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Montag, 18. Juni Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende Artikel übersetzen

Ein wettermäßig durchwachsenes Wochenende. Trogeinfluss und Hochdruck. Ausbreitungen und reihende Cumuli. Hangwind und die obligatorischen, wenn auch verhassten Cirren. Süden und Norden bekommen je einen guten Tag ab und der Westen hat eher das Nachsehen ...
Samstag:
Ein etwas chaotisches Himmelsbild zeigte der Satellit am Samstag Nachmittag um 12 UTC (14MESZ). Im Vorfeld eines Troges über den britischen Inseln hatte sich ein breites Cirrenband entwickelt, das zügig von West nach Ost unterwegs war. Am frühen Morgen tauchte es im Nordwesten auf, am frühen Abend war es schon auf die Linie Ostsee - Allgäu vorangekommen.
Rückseitig entwickelte sich eine schwache Konvergenz, die im Bild schon an der Grenze zu BeNeLux erkennbar ist. Vor dem Cirrenschirm war der Feuchteanteil sehr unterschiedlich: Aus dem dichten Stratus der Nacht nördlich des Erzgebirges entwickelten sich zwar Cumuli, die liefen aber häufig breit. Deutlich besser - auch wenn nicht immer ganz von Beginn an - war es im Süden
bzw. im Südosten: Hier lag noch eine warme, vor allem aber trockene Luftmasse, die sich schon am Vortag vertikal gut strukturieren konnte. Ein Tag mit klaren Vorteilen im Süden/Südosten ...
Sonntag:
Ähnlich chaotisch sah auch der Sonntag aus: Mittlerweile war der Trog da, die schwache Konvergenz/Front lag mittlerweile von Wetspolen bis hinunter nach Bayern, gut an den eingelagerten Spots erkennbar, aus denen teils auch Schauer fielen. Dahinter lag ein schmaler Streifen, der sich im aufgefrischten Südwestwind reihende Cumuli zeigt - die vor allem im Norden von der Heide bis nach Mecklenburg. Und der obligatorische Cirrenschirm (über dem Westen) durfte natürlich auch nicht fehlen. Ein Tag mit klaren Vorteilen im Norden/Nordosten ...
Wer hat was draus gemacht?
Der Blick in die Wertungslisten am Samstag-Abend sah wenig überraschend die Verein aus dem Süden ganz vorne liegen. Und das nicht nur in der Liga, sondern der Tag hatte auch was für die lange Strecke zu bieten. Dass sich das auch durchaus auch mit der Liga-Fliegerei versteht, zeigen die Flüge von Alex Müller und Michael Schlaich, die beide sowohl deutlich über 1000km flogen, aber auch Punkte für ihre Teams aus Bayreuth und Winzeln erflogen. Die km/h für die Liga flogen beide interessanterweise auf fast der selben Linie zwischen Nördlinger Ries und Bayerischem Wald, wenn auch nicht ganz zur selben Zeit.
In der Rundenwertung hat es dann für die Spitzenplätze aber nicht gereicht. Einzig die FG Schwäbisch Gmünd konnte sich mit 333,33 km/h auf dem 3. Platz gegen die Konkurrenz aus dem hohen Norden behaupten. Der Sonntag bot durch seine Reihungen im Wind über dem Flachen alle Chancen schnell unterwegs zu sein. Der LSV Burgdorf hatte offenbar etwas auf Liga-Optimierung gesetzt (durch den
Cirrenschirm war ja auch ein frühes Tagesende angesetzt -, oder man hatte am Nachmittag noch anderes vor). Die Flüge von Yannik Freund, Jürgen Habel und Michael Möker führten jeweils in/gegen die Windrichtung unter den Wolkenstraßen entlang. Ohne  Indexkorrektur war Michael dabei mit knapp 140km/h unterwegs. Nochmal ein Stück schneller waren Frerk Frommholz und Madleen Fernau von Hodenhagen aus unterwegs. Sie dehnten ihren Flug von der Heide bis an die Mecklenburgischen Seen aus und konnten damit ein gutes Stück mehr Rückenwindschenkel mitnehmen. Mit 147km/h absolut (indexkorrigiert 126km/h) führen sie damit die  Rintelner knapp auf Platz 1 in dieser Runde. Von Rinteln aus flogen Adrian Glauner und Reinhard Schramme/Rolf Bödeker im Hangwind zwischen Wiehengebirge und Ith/Hils entlang. Der Wind stand zwar nicht optimal auf dem Hang und wurde nachmittags auch schwächer, aber für die nötigen Punkte für den Rundensieg hat es gereicht.
Als bester "Nordverein" liegen die Niedersachsen jetzt auf Rang 5 mit 102 Punkten. Der Abstand auf Lichtenfels als Drittem beträgt auch nur knappe 9 Punkte. Dann klafft aber bereits eine etwas größere Lücke zum Spitzenduo. Zwischen Bayreuth und Aalen entbrennt aber jetzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen, denn der Abstand beträgt nur noch einen einzigen Punkt.
In Liga 2 konnte sich keiner der Spitzenreiter vom Samstag bis über den Sonntag retten. Denn wie schon in der Vorwoche stürmen die Gifhorner an allen vorbei an die Spitze der Rundenwertung. Und wieder waren sie dabei das schnellste Team über beide Ligen hinweg! Auf ähnlichen Wegen unterwegs wie die Nachbarn aus Burgdorf in Liga 1 fliegen Nico Klingspohn im Team mit Dennis Polej der  Konkurrenz davon. Flug Numer 3 steuert Marianne Hagemann bei. Mit knapp 359 km/h sind es am Ende fast 30km/h Vorsprung vor der LSG Fallersleben, für die Helge und Franz Liebertz den schnellsten Flug der Runde in Liga 2 ablieferten:
Irgenwelchen ominösen Pfeile folgend waren sie mit 145km/h (indexkorrigiert 124km/h) unterwegs. Ähnlich wie bei Frerk war auch hier die längere Rückenwindkomponente der Schnellmacher in Richtung Nordosten. Auf Rang 3 landete schließlich ein Verein aus der Mitte, auch wenn für Felipe Levon und Co. vom LSV Homberg/Ohm dafür von 3 unterschiedlichen Plätzen aus unterwegs waren und der Rückflug in die enger werdende Wetterlücke sicher auch interessant gewesen sein dürfte.
In Liga 2 führt weiter die SFG Steinwald, auf Rundenplatz 6 war man wieder souverän im oberen Drittel platziert. Schon seit mehreren Runden liegen die Gifhorner auf Rang 2, können durch den Rundensieg den Vorsprung wieder etwas verringern, der nun noch auf 28 Punkte beträgt, bevor auf die Plätze 3 und 4 (Schwäbisch Hall/ Homberg/Ohm) wieder eine Lücke von etwas mehr als 20 Punkten klafft.
Aber die Liga ist ja gerade mal zur Hälfte rum ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Montag, 18. Juni AC Pirna: 7 Punkte gegen den Abstieg Artikel übersetzen

Tragende Linie bei hoher Basis im Osterzgebirge.
Die neunte Bundesligarunde endete für die Pirnaer Speedjäger auf dem 14. Tabellenplatz. Die 7 Punkte nehmen wir gerne mit, damit der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze nicht zu groß wird. Beide Tage boten gute Bedingungen für Ligaflüge. Die spannende Frage war nun, an welchen Tag man schneller vorankommt. Im Nachhinein war der Samstag der schnellere Tag. Uwe Augustin, Immanuel Weigel und Benny Schüch gingen am Samstag unter den teilweise massiven Ausbreitungen auf Kilometerjagd. Unterstützt wurden sie von Franco Fritzsch, der am letzten Wertungstag der Riesaer Streckenflugwoche wieder sein bestes gab. Speedtechnisch war Benny Schüch der schnellste Pilot; mit etwas Glück gelang ihm früh der Sprung auf das Osterzgebirge. Von da aus gab es eine wunderbar tragende Linie in Richtung Liberec, die letztendlich 106 Speedpunkte brachte. Kai Glatter und Ralf Andrich flogen am Sonntag und schubsten die Flüge von Uwe, Immanuel und Franco noch aus der Wertung. Ihre Flüge führten in die Lausitz in Richtung Cottbus und brachten beide 96 Speedpunkte. Ausbreitungen und Überentwicklungen erschwerten die Bedingungen und ließen keine schnelleren Schnitte zu. Gratulation geht an Franco Fritzsch, der nach 6 Wertungstagen souverän die Gemischte Klasse der Riesaer Streckenflugwoche gewann.
 
Benjamin Schüch
 
 

Freitag, 15. Juni Power für die U25-Liga: Vergabe einer LS8neo & U25 GliderRace für das TOP-Duzend Ende August auf der Wasserkuppe Artikel übersetzen

Seit über 10 Jahren wird auf der Basis der OLC Junior-Challenge, ein klassischer Langstreckenwettbewerb, bei dem die besten drei Flüge der Saison eines Piloten berücksichtigt werden, ein 18m Discus mit Turbo an einen herausragenden Juniorpiloten vergeben. Der Discus wird dem OLC großzügigerweise von Wilfried Großkinsky zur Verfügung gestellt. Es ist in jedem Jahr immer wieder beeindruckend, wenn die für das jeweilige Jahr Begünstigten beim OLC-Finale in der Rhön berichten, welch tolle Langstreckenflüge sie mit dem Discus erzielten – nicht selten verbuchten sie in ihrem Flugbuch mehr als 400 Flugstunden über die gesamte Saison.
Nun hat sich aber gezeigt, dass bei den Nachwuchspiloten nicht unbedingt nur das ‘Langstrecken-Format‘ eine attraktive sportliche Herausforderung ist, sondern bei den Junioren das OLC Liga-Format mehr und mehr Anerkennung gewinnt, insbesondere seit es eben die U25-Liga gibt,. Der Grund ist ganz simpel: Man hat erkannt, dass das konzentrierte Speed-Fliegen über 2 ½ Stunden einem Einzelzeitfahren bei der Tour de France gleich kommt und auch ein ganz hervorragendes Training für die Teilnahme an zentralen Wettbewerben darstellt. Dazu kommt natürlich, dass die Liga in jeder der 19 Runden Sportspannung pur bietet, während man die Wetterlagen für wirklich hervorragende Long-Distance Flüge am Wochenende an einer Hand abzählen kann.
Der OLC nimmt diese Entwicklung mit Freude und einem gewissen Stolz zur Kenntnis … aber er nickt das nicht einfach ab, sondern will sich bei den Teilnehmern entsprechend dafür revanchieren:
In Analogie zum OLC-Discus wird ab der Saison 2019 an einen entsprechend talentierten Piloten aus der U25-Liga eine LS8neo zur Nutzung für ein Jahr vergeben (OLC-Talentförderung!). Grundlage für die Vergabe ist das neu geschaffene U25 Pilotenprofil, in welchem der Reihe nach alle Piloten/innen mit ihren Flügen aufgeführt sind. Das U25 Pilotenprofil ist seit einigen Runden im OLC-Wertungsmenue integriert, das ist der Link.
Aber man kann die LS8neo nicht einfach so gewinnen. In Analogie zur Discusvergabe wird ein kleines Gremium, aus den im vorderen Bereich platzierten Piloten den geeignetsten Begünstigten auswählen (es kommen aber nur Piloten mit Smiley in die Auswahl … wie man das auch beim Discus praktiziert). Die feierliche Übergabe der LS8neo ist dann am 6. Oktober 2018 in Poppenhausen beim OLC Liga-Finale geplant.
Die zweite ‘Danke-Aktion‘ des OLC soll dann Ende August, nach der 19. und letzten Liga-Runde, ein spezieller U25 Grand-Prix auf der Wasserkuppe sein, Titel: U25 GliderRace. Zu dieser Veranstaltung werden vom OLC das Top-Dutzend aus dem Ranking U25 Pilotenprofil eingeladen … und eingeladen bedeutet: Kein Nenngeld, kein Camping, keine Schleppgebühren. Jedoch heißt es auch hier, wie bei der LS8neo-Vergabe … Teilnehmer ohne Smiley werden übersprungen.
Anreise ist Montag der 27. August, Abreise ist Sonntag der 2. September.
Es wird nur mit Flugzeugen aus der aktuellen Standard-Klasse geflogen.
Die Infrage kommenden Piloten erhalten rechtzeitig einen Fragebogen.
Partner auf der Wasserkuppe ist die Fliegerschule Wasserkuppe, vertreten durch Schulleiter Harald Jörges.
Der OLC freut sich auf das U25 GliderRace
… es ist dies dann der vierte Wettbewerb im Grand-Prix Format, den der OLC auf der Wasserkuppe ausfliegt ;-)
 
 

Freitag, 15. Juni DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Artikel übersetzen

herausgegeben am 15.06.2018 um 14.00 Uhr GZ
Bei geringen Luftdruckgegensätzen bestimmt am SAMSTAG schwacher Hochdruckeinfluss mit relativ trockener und zunächst stabil geschichteter Warmluft das Wetter in Deutschland. Im Tagesverlauf wird die Luftmasse vorderseitig eines Höhentroges von Nordwesten her labilisiert.
Am SONNTAG schwenkt der Trog zusammen mit einer schwachen Kaltfront
langsam über Deutschland hinweg ostwärts und bestimmt am Nachmittag hauptsächlich im Süden und Osten der Republik noch das Wetter mit feuchtlabiler Warmluft. Von Nordwesten her setzt sich wieder leichter Hochdruckeinfluss durch.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
SAMSTAG und SONNTAG: Mäßige, lokal auch gute Wolkenthermik, stellenweise abgeschirmt, v.a. im Norden auch gestört durch Überentwicklungen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist mäßige bis gute Wolkenthermik zu erwarten, nachmittags im Nordwesten durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG muss vor allem im Süden und Osten noch mit Überentwicklungen gerechnet werden, ansonsten kann sich wieder mäßige
bis gute Thermik entwickeln.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG meist gute Wolkenthermik, vor allem im Osten kann es stellenweise zu Ausbreitungen kommen.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, die ab Mittag von Westen her durch aufkommende Überentwicklungen und Abschirmungen beeinträchtigt wird. Bis zum Abend vom südlichen Bayerwald zum Chiemgau wahrscheinlich nur geringes Risiko für Überentwicklungen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
 

Mittwoch, 13. Juni LSG Fallersleben: Erneut eine tolle Runde Artikel übersetzen

Nach Platz 3 in Runde 6 ist den LSG-Piloten in Runde 8 wieder eine super Platzierung gelungen. Auch wenn sich die Streckenflugprognosen mit Annäherung an das Wochenende abschwächten, war doch klar, dass im Norden der Samstag der bessere Tag des Wochenendes werden würde. Folgerichtig herrschte Samstag bereits früh Hochbetrieb am Flugplatz Ummern. Bei vielen unterschiedlichen Luftmassen nebeneinander bestand der Trick darin, in einer relativ trockenen Luft zu fliegen und den Schauern und Gewittern an den Grenzzonen aus dem Weg zu gehen. Als bestes Wetterfenster zeigte sich – wie vorhergesagt - das Gebiet östlich Ummern bis zur Müritz.
Also stürmten Günter Raab (Ventus cM), Helge und Franz Liebertz (ASH25e), Arne Brüsch (ASW 15), Lothar Kaps (ASW22) und Achim Elvers (Discus 2) vornehmlich Richtung Lüchow-Dannenberg los. Thorsten Föge (Ventus ct), Alex Thies (DuoDiscus) und Peter Meurers (LS1f) legten ihre Flüge eher in Ost-West-Richtung an, was sich aber als langsamer erwies. Julian Rietig (Hornet) und Lukas Koida (ASW24) mussten leider wegen biologischer oder technischer Probleme schnell wieder landen und Benno Beesten (Nimbus 4M) ist nach Behebung technischer Probleme erst um 15:30 gestartet. Günter und Helge hatten ihre schnellsten Streifen zwischen Ummern und dem Plauer See. Wie schon die meisten anderen zielte auch Benno zunächst Richtung Nordosten, flog an Gorleben vorbei und fand ebenfalls östlich der Elbe sehr gute Bedingungen. Südlich von Neustadt-Glewe ließ die Bewölkung nach und motivierte zur Wende. Von hier ließ sich mit hohem Geradeausfluganteil zügig bis Soltau gleiten. Am Rande einer Luftmassengrenze konnte unter mächtigen Wolken noch ein kleines JoJo angehängt werden, um trotz des sehr späten Starts die Liga-Wertungszeit gut zu füllen. Bei 2400m Basis wären die 40 – 60 km nach Hause wohl auch im Regen jederzeit möglich gewesen.
Abends freuten sich dann alle in Ummern über die schnellen Flüge von Günter (115 Speedpunkte), Helge (107 SP) und Benno (95 SP) und dass am ersten Tag nur die Nachbarn aus Wilsche schneller waren. Jeder fragte sich, wie viele Südvereine am Sonntag wohl vorbei ziehen können. Letztlich gelang das an diesem Tag keinem Club.
 
Benno Beesten
 
Wolken in vielerlei Form und
Mächtigkeit über dem
Flugplatz Faßberg
Gute Bedingungen mit toller Basishöhe
Kein Regen am Heimatplatz Ummern
 

Dienstag, 05. September Auf dem OLC-Barogramm wird’s eng: Perlan knackt den Höhenweltrekord Artikel übersetzen

Endlich ist es soweit, das Perlan Team reicht den ersten Weltrekord ein. Noch sind es nicht die angestrebten 90.000 Fuß, aber mit 52,172 Fuß GPS-Höhe liegt der am vergangenen Sonntag von Jim Payne und Morgan Sandercock aufgestellte neue Weltrekord mehr als 1000 Fuß über dem im Jahr 2006 von Steve Fossett und Einar Enevoldson erflogenen Maximum. Und das schon beim 38sten Flug in der Druckkabine des Perlan 2!
Im Juli war das Perlan Team zur zweiten Argentinien-Expedition aufgebrochen. Dort herrschte tiefster Winter, und noch immer sind die Nächte dort kürzer als die Tage. Nach einigen Erprobungsflügen ging es Anfang August erstmals bis auf 33.200 Fuß zu einem Flattertest. Bestanden! Vier Wochen später war dann alles bereit: Obwohl die Vorhersage für den 3. September nicht besonders aussah, traf man sich gegen sechs Uhr morgens in El Calafate auf dem Flugplatz, von wo aus Jim und Morgan warm eingepackt im Perlan 2 drei Stunden später im F-Schlepp starteten. Langsam ging es in einer ersten schwachen Welle bis auf 18.000 Fuß, dann im mittleren Stockwerk bis auf 28.000. Schließlich hatte der Segler genug Luft unter den Tragflächen um gegen den Wind in die Primärwelle vorzustoßen. Dabei gingen 7.000 Fuß flöten, aber was tut man nicht alles für großartiges Steigen?
Unten am Boden wunderte man sich, denn es waren keine Wellenwolken zu sehen. In der Primärwelle ging es oben schnell weiter auf 33.000 Fuß, etwas höher ein kurzer Check und noch weiter… bei 45.000 Fuß ein nicht unwichtiger Flattertest. Der Höhenrekord schien noch nicht sicher, aber Einar Enevoldson schickte, als er sah, dass Jim seinen persönlichen Rekord gebrochen hatte, schon einen Glückwunsch. Das Team im Cockpit blieb davon unbeeindruckt und stieg weiter, weiter bis auf 54.000 Fuß Druckhöhe (Das sind 16.460 Meter!). Bei Annäherung an den Rekord gab Jim die Höhen über Funk durch: "10 meters, 6 meters, 2 meters, SCORE!"
Übrigens hat der OLC mit Blick auf den avisierten Rekord bereits im letzten Jahr die Barogramm-Darstellung angepasst. Mit 6,6 Stunden war dies der bisher längste Flug für Perlan 2. Die tiefste Temperatur betrug -68 °C, aber alle lebenserhaltenden Aggregate haben beim Höhenflug funktioniert. „Über 40.000 Fuß fliegt die Maschine viel besser als darunter“, kommentiert der Pilot seinen Erfolg.
 
Elke Fuglsang-P.

Hier geht es zu Jim Paynes Höhenflug im OLC.
 
Wunderschön und eisig kalt - Blick über Patagonien Rekordhöhen im Perlan 2 Cockpit  Jim und Morgan haben's gepackt - den Höhenweltrekord
 
 

Sonntag, 03. September OLC - Förderflugzeug LS1-f Neo: Hervorragende Flugeigenschaften und TOP Flüge Artikel übersetzen

Nach rund 190 Flugstunden, einigen Vergleichsflügen mit anderen Flugzeugmustern und Berichten von verschiedenen Piloten, die die 1neo geflogen sind, ist es an der Zeit ein vorläufiges Resümee über die Saison mit der LS1-f neo zu ziehen.
Schon nach den ersten Kreisen in der Frühjahrsthermik war ich von der Agilität und dem Thermikgefühl der LS1-f neo begeistert. Dieses Gefühl sollte sich bei den folgenden Flügen weiter bestätigen.
Mitte Mai hatte ich erstmals die Gelegenheit einen Vergleichsflug mit einer LS4, in der ein durchaus fähiger und erfahrener Pilot saß, über gut 850km durchzuführen. Das Resultat fiel relativ ernüchternd für die LS4 aus. Im Vorflug konnte man zwar einen minimalen Unterschied zugunsten der LS4 bemerken, doch sobald wir in der Thermik kreisten konnte ich mit der LS1 die verlorenen Meter schnell aufholen und sogar deutlich besser steigen. Mit sehr großen Schräglagen bei recht kleinen Geschwindigkeiten (90kmh bei ca. 50° Querlage sind kein Problem) kann die Thermik direkt im Zentrum genutzt und dadurch maximales Steigen erzielt werden. Das macht nicht nur schnell sondern auch jede Menge Spaß J
Durch diese guten Flugeigenschaften konnte ich während der Saison bisher zwei Mal über 800km Fliegen und dadurch jeweils über 1000 Punkte in den OLC Wertungen platzieren. Dass die LS1-f neo nicht nur zum Überlandfliegen geeignet ist sondern auch auf Wettbewerben eine gute Figur macht konnte Nils Ruckert bei der Quali in Leverkusen bereits im Juli zeigen. Souverän sicherte er sich hier einen Platz für die DMJ nächstes Jahr. Sein Urteil über die Flugeigenschaften war sehr positiv.
Im August ging es dann für mich selbst auf die Qualifikationsmeisterschaft nach Grabenstetten. Hier konnte ich gemeinsam im Teamflug mit Max Mensing(LS1-f) und Christoph Kahler(LS4) sehr gute Ergebnisse erzielen. Im direkten Vergleich zu einer normalen LS1-f zeigten sich hier erneut die Vorteile im Steigflug, vor allem wenn die Thermik etwas ruppiger wurde. Mit den Winglets lag die LS1 insgesamt stabiler in der Thermik.
In den vergangenen fünf Monaten hatten insgesamt neun Piloten die Möglichkeit mit der 1neo Flüge durzuführen- alle stiegen mit einem Lächeln aus dem Flieger.
 
Matthias Arnold
 

 


Donnerstag, 24. August LSG Bayreuth Dritter der Bundesliga und vierter weltweit Artikel übersetzen

Die Luftsportgemeinschaft Bayreuth sichert sich im Schlussspurt der Bundesliga Bronze und den vierten Platz der Segelflug-Weltliga. Nach neunzehn Wochenenden mit Höhen und Tiefen haben die elf Piloten der Mannschaft insgesamt 59 Flüge mit einer Summe von 5.295 km/h in die Wertung eingebracht. Dafür waren sie im gesamten Süden Deutschlands und im westlichen Tschechien unterwegs – immer nur mit der Kraft der Sonne. Für die World League haben sie sogar Flüge aus Slowenien und Frankreich mit eingebracht.
War der Anfang im April noch eher mittelmäßig, konnten sich die Bundesliga-Meister von 2015 ab der dritten Runde in die Spitzengruppe katapultieren. Nach dem ersten Mai-Wochenende hatten die Wagnerstädter sogar kurz die Tabellenführung inne. Doch das verregnete Frühjahr und die baldige Dominanz des späteren verdienten Meisters LSR Aalen machte die Hoffnung auf den erneuten Gewinn der Meisterschaft schnell zunichte. Seit Anfang Juli stand die Luftsportgemeinschaft schließlich auf dem dritten Rang und konnte diesen Treppchenplatz bis ins Ziel gegen alle Angriffe der Verfolger verteidigen.
International findet sich das Team sogar als zweitbester deutscher Verein auf Platz vier wieder, da Heiko Hertrich und Alexander Müller einige Flüge aus ihren Urlauben in Frankreich und Slowenien einbringen konnten. Hertrich hat es dabei innerhalb eines Fluges von den Gletschern der Schweiz über das italienische Aosta-Tal bis in Sichtweite des Mittelmeers und wieder zu seinem Ausgangspunkt La Motte du Caire inmitten der Französischen Alpen geschafft.
Segelfliegen ist die einzige Sportart mit einer funktionierenden Weltliga. Bis zuletzt war es spannend, ob die amerikanischen Vereine aus Kalifornien und den Rocky Mountains Bayreuth noch überholen können oder ob die LSG ihrerseits noch an der Soaring Society of Boulder (Colorado) vorbei kommt. Da Boulder bereits am Samstag genügend Punkte einflog, um Bronze für sich abzusichern, half den Oberfranken die gute Leistung der letzten Runde nicht mehr.
Damit sind die Segelflieger auch nach dem fünften Bundesliga-Platz der Basketballer weiterhin die erfolgreichste Sportmannschaft der Stadt. Für das Team ist der vierte Platz in der World League, gemeinsam mit dem vierten Rang 2008, der zweitgrößte Erfolg nach dem Weltliga-Sieg 2015.
Alle zehn Meister-Piloten von vor zwei Jahren waren wieder am Erfolg dieser Saison beteiligt: Andreas, Georg, Johannes und Sebastian Baier, Martin Brühl, Wolfgang Clas, Heiko Hertrich, Friedhelm Lotte, Alexander Müller, Lothar Schmidt und mit Clemens Pape ein neu zur LSG gekommenes Jungtalent, das in der Streckenflug-Einzelwertung bereits ganz vorne mitmischt. Dort läuft die Saison noch bis Ende September, aber Pape und auch Müller sind aus der Spitzengruppe der europäischen Einzelwertung praktisch nicht mehr zu verdrängen.
 
Daniel Große Verspohl

 

 

Donnerstag, 24. August Alps-League 2017 - a colorful finish of OLC’s international Mountain Challenge Artikel übersetzen

Wow, this has been quite a great run! Previous champion SFZ Königsdorf (Germany) won this year’s Alps League. The Austrian SMBC Kirchdorf/Michelsdorf came in second. These two top clubs had in 2016 already finished the Alps League in the same line-up and started the new season in the same way. Well... almost. In round 7, both clubs had “finally” taken up their positions and subsequently went on collecting speed-points. Uncatchable for any other participant. The margin grew larger every weekend. Also the margin between the two leading competitors grew: During the course of the season Königsdorf’s pilots were able to secure their first position. No doubt, they would be defending their title.
Supporting weather? No, this id definitely not the reason to win! The 2017 Alpine summer was quite capricious. Every club in the area saw good and bad days. This was also the case during the final round: Just in time for the last Saturday the northern Alps got heavy rain, and the Sunday was not really better. So how could the contestants successfully finish the challenge? Of course both clubs have exceptionally gifted cross country pilots. But what’s even more important, they are willing to compete and ready to teach newbies to fly the challenge. Team spirit is important to win. It always needs at least three club pilots to compete in OLC’s team-speed-challenge. Unfortunately many Alps-League clubs do not always have a trio ready to go. However their pilots upload great flights, but only one, sometimes two, per club... Unfortunately their superb speeds cannot outscore the triplets’ flights.
Third placed Italian AVUT UniTrento completes the 2017 Alps-League podium. This is a first in the young challenge! A good third place, but quite a close thing: Until round 15 it looked like the Swiss SG Lägern would be defending their third rank. Finally, in round 16, the French AAPCA Fayence joined the game and outscored the Swiss contestants. The pressure was on and lasted until the end of the final weekend. An international game was on, and the Italian pilots finally caught up to finish third.
It was amazing to watch the colorful challenge in the European mountains. More clubs than in the previous year participated. Especially French clubs were able to bring in their giant potential. Only they just missed the bronze medal.
Well, the 2018 Alps-League is coming soon. We hope to infect more countries with the Alps-League bug. See you all back next year!
 
Text: Steffi Keller (OLC-Redaktion)
Final results Alps-League 2017: 
 
1
592
3.930,79
SFZ Königsdorf (D)
2
481
3.096,79
SMBC Kirchdorf/Micheldorf (AT)
3
397
2.608,85
AVUT UniTrento (IT)

 


Mittwoch, 23. August SFG Giulini: Fulminantes Ligafinale Artikel übersetzen

Zur letzten Ligarunde war nahezu alles was Flügel hat in Dannstadt am Start. Bei guter Vorhersage ging es am Samstag bei steifem Westwind zunächst über den Pfälzer Wald nach Frankreich, um gegen den Wind auszuholen, bevor dann die Ligazeit Richtung Osten gestartet wurde. Schöne Aufreihungen ergaben schnelle Schnitte. Je nach dem wann man in den Rückenwind drehte, erwischte man die Aufwindlinien gut oder besser. Auf alle Fälle sah man am Abend auf dem Flugplatz zufrieden nach oben gezogenen Mundwinkel und fette 3-stellige Schnitte in der Wertung, trotz der zum Teil schwierigen Heimwege gegen 25km/h Wind.
Am Sonntag traf man sich zum fröhlichen Fliegen, denn an eine Verbesserung der Schnitte vom Vortag glaubte keiner so richtig. Das Wetter war ähnlich, der Wind blies nach wie vor kräftig aus West und es reihte schön auf. Allerdings nach wenigen Kilometern gegen den Wind in den Pfälzer Wald bei stetig fallender Basis wurde die Querung zu riskant - früh ging es auf Ostkurs. Ab da ging es zügig, auch mit der Clubklasse großteils kreislos, bis maximal auf KM222 von Dannstadt. Eine kräftige Schnittverbesserung war zu diesem Zeitpunkt im Sack und ein schwieriger Heimweg gegen den Wind bei einsetzendem Warmlufteinfluss lag vor uns. Aber nach 4 Stunden geduldigem Fliegen war auch das geschafft.
Absolut Schnellster war heute Junior Nils Koster. Er brannte mit seiner ASG-29 einen 155er Schnitt in den Himmel. Dieter Bartek und Uwe Melzer kamen mit ihre LS-4ren auf 127er Schnitte. Die 382.2 OLC Punkte sind unser bisheriger Rekord und brachten uns Tagesplatz 2, welcher uns ganz knapp auf unseren angestrebten Top Ten Platz hievte.
Damit sind wir im Jahr 1 nach Norbert Lenz sehr zufrieden. Norbert, der bis dato Garant für schnelle Schnitte und seit Beginn unserer Ligaaktivität unermüdlich mit seiner LS-9 im Einsatz war, ist natürlich sehr schwer zu ersetzen. Er war einer der immer wusste wo die Wolken zogen.
Aber der Nachwuchs steht bereits bereit. In der U25 Sonderwertung startete neben Nils Koster noch Alexander Meinicke (LS-8, RS). Zusammen holten sie bundesweit den 9. Rundenplatz und belegten Gesamtplatz 8.
Die zweite Mannschaft in Dannstadt holte sich den Rundensieg und ist nun ebenfalls Erstklassig. Die dritte Mannschaft holte sich die Vize-Meisterschaft in Rheinland-Pfalz.
Alles in allem erflogen die 27 Liga Piloten dieses Wochenende mit 34 Wertungsflüge insgesamt 11.877 dokumentierte Kilometer.
Insgesamt sehen wir eine stetig wachsende Entwicklung im Streckensegelflug auf dem Flugplatz Dannstadt - die nächsten Jahre versprechen viel Spaß und Spannung.
 
Uwe Melzer
 
3 Mannschaften am Start
Mit Buddy auf Ostkurs Nils Koster (ASG-29, LEO)

 


Mittwoch, 23. August AC Braunschweig: Letzte Runde endet mit einem Trostpunkt Artikel übersetzen

Junior Matteo Puglisi holt den Ehrenpunkt für Braunschweig.
Die Segelflug-Bundesligasaison 2017 ist seit dem 20. August Geschichte. Wir kommen am Ende mit 124 Punkten auf Platz 18 in der 30 Segelflugvereine umfassenden Konkurrenz ein. Der neue Deutsche Meister wird mit satten 277 Punkten der LSR Aalen. Dazu kommt natürlich auch aus der Löwenstadt hier an dieser Stelle die entsprechende Gratulation.
Es war für den Aero-Club doch eine äußerst durchwachsene Saison mit Höhen und regelmäßigen Tiefen und von den sechs niedersächsischen Vereinen werden wir am Ende die drittstärkste Kraft. Die Kollegen aus Rinteln, die uns immer bei prächtigem Südwestwind fix per F-Schlepp an das Wesergebirge brachten, konnten sich in diesem Jahr vor dem LSV Burgdorf platzieren und der LSV Gifhorn und Altkreis Isenhagen müssen leider in die 2. Segelflug-Bundesliga absteigen. Der FV Celle kam einen Rang hinter uns ein. Im nächsten Jahr steigt der LSV Oldenburg Bad-Zwischenahn erneut in die 1. Bundesliga auf.
In der U25-Ligatabelle erfliegen unsere Junioren und Juniorinnen unter 294 meldenden Teams Platz 37. Am Samstag spielte sich das Geschehen erneut an den Hängen des Weserberglandes ab und im Segelflugzentrum Waggum gab es trotz zahlreicher Versuche keine Möglichkeit, thermisch vom Platz wegzukommen.
Das gelang aber am Sonntag unserem Junior Matteo Puglisi und dem Routinier Hayung Becker, der leider bei Eschede mit seinem Standard Cirrus ackerte. Matteo schaute mit der ASW 19 auch in die Lüneburger Heide und flog knapp zweihundert Kilometer bei ganz schwierigen Bedingungen und holte somit für uns den einen Ehrenpunkt.
Somit haben wir folgendes Ergebnis:
Matteo Puglisi, ASW 19, 51,46 Speedpunkte,
Von unserem Flugbetrieb am Wochenende gibt es noch etwas Positives zu berichten. Unsere Startleiter und Windenfahrer wurden nämlich temporär abgelöst und so kamen sie noch zu wunderbaren Flügen. Das war früher bei uns eigentlich in der Regel häufig so und sollte auch in Zukunft weiterhin möglich sein. Zudem klang der Samstagabend noch mit einem gemeinsamen Grillen und Klönschnack aus. Der Aero-Club Braunschweig bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich beim OLC- Presseteam für die schnelle und zuverlässige Veröffentlichung der von uns eingesandten Bundesligaberichte.
 
Rolf Wagner
 
 

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