochmal Liga-Speed zu machen. Oder man hatte gleich mit einer Verlegung geplant, wie so mancher Flug nahelegt ...
Samstag:
Fast schon klassisch zeigt sich das Satellitenbild von 12UTC (14MESZ), auf das der Wind rückseitig der Kaltfront die Wolkenstrassen gezeichnet hat. Und der Wind war durchaus zügig unterwegs: Lag die Front morgens noch zwischen Pfalz und Vorpommern, hatte sie am späteren Nachmittag bereits den Südosten erreicht, der jedoch noch unter den dichten frontalen Wolken lag. Dazu störte hinter der Front noch ein ausgeprägter Cirrenschirm vor allem über dem Osten Deutschlands, der darunter - trotz einfliessender kühler Luft - keine nachhaltig nutzbare Thermik zuließ. Und noch ein Störfaktor ist auch dem Bild zu sehen: Vom Kanal bis in die Deutsche Bucht lag zu dem Zeitpunkt bereits eine neue Troglinie/Front, die mit stärkeren Überentwicklungen und eingelagerten Schauern im Laufe des Thermiktages noch bis auf die Linie Eifel - Kieler Bucht vorankommen sollte. Aber - und das zeigen die Flugspuren - für einen schnellen Ligatag zum Saisonabschluss sollte es vor allem für den Westen noch reichen.
Sonntag:
Auch das Satellitenbild vom Sonntag zeigt weiter die typischen Kaltluftstrukturen. Eingelagert in die - vor allem im Norden - noch kräftige Strömung floss kühle, aber auch labile Luft nach. Zwischen den nach Südosten abziehenden Front(en) und der bereits nächsten, die von Nordwesten einlief, tat sich nur noch eine schmale Lücke auf. Die sollte sich aber am Nachmittag vor allem im Südwesten noch aufweiten können, denn unter ganz leichtem Hochdruckeinfluss ließ die Überentwicklungs- und Schauertätigkeit nach und brachte nochmal schnelle Bedingungen. Wenig Änderung gabe es in der Struktur der Flugspuren im Vergleich zum Samstag - die Linien orientierten sich weiter klar am Wind.
Wer hat was draus gemacht?
Die Motivation bei einigen Teams war sicherlich hoch. Auch wenn das eigentliche Rennen um die Meisterschaft in der Bundesliga schon letzte Runde entschieden war, war die Ausgangssituation vor allem auf den Auf- und Abstiegsplätzen weiter offen. Unterhalb von Rang 20 war der Klassenerhalt in beiden Ligen nicht sicher. Und in der 2. Liga konnte sich fast die komplette obere Hälfte noch - zumindest theoretische - Hoffnungen auf einen der noch austehenden Aufstiegsplätze machen.
Und das Samstags-Wetter würfelte dann die zwischenzeitliche Tabelle gleich ordentlich durcheinander. Im Fernduell Stadtlohn - Königsdorf fanden sich die Bayern plötzlich auf einem Abstiegsplatz wieder. Was unter Reihungen zwischen Westerwald und Eder möglich war, zeigte Fabain Krause, der von Eudenbach aus für Stadtlohn unterwegs war und mit 132 Speed-Punkten den zweitschnellsten Flug des Tages absolvierte und so die Münsterländer auf den zwischenzeitlichen Rundenplatz 4 führte. Max Mensing und Max Wenning waren zeitgleich von der Porta aus unterwegs, nutzten für ihre Flüge aber nicht ausschließlich die dortigen Hänge, sondern holten ihre Speed (auch) unter den Wolkenstrassen. Durch die Verlegung des Startplatzes nach Osten konnten sie ausserdem den nachmittäglichen Störungen am heimischen Platz entgehen.
Auf Rundenplatz 3 flog das Team aus Nastätten. Schnellster war hier Jens-Christian Henke, der zuerst gegen den Wind bis ins Saarland voflog, um dann seine Speed in einem Jojo südlich des Hunsrück zu beginnen, um nach einem längeren Rückenwindschenkel die Wertungszeit zwischen Lahn und Taunus ablaufen zu lassen (139km/h, 122 Speed-Punkte). Dass es auf einer ähnlichen Spur aber nochmals schneller ging, zeigte Sören Nölke: In Aspach/Taunus gestartet flog auch er erst gegen den Wind Richtung französische Grenze vor. Auch für ihn ging es anschliessend mit Rückenwind südlich des Hunsrück entlang bis an den Vogelsberg, um dann nochmal gegen den Wind einen Jojo bis an die Lahn anzuhängen. Auf den beiden letzten Schenkeln zeigt sich dann sehr schön der Einfluss des Windes: Jeweils rund 93km lang und mit je nur einem kurzen Kurbelanteil waren die beiden Teilstrecken fast identisch. Gegen den Wind erreichte
Sören jedoch "nur" einen Schnitt von 120km/h, mit Rückenwind dagegen von über 165km/h! Letzlich schafft er es in der Wertungszeit auf knappe 148km/h (140 Speed-Punkte). Gemeinsam mit Maximilian Schäfer und Sebastian Nägel, die jeweils von Ludwigshafen aus unterwegs waren, schaffte die FG Wolf Hirth damit Rundenplatz 2. 
Der Rundensieg geht am Ende nach Ober-Mörlen. Der AC Bad Nauheim nutzte hier den Heimvorteil mit dem direkten Zugriff auf die Samstags-Kaltfrontrückseite. Mit 3 schnellen Flügen von Benedikt Lang, Karsten Leucker & Clara Holte sowie Jürgen Breitenfolder & Karsten Kirbs belegen die Hessen im der Tageswertung des Speed-OLC gleich 3 der Top-10 Plätze und entscheiden somit auch die Liga-Runde mit 383 Speed-Punkten deutlich für sich. Mit den Zwischenstand am Samstag-Abend hätte Stadtlohn den Klassenerhalt in letzter Sekunde geschafft - aber es sollte ja noch der Sonntag folgen und damit die letzte Chance für Königsdorf, nochmal zurückzukommen.
Letztlich war es keine Sekunde, sondern fast 2 Stunden Wertungszeit, die sowohl Johannes Bayer als auch Mathias Schunk von Königsdorf aus in Punkte ummünzen konnten. Martin Weber erwischte vom Rheinland-Pfälzischen Bad Sobernheim aus zwar den schwächeren der beiden Wochenendtage zwischen Saar und Pfalz -, sein Flug trug aber ebenfalls dazu bei, dass die Königsdorfer mit 8 Punkten für Rundenplatz 13 den Klassenerhalt sichern konnten.
Dass man am Sonntag aber auch im Süden schnell unterwegs sein konnte, zeigte einmal mehr Simon Schröder, der zwischen Allgäu und Oberbayern die aufkommende Stabilisierung optimal ausnutzen konnte und mit 151,98km/h (133 Speed-Punkte) zwar nicht den Punkthöchsten, aber doch den höchsten absoluten Schnitt schaffte.
Auch in der zweiten Liga sollte erst der Sonntag die Entscheidung bringen - zumindest was die Aufstiegsränge angeht. Gerade mal 3 Punkte trennten vor der letzten Runde die Plätze 6 bis 9 und so lief es auf einen Vierkampf zwischen Grabenstetten, Fallersleben, Schwäbisch Hall und Eichstätt hinaus. Und auch Eisenhüttenstadt konnte sich auf Gesamtrang 5 noch nicht sicher sein, ins Oberhaus einzuziehen. Für die Brandenburger legte Sabrina Vogt am Samstag von Rinteln aus vor und Andreas Kühl und Sebastian Bode am Sonntag von Eisenhüttenstadt aus nach. Rundenplatz 6 sicherte damit Gesamtrang 5 und damit den Aufstieg.
Knapper ging es dahinter zu. Bernd Meindermann, Helge & Franz Liebertz sowie Benno Beesten hatten Samstag von Ummern aus unter den Reihungen über über der Heide vorgelegt und Fallersleben konnte sich den zwischenzeitlichen Rang 2 sichern. Schneller zu dem Zeitpunkt war nur der LSC Bad Homburg, für die Steffen Göttler den schnellsten Flug der Liga ins Ziel brachte (141,3km/h, 127,9 Punkte). Die Hessen machen (von Rang 13 kommend!) einen weiten Sprung nach vorne, erreichen aber keinen Aufsteigsplatz, weil auch die direkte Konkurrenz punkten kann. Am Samstag-Abend stehen Fallersleben und Schwäbisch Hall auf Rang 6 und 7, die bis dato punktlosen Grabenstetter fallen aus den Aufstiegsrängen heraus. Auch am Sonntag können sie das nicht mehr aufholen, so dass letztlich die zwischenzeitliche Rangliste vom Samstag auch am Sonntag-Abend noch Bestand hat -, denn dass Blaubeuren am Sonntag noch
auf Rundenplatz 2 vorfliegt, hat für die Abschlusstabelle keine Relevanz mehr.
Damit endet die verkürzte, aber durchweg intereressante und spannende Saison 2020. Auch wenn es in diesem Herbst/Winter nur wenige
Gelegenheiten geben wird, sich auch mal persönlich zu treffen, würde ich mich freuen, wenn wir uns spätestens im April 2021 wieder lesen!
 
Euer Bernd vom Team TopMeteo
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland

 

 


Friday, 21. August 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 21.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG überquert die Kaltfront eines Tiefs über der Norwegischen See, welche zu Tagesbeginn etwa auf einer Linie Brandenburg-Südpfalz liegt, Deutschland südostwärts. Rückseitig fließt mit lebhafter Westströmung kühlere und leicht, im Nordseeumfeld auch hochreichend labil geschichtete Meeresluft ein.
Am SONNTAG hält sich weiterhin überwiegend leicht, in den Küstenbereichen sowie im Nordwesten auch hochreichend, labil geschichtete Meeresluft. An den Alpen halten sich dagegen Reste feuchtwarmer und labil geschichteter Luft.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im äußersten Südosten kaum nutzbare Thermik entwickeln, sonst ist mäßige bis gute Wolkenthermik zu erwarten. Die Basen steigen auf 1200-1500 m, im Südwesten teils auf 1700 m. Im Nordwesten ist die Thermik häufig zerrissen, zeitweise stören auch Überentwicklungen.
Am SONNTAG bildet sich im Norden mäßige, im Süden gute Wolkenthermik aus, die allerdings teilweise zerrissen sein wird und besonders im Norden und Westen zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird. Die CU-Basen steigen im Norden auf 1000-1300 m und im Süden auf 1500-2000 m.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG nach Abzug der frontalen Bewölkung meist nur mäßige Wolkenthermik, die vor allem im Westen oftmals zerrissen ist.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, oftmals zerrissen und durch einzelne Überentwicklungen gestört.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG auf Grund von frontaler Abschirmung und Überentwicklungen keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG in frischer Kaltluft mäßige bis gute Wolkenthermik. Thermikbeginn 07.30-09.30 UTC. Thermikende 15.00-15.30 UTC.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Peter H. Braasch
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