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Sunday, 08. September 2019 Die Luftsportgemeinschaft Bayreuth trauert um Andreas Baier translate news

2018 durfte Andreas Baier nach dem Sieg der LSG Bayreuth in der Segelflug-Bundesliga als Teamkapitän die Meisterschale in Empfang nehmen
Andreas Baier vor dem Start zu einem Bundesliga-Flug
Bayreuths leidenschaftlichster Segelflieger Andreas Baier ist tot. Der Kapitän der Bundes- und Weltliga-Siegermannschaft von 2015 und 2018 und Organisationsleiter der Segelflug-Weltmeisterschaften 1999, ist am Sonntag nach langer, schwerer Krankheit verstorben.
Bis zuletzt war er mit ganzem Herzen seinem Hobby, der „Faszination Segelfliegen“ verbunden.
In der Saison 2018, als er bereits von seiner Krankheit wusste, flog er noch wahre Höchstleistungen. In 15 von 19 Bundesliga-Runden gehörte er zu den jeweils drei gewerteten LSG-Piloten. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 163,18 km/h über die 2,5-stündige Wertungszeit, der besten LSG-Wertung der ganzen Saison, setzte er am letzten Tag der letzten Runde den spektakulären Schlusspunkt unter ein wochenlanges Kopf-an-Kopf-Rennen, das dem Team der LSG Bayreuth den Deutschen und den Weltmeistertitel eingebracht hat - mit allen Ehrungen, die folgten: Meisterschale, Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Bayreuth, Mannschaft des Jahres des Nordbayerischen Kuriers und Ehrenmitgliedschaft im Verein. Dabei war es ihm als Teamkapitän gar nicht recht, dass seine Einzelleistung so hervorgehoben wurde - er betonte stets, dass die Flüge seiner Teamkameraden genau so wichtig für den Sieg waren.
Bereits 2002 war er einer der Hauptmotivatoren für die aktive Beteiligung der Luftsportgemeinschaft an der Bundesliga. Er hat viele Fliegerkameraden dazu gebracht, die Flüge anhand der Bundesliga-Regeln statt nach dem Muster klassischer Streckenflüge zu optimieren und hat viele taktische Muster selbst entwickelt. So war er bereits am ersten Bundesliga-Sieg 2002 maßgeblich beteiligt und im Laufe der Zeit wurde er zum Teamkapitän, eine im Segelflug bis dahin völlig unbekannte Position.
Als Teamkapitän konnte er vier Vizemeistertitel feiern, bevor die Mannschaft 2015 in einem spannenden Schlussspurt den Bundesliga-Meistertitel ein zweites Mal holen konnte. Doch damit nicht genug: Auch in der weltweiten Wertung "World League" war Bayreuth in dieser Saison Sieger, was vor der letzten Runde nur noch mathematisch möglich schien. In der letzten Runde natürlich mit auf der Wertungsliste: Andreas Baier. Da es eine funktionierende Weltliga nur im Segelflug gibt, war sein Team auf einmal die beste Vereinssportmannschaft der Welt. Mit dem erstmaligen Gewinn des Titels "Mannschaft des Jahres" des Nordbayerischen Kuriers schien dieser Erfolg weder überbiet- noch wiederholbar, bis es 2018, zur großen Freude des ganzen Teams, noch einmal so kam.
 

Wednesday, 04. September 2019 OLC-League 2019: Moriarty Soaring wins the Gold League translate news

The clubs No. 15-18 will be competing in next year’s Silver League. Green marked Silver League clubs will line up for the 2020 OLC-Gold League.

 

OLC-Gold League 2019:
# Punkte
1 186,00
2 151,00
3 136,00
4 118,00
5 100,00
6 97,00
7 85,00
8 84,00
9 77,00
10 77,00
11 76,00
12 72,00
13 68,00
14 62,00
15 54,00
16 27,00
17 24,00
18 22,00

 

OLC-Silver League 2019:
# Punkte
1 249,00
2 175,00
3 173,00
4 154,00
5 131,00
6 130,00
7 129,00
8 124,00
9 122,00
10 113,00
11 97,00
12 94,00
13 92,00
14 92,00
15 91,00
16 90,00
17 85,00
18 84,00
19 81,00
20 81,00
... ...

 


Wednesday, 04. September 2019 Jonker Sailplanes Newsletter - AUGUST 2019 translate news

Maximilian Seis, top French gliding pilot, shares his experience of flying the JS3 during the 20th EGC in Prievidza, Slovakia, where he finished in 2nd Place! After the SGP Final in Spain JS had the opportunity to interview Sebastian Kawa, Nr 1 ranked pilot in the World. Philippe de Pechy shares how surprised his sixteen year old son, Clément, with the opportunity to fly his JS1 for the very first time. Then last but not least AP Kotze, JS’s Engineering Manager, flew his 100th maiden test flight! AP shares a bit of his gliding history which led up to this important day.
 
 

First Solo Flight
Sebastian Kawa and Maximilian Seis
Clement with EJ

 


Monday, 02. September 2019 LXNAV News 08/2019 translate news

Mit der Version 7 für alle LX90xx und LX80xx hat LXNAV einen eigenen Clouddienst namens LXNAV CONNECT etabliert. Geräte mit aktiver WiFi Funktion können über diesen Dienst verschiedenste Sevices nutzen. Z.B. Speicherdienste, Wetteranbieter, aber natürlich auch eine Direktmeldung in den OLC stehen somit zur Verfügung. Melden Sie Ihren Flug direkt nach dem Ausrollen im OLC an, scheller und einfacher geht es kaum noch....
Mehr Informationen finden Sie hier: https://gliding.lxnav.com/news/new-firmware-version-7/
 
With the introduction of version 7 for all LX80xx and LX90xx instruments LXNAV established its own cloud service, named LXNAV CONNECT. Devices with active WiFi functionality can access several services, like cloud storage services, weather providers and many more. Another very useful functionality is uploading your flights directly from the instrument to the OLC. No more SD-cards or USB-sticks.....
More information can be found here: https://gliding.lxnav.com/news/new-firmware-version-7/
 
 

Übersicht aller Dienste
overview of all services
Satellitenbild
satellite picture
Direktmeldung in den OLC
direct upload to the OLC

 


Friday, 30. August 2019 Die Faszination und Leidenschaft des Bundesligafliegens translate news

Rolf Wagner sieht im Bereich der Pressearbeit in den Segelflugvereinen noch erhebliches Potenzial nach oben.
Seit wenigen Tagen ist die Saison 2019 Geschichte und an dieser Stelle wollen wir die Faszination des Ligafliegens einmal aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und dabei auch zwei motivierte Streckenflugpiloten aus Gifhorn und Celle zu Wort kommen lassen. In den zurückliegenden Wochen lief es ja auch aufgrund des Hangsegelfliegens im Weserbergland für die Nordvereine richtig gut. Immerhin wurden drei der neunzehn Runden an den Hängen des Weser- und Wiehengebirges sowie des Iths entschieden.
Zu diesem Thema resümierte Reiner Rose: „Als wir vor 20 Jahren die Ligaidee auf den Weg brachten, da waren viele Piloten anfänglich äußerst skeptisch, weil ja doch nur die Albflieger gewinnen würden!“
Und was passierte dann tatsächlich? Der LSV Burgdorf dominierte einige Jahre die Szenerie und wurde ab dem Jahr 2012 insgesamt viermal Deutscher Meister.
Zum Thema Motivation zum Ligafliegen in den Vereinen äußerte der erfahrene Speedjäger Dennis Polej vom LSV Gifhorn folgende aussagekräftige Gedanken: „Ich denke, das Ligafliegen gibt unserem Verein ein gemeinsames Ziel. Während man in der DMSt-Wertung eher für sich selbst fliegt und nebenbei Mannschafts- und Vereinswertungen abfallen, haben wir hier schon vor dem Wochenende gemeinsame Ziele und Strategien, die in unserer WhatsApp-Gruppe besprochen werden, für das jeweilige Wochenende. Auch das gemeinsame Verlagern des Streckenflugbetriebs an einen anderen Flugplatz, wie in der vorletzten und drittletzten Runde nach Rinteln, findet dank der vorherigen Absprachen nun öfter statt.“
Natürlich ist es auch wichtig und unentbehrlich, die guten Ergebnisse den Sportredaktionen der entsprechenden Lokalzeitungen und auch der OLC-Webseite zu übermitteln.
Die erforderliche Kommunikation zu den Sportredaktionen muss natürlich durch regelmäßige Kontakte der Pressewarte der jeweiligen Segelflugvereine gepflegt werden.
Es ist schon erstaunlich, dass viele Mitmenschen, die mit dem Segelflugsport eigentlich überhaupt nichts am Hut haben, regelmäßig die Berichte in der Presse verfolgen und auch tatsächlich mit dem Segelflugverein ihrer Region mitfiebern, weil regelmäßig an der Spitze und auch am Ende der Tabelle an Spannung nicht zu überbietende sportliche Wettkämpfe stattfinden.
Die Pressearbeit muss aber daher noch eine größere Gewichtung und auch mehr Würdigung in unseren Vereinen erhalten, weil wir damit eine große Chance haben, den Segelflugsport einer breiten Öffentlichkeit und auch, was gerade in dieser schnelllebigen Zeit immer lebensnotwendiger wird, der Politik nahe zu bringen.
In dieser Saison war der sportliche Wettkampf um den Vizemeistertitel zwischen dem LSV Burgdorf und der LSG Bayreuth bis zur letzten Runde ein wahrhaftiges Herzschlagfinale, das knapp zugunsten der Niedersachsen ausging.
Und im letzten Jahr konnte sich der Aero-Club Braunschweig erst mit dem Hauch eines Wimpernschlages in der Finalrunde auf den ersten Nichtabstiegsplatz retten.
In der U25-Liga lieferten sich die Junioren von Königsdorf und Oerlinghausen in dieser Saison ein packendes Rennen, das die Bayern mit einem knappen Vorsprung von 5 Punkten für sich entscheiden konnten.
Die OLC-Ligen sind das, was eindeutig die Masse der sportorientierten Segelflieger interessiert. So gibt es nach sehr guten Runden eine geradezu ungeheure Nachfrage auf der Webseite. Der beste Tag des Jahres 2019 war der 1.6. (Samstag) mit 2.768 Flügen und 20.197 Besuchern am Folgetag auf der OLC-Webseite.
Somit ist das bundesweite Ligafliegen durchaus als Krone des dezentralen Segelflugsports anzusehen. Die Ligaregeln erlauben es selbstverständlich, dass die Pilotinnen und Piloten im Rahmen eines sehr guten Langstreckenfluges aber auch einen schnellen Ligaflug platzieren können.
Ein Steckenpferd ist für die OLC-Macher geradezu die U25-Juniorenliga, weil sie denjenigen leistungsorientierten Junior aussuchen, der dann die LS 8 neo jeweils für ein Jahr bekommt.
Zur Frage nach der persönlichen Motivation für seine regelmäßige Teilnahme am Bundesligafliegen teilte uns der engagierte Aufwindjäger Daniel Pietsch von der in dieser Saison lange gegen den Abstieg kämpfenden Flugsportvereinigung Celle diese interessanten Aussagen mit: „Man entwickelt automatisch Ehrgeiz für diese Wertungsform, wenn man, so wie ich, davon fasziniert ist,
wie schnell man mit einem reinen Segelflugzeug und mit Hilfe der Natur fliegen kann. Ich hätte vor
einigen Jahren nie gedacht, dass ich mal mit der Clubklasse die Marke von 100 km/h knacken werde. Mittlerweile ist das von mir angestrebte Ziel der Bereich von 130 km/h.“
Und Daniel lag es zudem noch am Herzen zu erwähnen, dass das Allerwichtigste neben den ganzen Wertungsflügen immer der Spaß und die Freude an der Sache sein sollten.
So sind wir Segelflieger im Gegensatz zu zahlreichen anderen hochbezahlten Sportlern doch wahre Idealisten, die mit Herzblut, Engagement und auch mitunter mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand diesen wunderschönen Sport betreiben.
Behalten wir doch einfach die vielen schönen Erlebnisse dieses Jahres in unserem Gedächtnis und freuen uns auf die noch weit vor uns liegende Saison 2020! Was sagte doch einst die Fußballtrainerlegende Sepp Herberger: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“
 
Rolf Wagner
Aero-Club Braunschweig
 
Faszination Ligafliegen mit dem Discus 2 des Aero-Club Braunschweig über der Löwenstadt.
Der hier startbereite Christian Ückert und Karsten Bennewitz vom Aero Club Braunschweig sind zwei ausgesprochene Taktikfüchse.
Die beiden Braunschweiger Speedpunktgaranten und Nichtraucher Markus Schmied (links) und Hayung Becker freuen sich auf diese Art und Weise über Rang 10 ihrer Segelfluggruppe.

 


Wednesday, 28. August 2019 SFG Stadtlohn: 2 Jahre 1. Bundesliga – und es macht immer noch Spaß! translate news

Hätte man uns vor 6 Jahren gesagt, dass wir mit unserem kleinen Verein aus dem Westmünsterland einmal in der ersten Bundesliga fliegen, dann hätten dies schon viele belächelt. Dass wir dort aber auch noch eine mittlere Platzierung belegen könnten, hätte wohl keiner für realistisch gehalten. Doch manchmal passieren auch eher unmögliche Dinge und darauf sind wir ein kleines bisschen Stolz.
Doch so einfach war der Weg von der Quali-Liga bis zur mittleren Platzierung in der ersten Liga dann doch nicht. Im letzten Jahr war bis zur letzten Runde nicht klar, ob wir den Klassenerhalt sichern können und auch die Runde an sich war spannender denn je. Große Erleichterung fiel von uns ab, als Christoph Kahler es doch noch nach Hause schaffte und über unser Clubheim zischte – drei Wertungsflüge zusammen – yes!
Uns war klar, dass auch in dieser Saison die Konkurrenz wieder groß sein wird. Egal, ob es um das Wetter geht oder die Pilotenanzahl – andere Vereine haben oft eine bessere Ausgangsposition. Doch das motivierte unsere Mannschaft noch mehr. Wir schickten jedes Wochenende im Schnitt vier Piloten ins Rennen. Bei noch so bescheidenem Wetter hockten sie am Flugplatz, beobachteten das Wetter und hofften auf ein Fenster, um bloß keinen Punkt liegen zu lassen.
Die erste Hälfte der 19 Runden brachten für uns jeweils vordere Ränge in der Platzierung. So konnten wir ein kleines Punktepolster für schwächere Wetterlagen bilden. Und so war es dann auch - die letzten Runden wurden quasi vom Wind entschieden: Unsere ostwestfälischen Konkurrenten freuten sich über hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten, die sie im Weserbergland fliegen konnten, wobei wir aufgrund mangelnder Bedingungen an den Boden gefesselt waren. Aber zum Ende sind wir doch noch im vorderen Drittel der Liga gelandet!
Was nehmen wir aus Bundesliga mit?
Durch die Bundesliga ist eine neue Dynamik in unserem Verein und im Streckenflug entstanden. Piloten, die sonst weniger „Strecke geflogen“ sind, haben hier eine Motivationsquelle gefunden. Jeder fliegt für sich, aber irgendwie fliegt man doch im Team und kämpft zusammen – egal, ob junger Scheinpilot oder erfahrener Segelflugpionier. Und ja, nicht zuletzt wird auch geflogen, wenn kein „Hammerwetter“ ist.
All diese positiven Erfahrungen und Einflüsse durch dies leistungsorientierte Fliegen ist letztlich dem Umstand zu verdanken, dass durch die Initiatoren des OLC der Boden für diese Challenge geschaffen wurde. Als Verein möchten wir uns bei ihnen ausdrücklich dafür bedanken.
Wir sind gespannt, was die nächste Saison bringt und hoffen vor allem, unsere Nachwuchspiloten für die Bundesliga gewinnen und ihnen somit einen Anreiz für den Streckenflug geben zu können.
Vielen Dank an unsere Piloten für euer Engagement und Durchhaltevermögen!
 
Anne Mensing
 
Startaufstellung in Stadtlohn
Über Langeoog Blick auf
Baltrum und Norderney
Bundesliga-Team
 

Wednesday, 28. August 2019 OLC-Finale: Spannende Vorträge – Krönung der Besten – Freunde treffen translate news

5. Oktober 2019, Poppenhausen, Von-Steinrück-Haus, Beginn 13:00 Uhr
 
Wetter-Report von Bernd Fischer:
Die Super-Lagen in 2019 im Kontext zu klimatologischen Veränderungen
 
Soaring-Talk mit dem mehrfachen Weltmeister und mehrfachen Vizeweltmeister Wolfgang Janowitsch
geführt von Gerd Peter Lauer
 
'Flying with the Champions' – die besten Wettbewerbspiloten zeigen in Namibia, wo es lang geht - präsentiert von Ludwig Starkl
 
OLC-Nachwuchsförderung
Die Piloten berichten von den TOPs aus 2019:
- OLC-Discus mit Marcel Kaspari
- OLC LS8 neo mit Philipp Lauer
Präsentation / Auswahl der Begünstigten für 2020
- OLC-Discus
- OLC-LS8 neo
 
Mit langem Atem: Long-Distance Cracks
OLC-Plus Champions Deutschland
 
Die Herausforderung: Speed-Fliegen
Speed-OLC Champions Deutschland
 
Krönung des Vereins-Sports: Die Segelflug-Bundesliga
- präsentiert von Heiko Hertrich und Gerd Peter Lauer
1. Bundesliga
2. Bundesliga
Quali-Liga
U25 Juniorenliga
 
Programmänderungen vorbehalten.
 
Wir freuen uns auf euren Besuch – bringt gute Stimmung mit ;-)
 

Tuesday, 27. August 2019 U25: Großes Finale zwischen Oerlinghausen und Königsdorf translate news

Was für ein spannungsreiches Kopf-an-Kopf-Rennen haben sich Königsdorf und Oerlinghausen in den letzten Runden geliefert. Die Finalrunde holt sich nochmals Oerlinghausen, aber Königsdorf verschenkt mit einem Silberplatz fast gar nichts und ist erneut Sieger der U25-Liga. Grandios holen sie zum vierten Mal in Folge den Titel. Mit einer konstanten Leistung über die gesamte Saison haben die beiden Teams den Meister- und Vizemeister-Titel redlich verdient. Und auch das Bronzeteam Hammelburg mit einer deutlich kleineren Mannschaft kann mehr als stolz auf seine Leistung sein.
Der Hammelburger Eric Schneider, der mit Abstand die U25-Pilotenprofile anführt, hofft, dass die Vereinsjugend, die gerade die Theorieprüfung bestanden hat, durch dieses Ergebnis motiviert wird. Er selbst ist hier absolutes Vorbild. So gut wie jede Runde zog er durch und meisterte die Herausforderungen fast jeder Wetterlage. Selbst in der letzten Runde, in der für Hammelburg schon alles entschieden war, wollte er unbedingt an den Start. Bei sieben bis acht Achtel geht es an den Himmel. Er kann eine gute Linie finden und trotz der zwei folgenden Ausbuddel-Aktionen in Bayern den Speed-Tagessieg und natürlich ordentlich Punkte fürs Team holen.
Für Königsdorf hingegen ist vor dem Finale noch längst nicht alles klar und das Wetter dazu für den Heimatplatz schlecht angesagt. Die Runde 18 lief bereits nicht optimal für das Team. „Mittlerweile wissen wir jedoch, mental mit schwach ausgehenden Runden umzugehen und sie am Sonntagabend abzuhaken. Voller neuer Motivation starteten wir in jede neue Runde“, erzählt Jakob Edmaier und weist damit auf einen wichtigen Aspekt hin. Also fahren sie mit drei Flugzeugen nach Neresheim. Obwohl die Wetterlage auch hier nicht optimal ist, sind sie nach der letzten Landung sicher, dass es reichen könnte.
Oerlinghausen setzt ebenfalls auf den Sonntag und gibt alles. Noch vor der Arbeit steigt Maximilian Brune ins Segelflugzeug und nutzt die gute Linie entlang des Teutos. Gerade zu Beginn kann er auf das Kurbeln fast verzichten. Nach drei Stunden werden die Wolkenabstände größer. Maximilian merkt, dass er den Schnitt nicht verbessern kann und landet mit ordentlichen Punkten im Gepäck. Auch sein Teamkollege Robin Beste hakt den Samstag mit Blauthermik und Außenlandung ab und holt wie auch Eric Kortemeier unter den schönen Aufreihungen am Sonntag Geschwindigkeit raus.
Gratulation an die Teams, die nun ordentlich feiern und sich über ihre Erfolge freuen.
Natürlich wird in dieser Saison noch weiter geflogen. Auf Föhn- und Hangwetterlagen im Herbst wird nun geäugt. Na und in der nächsten Saison geht es mit gleicher Motivation an den Start, das haben uns die Sieger bereits verraten. Neben ihnen haben viele Vereine immer wieder Topleistungen und Begeisterung gezeigt. Das findet das OLC-Team spitzenmäßig und wird ebenso begeistert auch zukünftig Talente fördern und unterstützen, wie beispielsweise mit der LS8 neo und dem OLC-Discus. Als Wertschätzung für unsere Arbeit freuen wir uns, wenn wir noch viel mehr Smileys verteilen können.
Macht mit – in der kommenden U25-Liga-Saison am besten mit einem Lächeln hinter eurem Namen.
Rundenwertung U25: 1. FG Oerlinghausen (NW) 286,03 Speed/50 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 262,23 Speed/49 Punkte, 3. AC Pirmasens (RP) 255,01 Speed/48 Punkte
 
Endstand U25-Liga 2019, insgesamt 297 Vereine:
  Punkte
1 722,00
2 717,00
3 647,00
4 548,00
5 522,00
6 510,00
7 432,00
8 365,00
9 364,00
10 344,00
... ...
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: (1) Robin Beste, (2) Mathias Schunk, (3) Eric Schneider
 
Ganz schön blau…
Oerlinghausen gibt nochmal alles
Das Final-Trio der Königsdorfer
Das Hammelburger U25-Team
 

Tuesday, 27. August 2019 LSG Bayreuth Dritter der Segelflug-Bundesliga translate news

Das Meister-Team von 2015 und 2018 bildete auch heuer wieder den Kern der Mannschaft, von links: Andreas Baier, Alexander Müller, Heiko Hertrich, Susanne Weisheit-Hertrich, Johannes Baier, Friedhelm Lotte, Wolfgang Clas, Martin Brühl, Lothar Schmidt und Georg Baier. Auf dem Bild fehlen Sebastian Baier, Manisha Große Verspohl, Bernd Löser und Frederik Köhne.
Vorjahressieger LSG Bayreuth beendet die Bundesliga-Saison 2019 auf dem Bronzerang. Nach 19 Runden mit vielen Höhen und Tiefen können die Segelflieger damit wiederum ein Ergebnis in der Spitzengruppe erzielen. In der internationalen Wertung der World League reicht es für Platz vier von 1.077 Vereinen aus allen Erdteilen.
Das letzte Wochenende hat noch einmal gezeigt, wie sehr das Wetterglück in diesem Sommer eher bei den norddeutschen Vereinen lag. Ein sechster Rundenplatz hinter drei niedersächsischen Clubs, Rundensieger FK Brandenburg und den Nachbarn vom AC Lichtenfels war zwar ein annehmbares Resultat. Da der direkte Konkurrent um den Vizetitel, Vierfachmeister LSV Burgdorf, mit Rundenplatz zwei auch Gesamtplatz zwei erreicht hat, fehlten den Bayreuthern am Ende zwei Punkte für den Vizemeister.
Der neue Deutsche Meister Segelflug-Bundesliga stammt ebenfalls aus Niedersachsen: Der LSV Rinteln konnte sich nach fünf Rundensiegen bereits letzte Woche erstmals den Gesamtsieg sichern. Mit einer sehr ausgeklügelten Taktik konnten sich die Rintelner die Verhältnisse in ihrer Heimatregion perfekt zu Nutze machen. An Tagen ohne sonnenbedingte Aufwinde, so genannter Thermik, haben die Rintelner ein System gefunden, die vom Wind erzeugten Hangaufwinde des Weserberglandes für Flüge nach den Regeln der Segelflug-Bundesliga zu optimieren. "Mit dieser Leistung haben die Rintelner hochverdient gewonnen" meint auch Bayreuths Teamkapitän Heiko Hertrich.
In den Segelflug-Ligen werden über 19 Wochenenden („Runden“) die schnellsten drei Piloten eines Vereins gewertet. Hierfür kommt es auf die schnellsten 2,5 Stunden der Flüge auf höchstens vier zusammenhängenden Teilstrecken an. In der 1. und 2. Bundesliga erhält der beste der jeweils 30 Vereine pro Wochenende 20 Punkte, der zweitbeste 19 und so weiter. Jeder Verein mit einem gültigen Wertungsflug erhält mindestens einen Punkt.
Die LSG Bayreuth musste dieses Jahr erstmals seit 2002 ohne Rundensieg auskommen. Viele Platzierungen unter den ersten fünf sorgten aber dafür, dass der Titelverteidiger sieben Wochen lang die Tabelle anführen konnte. Doch nachdem sich besonders seit Mitte Juli das Wetterglück zu Gunsten des Nordens wendete, war diese Führung nicht bis zum Schluss zu halten und der Traum von der Titelverteidigung geplatzt. Mit dem Bronzerang sind die Piloten vom Bindlacher Berg dennoch die besten Süddeutschen.
13 Piloten haben diese Wertung zu Stande gebracht: Die Flieger-Familie Baier mit den Brüdern Andreas, Johannes und Georg sowie dessen Sohn Sebastian, Wolfgang Clas, Manisha Große Verspohl, Heiko Hertrich, Frederik Köhne, Friedhelm Lotte, Bernd Löser, Alexander Müller, Lothar Schmidt und Susanne Weisheit-Hertrich.
Für die Piloten kommt es beiden Flügen darauf an, möglichst starke Aufwinde zu treffen, um das motorlose Flugzeug steigen lassen zu können. Häufig kreisen die Segelflieger wie auf einer Wendeltreppe in diesen Aufwinden. Bei besonders schnellen Flügen haben die Piloten aber in der Regel linienförmige Aufwinde, zum Beispiel unter langen "Straßen" aus Cumulus-Wolken gefunden, wo sie auch im Geradeausflug steigen und entsprechend schnell voran kommen. Rund um Bayreuth sind diese Verhältnisse vor allem am Thüringer Wald, am Erzgebirge und auf dem Weg Richtung bayerischer Wald bei guten Wetterlagen zu finden. So sind Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 130 km/h in der 2,5-stündigen Wertung möglich - und das ganz ohne Motor.
14 Mal war allein Alexander Müller in der Wertung. Das Langstrecken-As hat heuer an vielen Tagen dem Bundesliga-Format den Vorzug gegenüber der taktisch anders aufgebauten Langstrecke gegeben. Seit fünf Jahren konnte mit Manisha Große Verspohl zudem erstmals wieder eine Frau einen Flug in die Wertung der LSG einbringen, mit Susanne Weisheit-Hertrich kurz darauf sogar noch eine zweite.
Auch die Ergebnisse der Nachbarvereine können sich sehen lassen: Aufsteiger SFG Steinwald aus Erbendorf schafft nach einem fulminanten Rundensieg in der ersten Runde als Gesamtachter die zweitbeste bayerische Platzierung, der AC Bamberg folgt auf neun direkt dahinter. Die Alpenflieger vom SFZ Königsdorf kommen auf Tabellenplatz elf und das junge, kleine Team des AC Lichtenfels schafft mit zwei Rundensiegen Rang 13 von 30. Der FLC Schwandorf auf Rang 18, die SFG Donauwörth-Monheim auf 19 und der SFV Bad Wörishofen auf dem undankbaren 30. Platz komplettieren das Ergebnis des Luftsport-Verbandes Bayern. Bad Wörishofen muss damit den Gang in die zweite Liga antreten, wie auch fünf Clubs aus Baden-Württemberg. Dass auch aus der zweiten Liga fünf baden-württembergische Clubs in die Qualifikations-Liga absteigen, könnte ein Indiz dafür sein, dass sich gerade die Wetterverhältnisse zu Ungunsten des Südens und besonders des Südwestens verschieben.
Der Meistertitel der World League ging an den amerikanischen Club Moriarty Soaring aus New Mexico. Unter dem Namen Albuquerque Soaring war das Team bereits fünf Mal Weltliga-Sieger, konnte aber nun erstmals seit dem Umzug nach Moriarty den Titel holen, nachdem in den letzten vier Jahren jeweils der Bundesliga-Meister auch die Weltliga für sich entscheiden konnte. Moriarty war jeweils knapp in der letzten Runde unterlegen, unter anderem zwei Mal gegen die LSG Bayreuth (2015 und 2018). Daher geht auch dieser Titel hochverdient in die Rocky Mountains.
Vorjahres-Weltmeister Bayreuth landet international auf dem vierten Rang. Der LSV Burgdorf konnte Bayreuth in dieser Wertung nicht mehr überholen, vor Bayreuth liegen Moriarty, Rinteln und der Minden Soaring Club aus Nevada, USA. In der World League werden alle Flüge eines Wochenendes von allen 1.077 Vereinen weltweit gewertet, der Rundensieger erhält hier 40 Punkte.
Da die Clubs immer im Modus alle gegen alle antreten, ist eine weltweite Wertung überhaupt erst möglich: Jeder Pilot startet an seinem Heimatflugplatz oder wie immer er möchte, und lädt am Abend die Flugschreiberdatei in das Wertungsportal www.onlinecontest.org hoch, wo aus den GPS-Daten des Fluges die besten 2,5 Stunden ausgerechnet und bewertet werden. Damit hat es der Segelflug als einzige Sportart geschafft, eine funktionierende Weltliga aufzubauen.
Die Siegerehrung der Bundesliga findet am 5. Oktober in Poppenhausen in der Rhön statt. Für die Piloten der LSG Bayreuth geht es ab Mitte April 2020 wieder in den Kampf um die besten Aufwinde.
 
Daniel Große Verspohl

Tuesday, 27. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Mit dieser Runde endet die Liga-Saison 2019 - eine wettertechnisch häufig interessante Saison, die zumindest gefühlt viele Runden hatte, die auch von vielen Teams genutzt werden konnte. Ein erstes Resümee zeigt, dass die Speed eher im Norden als im Süden gemacht wurde - und dass es sich lohnen kann, einen Hang vor der Tür zu haben. Nachdem in der vergangenen Runde der Deutsche Meister bereits feststand, ging es in dieser Runde in Liga 1 noch darum, wer als zweiter durch Ziel gehen sollte. In Liga 2 war der Spitzenplatz noch offen, ebenso wie in beiden Ligen die letzten Auf- und Abstiegsplätze.
Samstag/Sonntag:
Das Wetter bot aber zumindest allen nochmal die Möglichkeit, Punkte zu erfliegen. Geprägt wurde es durch eine warme Luftmasse, die an den Vortagen noch unter Hochdruck lag, zum Wochenende aber durch zwei Effekte langsam labiler wurde: Zum einen hatte der Hochdruckeinfluss abgenommen, zum anderen hatte die Sonne an den Vortagen immer mehr Energie in das System gepumpt, dass aber noch nicht überkochte. Das passierte dann aber langsam von Südosten her, bis wohin der schwache Einfluss eines Tiefs/Troges über der Adria reichte. Gut erkennbar sind die Überentwicklungen und die Gewittertätigkeit in den beiden Satellitenbildern von jeweils 15:00UTC (17:00MESZ) in der Kombination von visuellem Kanal und den Blitzen in der Stunde vor dem Termin des Bildes (also von 14:00-15:00UTC).
Während sich die Gewitter am Samstag noch auf den äußersten Südosten beschränkten, weiteten sie sich am Sonntag bereits bis nach Mitteldeutschland aus und selbst Richtung Sauerland und später auch noch in der Eifel bauten sich Schauer und Gewitter auf.
Das schnellste Wetter der Runde fand man aber am Samstag zwischen Altmark und Fläming, wo sich die Cumuli im Wind reihten.
Wer hat was draus gemacht?
Nachdem der LSV Rinteln schon nach der vergangenen Woche als Deutscher Meister feststand, ging es in Liga 1 in dieser letzten Runde noch darum, die Reihenfolge der Podiumsplätze zu vergeben und den letzten noch fehlenden Absteiger zu ermitteln. Das Wetter hat zumindest allen Vereinen die Chance ermöglicht, noch Punkte zu erfliegen, auch wenn es in der Güte natürlich nicht gleichverteilt war.
Am letzten Tag unter den Top-Teams noch einen Sprung um 2 Plätze nach vorne zu machen, ist sicher nicht alltäglich. Dieses Kunststück schaffte der FK Brandenburg. Sie hatten sich offenbar am Samstag einiges vorgenommen, denn gleich 11 Flüge reichten die Havelstädter ein. So hatten sie einen nicht unerheblichen Anteil an der weissen Linie auf der Flugspuren-Karte, die sich unter den Wolken zwischen Magdeburg und Eisenhüttenstadt erstreckte. Mit Abstand schnellster war Lothar Dittmer, der unter den reihenden Cumuli einen knapp 150er-Schnitt flog und dafür 132 Speedpunkte erhielt. Wie wir schon so häufig bei den schnellen und schnellsten Flügen in diesem Jahr gesehen haben, nutzte er den eigentlich beschränkten Wetterraum optimal aus, indem er mit einem Jojo in/gegen die Windrichtung die Reihungen nutzend einen "kurzen" Gegenwindschenkel einbaute. Für die rund 50km setzte er zwar rund 500m Höhe ein, brauchte aber auch keinen Kreis und konnte so den Schnitt auch gegen den Wind bei rund 150km/h halten. Auf einer ganz ähnlichen Spur waren Rolf Engelhardt und Julius Gäde unterwegs, deren Schnitte jeweils über 130km/h lagen, selbst Matthias Kaese flog als vierter Mann noch knappe 140km/h, fiel indexkorrigiert aber aus der Wertung heraus.
Mit 381,66 Punkten gehört diese letzte Runde zu den 5 schnellsten der ganzen Saison. Für die Brandenburger bedeutetet ihr dritter Rundensieg der Saison der Sprung auf Gesamtrang 4, wobei sie Gifhorn und Aalen auf die Ränge 4 und 5 verweisen. Auch zum Platz 2 ging es eng zu: In der Vorwoche hatte Bayreuth noch einen Vorsprung von 3 Punkten auf Burgdorf. Die (bis auf einen Durchhänger in Runde 16) in den letzten Runden sehr konstant fliegenden Niedersachsen erreichten auch in dieser Runde mit Rang 2 einen Spitzenplatz. Wie so häufig war Michael Möker schnellster im Team. Von Burgdorf flog er gegen den Wind bis unter die Wolken östlich der Elbe vor und nutzt eine ähnliche Spur (und Taktik) wie die Brandenburger für die Liga-Wertung. Seine knapp über 150km/h werden durch den Index auf 130 Speedpunkte korrigiert. Nominell war er damit zwar etwas schneller als Lothar, die höchste Punktzahl für einen Einzelflug gehen aber trotzdem nach Brandenburg. Interessanterweise war bei beiden Teams - Burgdorf brachte immerhin 6 Flüge ein - Teamflug keine favorisierte Variante. So flogen Phillip Freiheit und Sebastian Jäger zwar gemeinsam mit Michael auf dem Weg nach Osten, den Speed-Teil für die Liga flogen sie aber nicht mehr gemeinsam,- zumindest nicht im engen Team.
Burgdorf schafft es in der Tabelle mit einer Rundenspeed von 371 noch an Bayreuth vorbei zu ziehen. Die Franken erreichten mit einer Speed von 317km/h in dieser Runde einen guten Rang 6, in der Gesamtwertung reicht das aber nicht, um Rang 2 zu verteidigen. Sie nutzten den gut entwickelten südöstlichen Teil des Thüringer Waldes, ebenso wie der Runden-Dritte Lichtenfels. Für die war Jan Kretzschmar mit 138km/h (130 Punkte) am schnellsten unterwegs, kaum langsamer als Team-Partner Phillip Lauer. Dritter im Bunde war Gerd-Peter Lauer, mit dessen 108km/h (103 Punkte) Lichtenfels am Ende 362 Speedpunkte erreichte. Am Tabellenende ging es noch darum, wer als siebter und letzter Absteiger den Weg in Liga 2 antreten muss. Theoretisch hatte der FSV Laichingen zwar noch die Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen. Aber der LSV Homberg/Ohm musste zum Klassenerhalt nur noch einen einzigen Punkt erfliegen. Mit Rundenplatz 16 (5 Punkte) konnten sie dieses Soll mehr als erfüllen.
In Liga 2 waren im Gegenzug noch 2 Aufstiegsplätze zu vergeben, um die 4 Teams (Plätze 6-9) konkurrierten. Das hat wohl vor allem in Reinsdorf für reichlich Motivation gesorgt. Durch den direkten Zugriff am Samstag auf die Wolkenstraßen im Nordosten hatte der Aero Club Berlin die besten Voraussetzungen, einen der verbliebenden Plätze klar zu machen. Und das schafften sie souverän. Roland Fiola sorgte mit dem schnellsten Flug der Runde in Liga 2 (144km/h) für 126 Punkte. Gemeinsam mit Gilbrecht Gens und Klaus Engelhardt brachten sie es auf insgesamt 347 Speedpunkte - und gleichzeitig für einen Vorsprung von fast 20 Punkten auf den Rundenplatz 2. Den erreicht Oerlinghausen, für die Oliver Kortemeier und Gerhard "Pauli" Welland am Sonntag zwischen Osnabrücker Land und Weserbergland 128km/h (116 Punkte) erflogen. Die Ostwestfalen erreichten 328 Speedpunkte. Moritz Halstrick und Maximilian Brune sorgten für die weiteren Punkte, wobei die Liste der "weiteren Flüge" sehr lang ist - insgesamt wurden 16 Flüge von Oerlinghausen gemeldet.
Direkt dahinter landete der AC Bad Nauheim, wenn auch mit einem Abstand von knapp 30 Punkten auf Oerlinghausen, womit sich auch das Rennen um den Titel in Liga 2 entschieden hatte. Oerlingahusen schafft es damit, innerhalb von 3 Runden einen Rückstand von 17 Punkten in einen Vorsprung von 3 Punkten umzumünzen. Den letzten noch ausstehenden Aufstiegsplatz sicherte sich der HAC Boberg. Tübingen gelang es buchstäblich auf dem letzten Meter, den Abstieg noch zu vermeiden. Sie erreichten einen guten 6 Rundenplatz und können den FC Moosburg um einen einzigen Punkt zu verdrängen, der damit absteigen muss.
Die Liga-Saison 2019 ist damit vorbei und beim Blick in die Tabellen fällt ins Auge, dass diese Saison ihren Schwerpunkt eher im Norden hatte. So kommen mit Rinteln und Burgdorf die Erstplatzierten in Liga 1 ebenso aus eher nördlichen Gefilden, wie Oerlinghausen als Sieger der Liga 2. Und auch in der Quali-Liga gehen mit Bückeburg und Hankensbüttel die Ränge 1 und 2 an Teams aus Niedersachsen. Ein umgekehrtes Bild zeigt sich auf den Abstiegsplätzen, denn 6 der 7 Absteiger aus Liga 1 kommen aus Bayern oder Baden-Württemberg, in Liga 2 sieht es nicht anders aus.
Ein Aspekt, den man vielleicht auf dem OLC-Finale aufarbeiten könnte, ebenso wie man die Frage aufwerfen kann, ob es einen Hang braucht, um Deutscher Meister zu werden?
Heiko! Du oder Ich?
So oder so wäre es schön, viele von Euch dort zu sehen. Ganz sicher lesen wir uns spätestens in der kommenden Saison wieder. Bis dahin! Euer Bernd vom Team TopMeteo.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
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Tuesday, 27. August 2019 Der Aero-Club beendet die Saison 2019 auf einem guten zehnten Platz translate news

Diese letzte Runde zeichnete sich wie die Auftaktrunde Mitte April durch mäßige bis bescheidene und zudem in unserer Braunschweiger Region erst recht spät einsetzende Blauthermik aus. Am Samstag begannen die Cumuluswolken im Bereich Gardelegen und am Sonntag wurde das Streckenflugwetter am Nachmittag ab der Region Magdeburg wesentlich besser.
An beiden Tagen floss aus östlichen Richtungen sehr warme und trockene Festlandsluft ein und sorgte somit noch einmal für einen Saunamodus mit einem nicht unerheblichen Schwitzen auf dem Flugplatz. Der Aero-Club war an beiden Tagen mit einer Minimalbestzung unterwegs und so haben wir mit 247,94 Speedpunkten mit folgenden Piloten Rang 19 und somit 2 Punkte einfahren können:
Markus Schmied/Hayung Becker, Arcus T, 105,58 Speedpunkte,
Knud Dombrowskay, ASH 26E, 100,85 Speedpunkte,
Rolf Wagner, LS 4 WL, 41,51 Speedpunkte,
Schmied und Becker wurden am Sonntag mit ihrem späten Start um 15 Uhr Ortszeit noch mit ungeahnter Thermik belohnt und trieben den Arcus in Richtung Osten. Sie wendeten 15 Kilometer südlich von Ziesar und schauten anschließend noch nach Lachendorf.
Dombrowsky nutzte wie Wagner den Samstag und drehte mit seiner ASH 26 im Bereich Jüterbog um. Wagner startete erst wegen spät beginnender Thermik gegen 14:30 Uhr Ortszeit zu seinem Bundesligaflug und war zwischen Salzgitter-Drütte und dem Segelflugplatz Wilsche unterwegs. Der Rundensieg ging an unsere Freunde vom Fliegerclub Brandenburg mit 381,66 Speedpunkten.
Der LSV Burgdorf konnte sich noch in einem spannenden Finale noch gegen die LSG Bayreuth durchsetzen und wurde somit Deutscher Vizemeister 2019 hinter dem bereits feststehenden Meister aus Rinteln. Das Arcus Team kommentierte seinen Flug am Abend bei der Eingabe in den OLC mit diesem treffenden Vergleich zum Fußballsport: „Ein schönes letztes Tor!“
An dieser Stelle möchten wir uns noch beim Presseteam des OLC für die zuverlässige und schnelle Veröffentlichung unserer Bundesligaberichte bedanken! Behalten wir diese für uns positiv verlaufene Bundesligasaison in unseren Herzen und freuen uns auf die Saison 2020!
 
Rolf Wagner
 
Bescheidene Blauthermik ohne Ende war an beiden Finaltagen bei uns vorherrschend.
Markus Schmied freut sich über den zehnten Platz in der Endabrechnung.
 
Hayung Becker war immer mit viel Engagement in dieser Saison dabei.
 

Monday, 26. August 2019 BUNDESLIGA 2019: Die Meistertitel werden am Hang geholt translate news

Eines haben der neue Deutsche Meister LSV Rinteln und der Sieger der 2. Segelflug-BUNDESLIGA, die FG Oerlinghausen, gemeinsam: Beide haben ihre entscheidenden Flüge am Hang gemacht. Schon in der vorletzten Runde machte der LSV Rinteln rund um den Lokalmatador Reinhard Schramme mit dem dritten Rundensieg in Folge den Sack zu und setze sich uneinholbar vor den Rekordmeister LSV Burgdorf an die Spitze (Bernd Fischer von TopMeteo berichtete hier).
In der 2. Segelflug-BUNDESLIGA war bis zur letzten Runde noch alles offen. Am Ende hatte die FG Oerlinghausen die Nase vorne und sicherte sich mit schnellen Flügen am Hang den Meistertitel vor dem AC Bad Nauheim. Und auch in der Quali-Liga war der Hang in diesem Jahr entscheidend. Nach dem 2. Platz in Runde 18, ebenfalls mit Flügen am Wiehengebirge und Ith, war dem LSV Bückeburg-Weinberg der Sieg nicht mehr zu nehmen. Insgesamt kämpften in der Quali-Liga 466 Vereine um den Aufstieg in die 2. Segelflug-BUNDESLIGA. Wie immer steigen die ersten sieben Vereine der 2. Segelflug-BUNDESLIGA in die Segelflug-BUNDESLIGA auf (grün markiert). Die jeweils letzten sieben Clubs steigen in die nächst untere Liga ab (rot markiert).
 
Am 5. Oktober um 13.00 Uhr werden die Sieger und die Aufsteiger beim OLC Finale in Poppenhausen gebührend gefeiert!       
                                                                                                                                      
Endstand Segelflug-BUNDESLIGA 2019:
# Punkte
1 284,00
2 254,00
3 253,00
4 202,00
5 201,00
6 188,00
7 172,00
8 169,00
9 160,00
10 158,00
11 155,00
12 155,00
13 154,00
14 150,00
15 149,00
16 145,00
17 138,00
18 127,00
19 125,00
20 120,00
21 119,00
22 106,00
23 106,00
24 83,00
25 72,00
26 57,00
27 55,00
28 35,00
29 30,00
30 12,00
 
Endstand 2. Segelflug-BUNDESLIGA 2019:
# Punkte
1 256,00
2 253,00
3 230,00
4 229,00
5 208,00
6 199,00
7 190,00
8 175,00
9 174,00
10 164,00
11 155,00
12 153,00
13 151,00
14 134,00
15 128,00
16 125,00
17 120,00
18 113,00
19 113,00
20 103,00
21 86,00
22 83,00
23 75,00
24 74,00
25 56,00
26 52,00
27 44,00
28 44,00
29 40,00
30 32,00
 
Endstand Quali-Liga 2019, insgesamt 466 Vereine:
# Punkte
1 572,00
2 546,00
3 540,00
4 526,00
5 504,00
6 435,00
7 417,00
8 417,00
9 378,00
10 346,00
... ...

 


Friday, 23. August 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 23.08.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt der Großteil Deutschlands unter dem Einfluss einer Hochdruckbrücke, die sich von Frankreich bis nach Weißrussland  erstreckt. Dabei fließt aus östlichen Richtungen sehr warme und  trockene Festlandsluft ein. Mit einem Höhentief über Italien breitet sich feuchte und labile Luft über den Alpen im Tagesverlauf auch auf  den Südosten Deutschlands aus.
Am SONNTAG und am MONTAG bleibt in der Westhälfte Hochdruckeinfluss mit trockener Luft wetterstimmend. Mit  dem Höhentief, das von Italien in den Nordosten Deutschlands zieht, ist feuchte und labile Luft in der Osthälfte vorherrschend.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und SONNTAG (hoch-)sommerliche Warmluftthermik, die zumeist mit CU-Basen von 1100-1600 m gezeichnet sein wird. Gebietsweise sind abtrocknende CU, am Samstag auch eine leicht zerrissene Thermik möglich. Unmittelbar im auflandigen Wind der Ostsee verminderte Thermikgüte. Ab Sonntag vor allem im Osten und Südosten durch Überentwicklungen oder deren Reste (abschirmende Wolkenfelder) mindestens gebietsweise gestörte Thermik. Lokal sind schwere Sommergewitter denkbar.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, südlich einer Linie Karlsruhe-Leipzig durch anfängliche Abschirmung verzögert einsetzend. Am Nachmittag in Sachsen, im Südosten Thüringens und in Bayern zunehmend durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik. Östlich einer Linie Erfurt-Nürnberg teils durch Abschirmung, teils durchÜberentwicklungen gestört.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG im Süden Oberbayerns und Schwabens lang abgeschirmt und danach starke Quellbewölkung. Geringe Wolkenthermik mit Thermikbeginn gegen 12 UTC. Weiter Richtung Donau meist mäßige Wolkenthermik. Thermikbeginn hier gegen 09.30 UTC.
Am SONNTAG über Ostbayern aufgrund der erwarteten Schauer und Gewitter nicht planbar. Im Westen Oberbayerns und in Schwaben werden keine Gewitter erwartet, hier gute Wolkenthermik. Thermikbeginn gegen 10 UTC.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Tuesday, 20. August 2019 Die Musik spielt erneut im Weserbergland und der Aero-Club ist auf Rang vier mit 17 Punkten dabei translate news

Auch diese Bundesligarunde wurde wie in der Vorwoche an den Hängen des Weserberglandes entschieden und erneut vom LSV Rinteln mit 340,00 Speedpunkten gewonnen. Dahinter folgen unsere Nachbarn aus Gifhorn und Celle. Leider konnten im Rahmen dieser Runde aufgrund bescheidener Streckenflugbedingungen nur 18 Bundesligavereine ihre durchgeführten Flüge einreichen.
Der Aero-Club Braunschweig gratuliert an dieser Stelle ganz herzlich den niedersächsischen Speedpunktjägern aus Rinteln, die vor der Finalrunde uneinholbar mit 267 Punkten Deutscher Meister in dieser Saison 2019 geworden sind.
Aber auch unsere Piloten waren hellwach und gut vorbereitet und so traten Markus Schmied und Christian Ückert am frühen Samstagmorgen bei leichtem Sprühregen gegen 7:30 Uhr mit ihren Gespannen von Waggum aus die Reise zum Flugplatz Porta Westfalica an.
Karsten Bennewitz half noch bei der praktischen Luftfahrerscheinprüfung seines Sohnes Nick in Braunschweig mit und flog anschließend mit seinem Ventus zur Porta. Er landete dort und begann anschließend nach seinem Start den eigentlichen Bundesligaflug. Somit haben wir folgendes Trio, das 304,05 Speedpunkte nach Hause brachte:
Christian Ückert, LS 6 WL, 105,13 Speedpunkte,
Markus Schmied, Discus 2, 103,90 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 95,03 Speedpunkte,
Die Flugstrecke unserer drei erfahrenen Aufwindjäger reichte erneut von Lübbecke bis zum südlichen Ende des Iths. Allerdings waren die Bedingungen doch wesentlich schwieriger und komplizierter als vor einer Woche. Der sportliche Wettkampf um den Vizemeistertitel wird noch sehr spannend werden, weil der LSV Burgdorf mit 235 Punkten knapp hinter der mit 238 Punkten auf Platz zwei liegenden LSG Bayreuth rangiert. Der Aero-Club hat nun 156 Punkte auf seinem Konto und liegt auf Platz neun.
 
Rolf Wagner
 
Der Discus 2 und die LS 6
sind auf dem Flugplatz Porta
Westfalica startbereit.
Ein schöner Schnappschuss vom
Kaiser-Wilhelm-Denkmal von
Markus Schmied.
Christian Ückert blickt von
Süden auf den Flugplatz Ithwiesen.
 

Tuesday, 20. August 2019 AC Pirna – Rundenplatz 3 an der Porta sichert Aufstieg translate news

Um den Aufstiegsplatz zu sichern, musste sich der AC Pirna wieder einmal die Karten legen – auf gutes Wetter am Platz hoffen oder auswärts einen Angriff starten. Freitagabend haben sich dann Kai, Christin, Christoph und Patrick entschlossen nach Porta Westfalica zu fahren und den kräftigen Südwest-Wind zu nutzen, um ein paar Speedpunkte am Wesergebirge zu erfliegen.
Nach der kurzen Nacht in den Autos hieß es dann die Flieger rüsten und ab an den Hang. Schon früh trugen die Linien sehr zuverlässig. Trotzdem war bei unseren Hang-Novizen erst Vorsicht geboten und so wurden die ersten Kilometer vorsichtig erkundet. Patrick und Christin flogen in LS7 und LS4 als erste im Team und konnten sich langsam aber sicher steigern. Kai flog in seiner JS1 vor und war als Trainer für den Informationsfluss und den emotionalen Support zuständig. Leider war der den Clubbies der Sprung zum Ith und den damit verbunden Rückflug mit Gegenwind etwas zu heikel. Dadurch waren die Schenkel dann etwas kurz für den ganz schnellen Speed. Nach etwa 2,5 h landet Christin und Christoph wechselte in die LS4 um an Hang sein Glück zu versuchen. Dann ging es für Christoph und Patrick im Team am Hang lang, wobei der Wind jetzt schon deutlich schwächer war. Jetzt waren auch schon die ersten außengelandeten Flieger am Boden zu sehen, was natürlich für einen vorsichtigeren Flugstil sorgte. Nach weiteren 2 Stunden waren dann alle Piloten wieder am Platz und auch wenn es deutlich schneller und weiter hätte gehen können waren doch gerade die 3 Clubklasse-Piloten mit ihren ersten Hangflugerfahrungen überglücklich. Kai Glatter, Patrick Schkrock und Christoph Gäbel erflogen insgesamt 247 Speedpunkte. Das reichte für Rundenplatz 3 und somit kehrt der AC Pirna sicher in die erste Bundesliga zurück. Wir freuen uns auf eine tolle letzte Runde, eine super Aufstiegsparty, und auf nächstes Jahr erste Liga.
 
Text und Fotos: B. Schüch / P. Schkrock
 
Zeitiges Rüsten nach kurzer Nacht
Das LS-Gespann am Hang
Immer am Hang entlang

 


Monday, 19. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

In der vorletzten Runde der Segelflug-Bundesliga war der LSV Rinteln nicht mehr zu stoppen. Mit schnellen Flügen am Wiehengebirge und Ith sicherten sich die Niedersachsen den Titel des Deutschen Meisters. Wie schon in der Vorwoche trug sie der Hangwind ganz nach vorne.
Samstag:
Aber zuerst zum Wetter: Weiträumig hat sich das Frontensystem eines Tiefs vor Schottland über uns breit gemacht. Vorlaufend ist die Struktur der Warmfront nur schwer erkennbar, deutlicher dagegen die lang gezogene Kaltfront, deren Rückseite über dem Kanal lag, während die eigentliche Front noch weit über die Biskaya nach Westen reichte. Thermisch war an diesem Tag durch die vielen, teils mehrschichtigen Abschirmungen wenig bis kaum etwas zu holen. Das zeigen ja dann auch die Flugspuren sehr deutlich. Mit dem ganzen Wettersystem - gesteuert wurde es durch einen weit ausladenden Trog westlich von uns - kamen die Fronten nur langsam nach Osten voran. Alles andere als langsam war dagegen, ähnlich wie in der Vorwoche, der Wind. Mit der Kenntnis der Windrichtung (Südwest) und dem Samstags-Satellitenbild konnte sogar schon grob abschätzen, ob der Sonntag eine Änderung bringen würde.
Sonntag:
Denn die warme und trockene Luftmasse, die am Samstag noch über Mittel- und Südfrankreich lag, war im Laufe der Nacht in den Südwesten vorgedrungen. Auf dem Satellitenbild vom frühen Nachmittag sieht man, dass sie zwischenzeitlich bis weit über Tschechien nach Osten vorangekommen war. Die vorlaufende Warmfront ist noch über Süd-Polen erkennbar und die anschließende Kaltfront von Norddeutschland bis weit in die Biskaya hinein. Dass die Warmfront und die zugehörige Warmluft so schnell vorangekommen ist, ist wiederum dem anhaltend kräftigen Wind geschuldet. Zumindest war die Luftmasse auch thermisch etwas aktiver, was auch die Flugspuren zeigen. Dass aber auch hier der Wind eine entscheidende Rolle spielen sollte, dazu gleich mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
An dieser Stelle einleitend ist "wer hat was draus gemacht?" natürlich eher eine rhetorische Frage. Wer mit einem Sieg in der vorletzten Runde, dazu dem dritten Rundensieg in Folge,  den Titel des Deutschen Meisters einfliegt, kann nicht viel verkehrt gemacht haben. Souverän ist sicher auch noch ein treffendes Attribut, bedenkt man, dass die Bedingungen im Vergleich zur Vorwoche schwieriger waren - dazu aber gleich mehr. Vorher geht natürlich auch von meiner Stelle ein ganz herzlicher Glückwunsch an die Weser! Trotz der wenigen Flüge - am Ende wurden in der Summe über beide Tage nur etwas mehr als 200 Flüge aus Deutschland gemeldet - waren ein paar sehr interessante Flüge darunter. Und bei der geringen Menge fallen die auch noch ins Auge Es war - soviel vorweg - eher eine Runde der dynamischen als die der thermischen Aufwinde ...
Damit zuerst noch einmal zurück an die Spitze der Runde und an die Spitze der 1. Liga: Nach den Prognosen war klar, es sollte für den Norden nur am Samstag die Chance geben, Punkte am Hang zu fliegen. Und der nachlassende Wind sollte die Zeit nochmals etwas verkürzen. Entsprechend früh dran waren Reinhard Schramme & Karsten Fahrenkamp, die bereits um kurz nach 8 in der Luft waren. Der zweite Sprung vom Ith zurück an Weser-/Wiehengebirge geriet dann aber zum Problem. Das Windfeld stand danach aber offenbar zuverlässiger und so konnten sie nach dem Absitzer doch noch knapp 340km mit den 4 Schenkeln absolvieren, was einem Schnitt von knapp 136km/h entspricht und knapp 123 Punkte einbringt. Weniger problematisch waren offenbar die Flüge der Teamkollegen, die meist etwas später unterwegs waren. Adrian Glauner & Norbert Siebert sowie Stefan Bachmann komplettieren die Wertung. Aber neben den 340 Gesamtpunkten soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass an dem Samstag insgesamt 8 Flüge für den neuen Deutschen Meister gewertet wurden - auch ein Zeichen für das Team und die Leistungsbreite. Aber nicht nur die Rintelner waren wieder an Wiehengebirge und Ith unterwegs.
Die am Ende der Runde führenden 4 Vereine standen schon in dieser Reihenfolge am Samstag-Abend in der Liga-Wertungsliste. Nahezu mit der selben Speed wie Reinhard und Karsten waren Dennis Polej & Joel Heidelberg an den Hängen unterwegs. Sie führten den LSV Gifhorn damit auf den zweiten Rundenplatz, nur ganze 6 Speedpunkte hinter Rinteln. Dahinter folgen mit Celle und Braunschweig 2 weitere Vereine aus Niedersachsen, die die vergleichsweise kurze Anreise nach Rinteln bzw. die Porta auf sich genommen haben. Erst danach folgt in der Rundenwertung der erste Verein aus dem Süden.
Die Motivation in Bayreuth war sicher hoch, um den vorzeitigen Sieg der Rintelner noch zu verhindern und damit die Chance zu wahren, selber ganz nach vorne zu fliegen. Beim ersten Blick in die Wertungslisten stechen die Bayreuther im Vergleich zu den anderen Vereinen aus der Region deutlich mit ihre Speed heraus, sind es doch die einzigen, die es schaffen, an die Phalanx aus hangfliegenden Niedersachsen heranzukommen. Ein Blick in die Flüge offenbart dann, dass auch sie eher im Tiefpaterre unterwegs waren und die Hänge zwischen Fichtelgebirge und Rennsteigen eher dynamisch im Hangwind als thermisch nutzten. Die offenbar deutlich schnellere Option, wie der Vergleich zu Flügen z.B: aus Bamberg oder Erbendorf aus zeigt. Ein Stockwerk höher und eher thermisch unterwegs war das Vorankommen offenbar aber deutlich mühsamer. Aber - und so kann man es auch den Kommentaren entnehmen war der "Bayreuther Ith auch etwas, was man sich trauen musste". So können die Bayreuther mit Flügen von Alexander Müller, Wolfgang Clas und Sebastian Baier & Klaus Gruber als 5. dieser Runde noch 16 Punkte erreichen.
In der Gesamtwertung halten die Franken damit ihren zweiten Gesamtplatz und können ihren "Vorsprung" auf Burgdorf auf immerhin 3 Punkte vergrößern. Die Niedersachsen waren zwar auch am Hang und schnell unterwegs, brachten durch Simon Berkhahn und Michael Möker & Steven Dehne aber nur 2 Flüge in die Wertung. So wird es in der letzten Runde noch ein Fernduell um den zweiten Platz gehen. Für Celle war diese Runde die vorzeitige Rettung, denn mit dem Abstieg haben sie nun nichts mehr zu tun. Sechs der Absteiger stehen bereits fest, um den Verbleib im Oberhaus duellieren sich jetzt noch Homberg/Ohm und Laichingen. Die Hessen sind aber bereits so gut wie durch, denn bei einer deutlich besseren Gesamtspeed fehlt ihnen nur noch ein einziger Punkt zum Klassenerhalt.
Auch in der 2. Liga machten die Mannschaften am Hang das Rennen. Diese Runde hatte Oerlinghausen die Nase vorne, nachdem sie in der Vorwoche noch Boberg und Bad Nauheim den Vortritt lassen mussten. Schnellster für die Ostwestfalen war Marcus Sagewitz, der von der Porta aus 324km mit einem knapp 130er-Schnitt absolvierte. Die knapp 123 Punkte liegen auf gleichem Niveau wie der schnellste Flug in Liga 1. Lucas Brune und Tobias Blaum waren vom benachbarten Bückeburg aus unterwegs. Am Ende stehen für sie 336 Punkte in der Wertung, was einen respektablen Vorsprung vor den Bobergern (319 Punkte) bedeutet.
Platz 3 geht nach Pirna, die ebenfalls in Mannschaftsstärke an die Weser gefahren waren. Durch den Rundensieg hat Oerlinghausen nun in der Gesamtwertung wieder die Spitze übernommen (237 Punkte) und liegt ganz knapp vor Bad Nauheim (235 Punkte), aber auch Schweinfurt (222 Punkte) hat noch zumindest theoretische Chancen, die Liga für sich zu entscheiden. Auch für Pirna (5./198 Punkte) hat sich der Ausflug gelohnt, sie sind in der kommenden Saison ebenfalls erstklassig. Spannend bleibt dagegen der Kampf um die Plätze 6 und 7, die ja auch noch für den Weg nach oben berechtigen. Hier liegen Berlin und Boberg gleichauf (188 Punkte), denen Bad Homburg (175 Punkte) aber auch noch im Nacken sitzt. Und auch am Tabellenende ist noch nicht alles endgültig entschieden.
Diese Entscheidung wird - soviel steht fest - in der kommenden Runde fallen. Und auch das ist ziemlich sicher: Der Wind wird dabei eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Abschließend aber noch ein kurzer Nachtrag zum Thema "dynamische Aufwinde": Es waren nicht nur die Flüge "vor" dem Hang, die in dieser Runde interessant waren, sondern auch Flüge "dahinter": Von Alkersleben aus flogen gleich mehrere Teams am Samstag in der Welle hinter dem Thüringer Wald - und das in Höhen bis 3800m!
 
Bernd Fischer
 
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Friday, 16. August 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 16.08.2019 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Das okkludierende Frontensystem eines Tiefs bei den Britischen Inseln liegt am Morgen über dem Nordwesten Deutschlands und führt mit einer tagsüber auflebenden südwestlichen Strömung feuchte und teils labil geschichtete Meeresluft heran. Im Laufe des Tages kommt die Okklusionsfront infolge einer Wellenbildung über der Biskaya nur langsam landeinwärts voran. Der äußerste Südosten bleibt damit bis zum Abend wetterbegünstigt. Rückseitig der Front fließt am Abend vorübergehend wieder etwas trockenere Luft ein.
SONNTAG: Die o.g. Front wird im Laufe der Nacht zum Sonntag rückläufig und liegt am Morgen schleifend über der Nordwesthälfte Deutschlands. Auch die in der Front eingelagerte Welle erreicht am Morgen den Westen und Nordwesten Deutschlands, führt dabei hochreichend feuchte Luftmassen heran und zieht bis zum Abend über die Ostsee ab. Im Bereich der Front, die sich im Tagesverlauf dagegen nur sehr langsam südostwärts verlagert, kommt es in der zweiten Tageshälfte gebietsweise zu teils organisierten und kräftigen konvektiven Umlagerungen. Auch im äußersten Norden und über See hält sich labil geschichtete Luft. Der Südosten verbleibt dagegen bei leichtem Südföhn in einer recht trockenen Luftmasse.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und am SONNTAG überwiegt Fronteinfluss und -bedingt durch Abschirmung/Niederschläge, zeit- und gebietsweise auch durch Überentwicklungen/böigen Wind - eher geringe bis kaum nutzbare Thermik. Eher lokal reicht es in Auflockerungszonen in der Nachmittagsspitze mal für kleinere Zeitfenster mit mäßiger bis knapp guter Wolkenthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Keine nutzbare Thermik aufgrund von verbreiteter Abschirmung durch dichte mittelhohe und hohe Schichtbewölkung.
SONNTAG: Erneut aufgrund von Abschirmung lediglich im Südwesten und Süden Chancen auf geringe bis mäßige Thermik, jedoch teils zerrissen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG abgeschirmt durch dichte hohe Aufzugsbewölkung, am Abend etwas Regen, keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG föhnig abgetrocknete Südwestströmung mit geringer Blauthermik, über den Bayerischen Alpen mäßig bis gut mit Chance auf flache Wellen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Wednesday, 14. August 2019 U25: Oerlinghausen fliegt in Runde 17 davon, es ist weiterhin Hochspannung angesagt translate news

Das Wetter bietet in Runde 17 einen spannenden Mix. Super Straßen im Nordosten, erneute Schauer, teilweise Warmlufteinfluss und Blauthermik bieten einen bunten Mix an Herausforderungen und Chancen. Strammer Wind sorgt für teilweise erschwerte Bedingungen. Genau diesen Wind macht sich Oerlinghausen jedoch zu Nutze. Die vorhergesagten 230° mit knapp 40 km/h sind optimal für das Hangfliegen um Porta und den Ith. Sie stellen sich die Frage, ob der Sprung an den Ith mit der Clubklasse funktionieren kann. Die einfließende kalte Luftmasse lässt Hoffnung aufkeimen, erzählt Lukas Brune. Also ist der Entschluss gefasst: Im Dreierteam fahren sie Samstag in aller Frühe zur Porta. Der Einsatz lohnt sich. Sie holen eines der schnellsten Rundenergebnisse der Saison und sichern sich den Sieg mit 100 Speedpunkten Vorsprung. Da Königsdorf weitestgehend gegrounded ist, trennen die beiden noch fünf Pünktchen in der Gesamtwertung.
In Porta angekommen, gehen sie als eine der ersten an den Start. Zuerst geht es Richtung Westen. Ein Stück zu weit, stellen sie im Nachgang fest. Sie fliegen den Westknick, den das Gebirge macht zu sehr aus. Daher ist der Rückweg extrem sportlich. Aber diese Erfahrung genügt, um beim zweiten Mal hier kürzer zu treten. Vorerst geht es mit Volldampf zum Ith. Die nächste Wende steht am Hills an. Auch hier wird es eng. Mit der Clubklasse haben sie sich dann doch wieder etwas zu viel vorgenommen. Unter Hanghöhe „schleichen“ sie zurück. Zum Glück trägt der Ith hervorragend. So dass von Schleichen nicht die Rede sein kann. Danach wird es deutlich einfacher. Und am Ende stehen ordentlich Punkte auf dem Konto.
Nicht nur das Team Oerlinghausen hat Gas gegeben. Egal, wo man hinschaut, in Brandenburg, Sachsen, Baden-Württemberg … überall gibt es vereinzelt richtig gute Flüge. So können Timo Angenendt (VfS Krefeld) von Porta aus und Marcel Kaspari von Nastätten sogar die 125 Speed-Punkte knacken. Marcel ist auf dem OLC-Discus unterwegs. Eigentlich hat er nur mittelmäßige Erwartungen und startet früh, da am Nachmittag bereits Störungen eintreten sollen. Wie so oft, wird auch er positiv überrascht. Eine sehr gute zusammenhängende konvergenzartige Linie zeigt sich vom Rhein entlang des Taunus bis hin zur Kontrollzone von Fritzlar. Sie beschert ihm nahezu kurbelfreie Speed. Zweimal reißt er die 130 Kilometer-Linie weg. Danach macht das Wetter zu. Er landet bereits im Regen. Nastätten schiebt sich mit dieser Runde unter die Top 10. Ein super Ergebnis, zumal es ein eher sehr kleines Team ist und auch zu wenige einsitzige Flugzeuge zur Verfügung stehen.
Rundenwertung U25: 1. FG Oerlinghausen (NW) 325,49 Speed/50 Punkte, 2. FK Brandenburg (BB) 224,38 Speed/49 Punkte, 3. AC Nastätten (RP) 201,36 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 17: 1. SFZ Königsdorf (BY) 650 Punkte, 2. FG Oerlinghausen (NW) 645 Punkte, 3. FSG Hammelburg (BY) 590 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Marcel Kaspari (1), Lukas Brune (2,3)
 
Die Entwicklung über dem Taunus-
die Basis für Marcels High-Speedflug
Oerlinghausener im Team am Hang
 Bestes Hangwetter

 


Tuesday, 13. August 2019 Der Berg ruft und der Aero-Club fliegt mit 367,36 Speedpunkten auf Rundenplatz fünf translate news

Diese Runde 17 werden unsere Bundesligapiloten sicher noch lange in Erinnerung behalten, weil es wirklich zwei ganz besondere Wochenendtage gewesen sind. Hervorzuheben ist, dass Christian Ückert an beiden Tagen jeweils zur richtigen Zeit am richtigen Startort war und somit zwei wirklich schnelle Flüge absolvieren konnte. Doch dazu später mehr. Da sich für den Samstag eine stramme Südwestströmung ankündigte, wurde im Vorfeld schon eine intensive Planung und Kommunikation unserer Piloten wegen der Fahrt in das Weserbergland zum Hangsegelfliegen in Gang gesetzt. Die Wahl des Startortes fiel auf den Flugplatz Porta Westfalica und so traten von uns am Samstag 7 Piloten mit 5 Maschinen die Reise dorthin an. Bis zu 45 km/h Wind waren in den entsprechenden Höhen des Weser- und Wiehengebirges sowie am Ith angesagt und dieses Hangflugeldorado nutzten folgende Speedpunktjäger besonders gut aus und holten somit 16 Punkte:
Christian Ückert, LS 6 WL, 126,06 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2 cM/18m, 121,45 Speedpunkte,
Michael Schoof/Heiko Braden, Duo-Discus, 119,85 Speedpunkte,
Es ist schon einmalig, dass Christian Ückert seine guten 120,5 Speedpunkte vom Samstag im Weserbergland am Sonntag tatsächlich noch mit seinem Flug vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum aus im thermischen Aufwind um 6,1 Speedpunkte nach oben schrauben konnte.
Dabei legte er 143 Kilometer gegen den Südwestwind ohne einen einzigen Kreis zurück und wendete westlich von Warberg. Seine freudige Stellungnahme zu diesem Flug lautete am Abend einfach nur: „Krass!“
Karsten Bennewitz brachte mit seinem Ventus 522 Streckenkilometer auf die Habenseite und Michael Schoof und Heiko Braden waren mit dem Duo-Discus ebenfalls schnell und erfolgreich im Hangsegelflug unterwegs.
Zudem sind noch Knud Dombrowsky mit der ASH 26E (118,74 Speedpunkte) sowie Klaus-Dieter Arntz und Lennard Waschke mit dem Arcus T (114,86 Speedpunkte) ebenfalls von Porta aus im schnellen Modus auf Strecke gewesen.
Auch dieses Heimspiel ließ sich der LSV Rinteln natürlich nicht nehmen und holte folgerichtig den Rundensieg mit 394,34 Speedpunkten vor dem LSV Burgdorf, dem LSV Gifhorn und der FV Celle. Somit gingen die ersten fünf Plätze an niedersächsische Bundesligavereine. Das ist schon eine einmalige noch nie dagewesene Konstellation.
Zu erwähnen ist noch die 16. Runde, die den Braunschweigern einen Trostpunkt einbrachte. Am damaligen Samstag gab es in Waggum überhaupt keine Thermik und am Sonntag waren Hayung Becker mit Christian Möller im Arcus T (58,82 Speedpunkte) sowie Markus Schmied und Rolf Wagner im Duo-Discus (58,26 Speedpunkte) bei äußerst schwierigen Bedingungen im engen Teamflug auf Strecke. In der Gesamtwertung führt weiterhin der LSV Rinteln mit nunmehr 247 Punkten und der Aero-Club hat mit 139 Punkten den elften Platz inne.
 
Rolf Wagner
 
Volles Haus auf dem
Flugplatz Porta Westfalica.
Faszination Hangsegelfliegen
mit dem Blick auf
den Fernsehturm Jakobsberg.
 
Der Ventus 2 und der Arcus T
im Hangsegelflug.
 

Tuesday, 13. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Ein Screenshot vom
Samstag-Mittag aus dem
Tracker,wo man die
Perlenkette am
Wiehengebirge sieht.
Quelle:
"[..] man darf also gespannt sein, ob die nächste Runde unter sich reihenden Cumuli oder vielleicht doch tief unten am Hang entschieden wird.". So endete mein Rückblick der der vergangenen Woche -, und liefert damit gleich einen schönen Einstieg in die Berichterstattung dieser 17. Runde. Nicht weil ich mich freue, dass auch mal eine Vorhersge eingetroffen ist , sondern soch eher, weil sich bei dem Wetter und der Fragestellung genau die Spannung aufbaut, wie sie sich zum Ende der Liga-Saison gehört.
Samstag:
Das Wochenendwetter stand ganz klar unter dem EInfluss eines weitläufigen Troges, der westlich von uns lag. Das zum Trog gehörende Tief lag über der Irischen See und wir damit auf seiner Südostseite. Die Wolkenstrukturen im Satellitenbild lassen gleich 2 Schlüsse zu: Von Frankreich bis an die Ostsee erstreckt sich Kaltluft, für die die ausgeprägte Cumulus-Bewölkung typisch ist. Auch die wellende Kaltfront vom Bodensee bis in die Lausitz ist gut erkennbar. Ebenso wie die starken Entwicklungen zwischen den Niederlanden und Schleswig-Holstein, wie sie häufig in relativer Nähe zum Tiefdruckzentrum auftreten - mal ausbreitend, mal auch schaurig. Aber noch etwas sticht heraus: Der starke Wind  sogte für ganz klare Reihungen der Cumuli in Windrichtung. Mit 40-50km/h im Basisniveau war der nicht zu verachten. Bei einer Windrichtung von 230° stand er aber auch perfekt auf den Hängen des WIehengebirges. Aber dazu gleich mehr, die Flugspuren geben aber bereist einen ersten Hinweis.
Sonntag:
Der Sonntag lässt sich ein stückweit bereits aus dem Samstag-Bild ableiten. Ich habe absichtlich das Bild von 10UTC (12MESZ) gewählt, weil auf dem auch über der Mitte noch die Wolkenstrassen erkennbar sind, bevor diese von den Cirren aus dem Westen überdeckt wurden. Diese Strassen konnte man auf dem Samstags-Bild bereits über dem Westen Frankreichs erkennen. Da sich die Lage von Trog und Tief nicht signifikant geändert hatten, blieben auch Windrichtung und -geschwindigkeit nahezu unverändert. 24h nach vorne extrapoliert später (bei einer WIndgeschwindigkeit von 50km/h entspricht das 1200km) findet man die Luftmasse aus Westfrankreich dann über der MItte und dem Nordosten wieder (als Segelflieger weiss man ja, wie weit es von Biarritz bis Lübeck ist). So war der Sonntag allein nach der Optik im Satellitenbild "der" Tag für den Nordosten und mit Einschränkungen für den Norden und die Mitte, denn hier musste man früh genug dran sein, bevor die dichten Cirren und die Warmluft kamen. Aber auch der Süden war fliegbar, hier war blau aber die eher dominierende Farbe.
Die Anzahl der Flüge vom Sonntag, das zeigen auch die Flugspuren, war damit der Sonntag - aber war er auch schneller als der Samstag?
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag Abend lag die Speed-Latte hoch - sehr hoch! Der LSV Rinteln konnte den Heimvorteil des direkten Zugriffs auf die Hänge des Wiehengebirges nutzen, und dazu vielleicht auch noch die eine oder andere Nuance beim Ausnutzen der Hangwinde. Die Ligaspeed von 394,34 bedeuteten den zweitschnellsten Wert in dieser Saison. Carsten Kopsieker & Michael Hörmann starteten zwar in Oerlinghausen, machten ihre Speed aber dann zwischen Lübbecke und dem Hils, ebenso wie Stefan Bachmann, der in Rinteln abhob. Bemerkenswert an seinem Flug ist, dass er zu denen mit dem frühesten Start gehören dürte. Um kurz vor 7 Uhr (Ortszeit) gestartet, begann die Ligawertung gegen 8:30. Um 14:00 waren dann auch die Schenkel für den OLC-Plus verbraucht und er landete nach knapp 550km. Noch etwas früher waren Reinhard Schramme & Rolf Bödecker dran, die zwischen 6:30 und kurz vor 11 mit einem Schnitt von rund 140km/h rund 500km abspulten. Knappe 20min nach der Landung später war Reinhard dann schon wieder in der Luft, jetzt gemeinsam mit Bernd Goretzki im Cockpit. Sie schafften es, den Schnitt nochmal um 6km/h nach oben zu treiben und schafften mit einer Ligaspeed von knapp 133 den schnellsten Flug des Samstags. Nach der Landung gegen 15:30Uhr waren mit dem 2 Starts für Reinhard die 1000km an dem Tag voll, verteilt auf 2 Flüge. Bedenkt man, dass es danach noch mehr als 5 Stunden hell war... Mit ebenfalls hohen Ligawerten folgten Gifhorn, Braunschweig und Celle, die ebenfalls die (diversen) Startplätze entlang des Hanges nutzen. Die Mitte und der Süden mussten derweil tatenlos zusehen, wie sich die Spitze mit hohen Punktewerten platzierte. Punktwerte, die in normalen thermischen Bedingungen nur schwierig zu toppen sein würden.
Der Sonntag war aber ein solch ungewöhnlicher Tag, wenn auch wieder mit einem Schwerpunkt über dem Norden und der Mitte. Wir erinnern uns an die Wolkenstrassen, die am Vortag noch über dem Westen Frankreichs lagen. Unter den sich im Wind reihenden Cumuli konnte die hohen Schnitte aber nur unter 2 Bedingungen erreicht werden: Klar, der Rückenwindschenkel musste lang genug sein. Da der Wind aber im Tagesverlauf nachlassen würde, tat man gut daran, möglichst früh mit dem langen Schlag im Rückenwind zu beginnen. Der zweite Grund war - je nach Lage des Startplatzes - natürlich auch, dass man den aufziehenden Cirren und der Warmluft entkommen musste. Michael Möker hat das von Burgdorf aus wohl auch mit auf dem Plan gehabt, denn für ihn ging es zuerst gute 100km gegen den Wind, bevor er an der A30 be Melle in den Rückenwind drehte. Kreislos führte ihn sein Kurs über rund 220km entlang der Wolkenstrasse(n) bis hinter die Elbe. Da erst gut die Hälfte der Wertungszeit vorbei war (der Realschnitt lag bis dahin bei rund 180km/h), folgte noch ein Jojo von jeweils knapp 100km, zuerst gegen den Wind (wobei der Schnitt auf 120km "einbrach") und dann nochmal mit Rückenwind (wieder 150km/h). Am Ende stehen in der Ligazeit ein Schnitt von 158km/h bzw. 136.5 Punkte in der Wertung. Oliver Sörensen fliegt ein Stück weniger gegen den Wind vor und klinkt sich schon bei Nienburg in die Wolken-Autobahn ein und folgt dieser (ebenfalls mit einem eingebetteten Jojo) bis Schwerin. Seine 129 Punkte bringen die Burgdorfer am Ende der Runde auf den 2. Platz. Vorgelegt hatten Wilko Kramer & Bernhard Frettlöh am Samstag von Bückeburg aus. Die Burgdorfer kommen mit 386.5 Ligapunkten zwar nicht mahr an Rinteln heran, verdrängen jedoch kanpp den LSV Gifhorn, der seine 384 Punkte bereits am Samstag am Hang gemacht hatte.
Erst auf Rang 9 taucht mit Bamberg der erste Verein aus dem Süden auf, die Nachbarn aus Bayreuth auf Rang 12 und Aalen dann auf Rang 14. Das wirkt sich natürlich auch auf die Gesamtwertung 2 Runden vor Schluss aus: Aalen muss sich damit aus dem Titelrennen verabschieden, der Gesamtsieg wird unter den ersten 3 Plätzen ausgeflogen. Hier kann Burgdorf (221 Gesamtpunkte) den Abstand auf Bayreuth (222 Punkte) gegenüber der Vorwoche nochmals verringern. Die beste Ausgangsposition hat aber natürlich Rinteln (247 Punkte), die bei noch zu vergebenden 40 Punkten am kommenden Wochenende damit sogar den ersten Matchball haben.
Auch in Liga 2 bleibt es spannend, auch wenn es fast die gleiche Geschichte zu erzählen gilt wie in der ersten Liga. Der HAC Boberg hatte am Samstag Porta Westfalica als Startplatz gewählt. Mit einem vor allem ausgeglichenen Mannschaftsergebnis und am Ende knapp 350 Ligapunkten konnten sie sich an die Spitze fliegen. Schnellste für die Hansestädter war das Team Marcel Rast & Rodger Hoffmann. Oerlinghausen, am Samstag zwischenzeitlich auf Rang 2, musste dann am Sonntag den AC Bad Nauheim vorbei ziehen lassen. Früh gingen die Piloten in Ober Moerlen an den Start, von denen Jürgen Breitenfelder & Friedhelm Schmidt die Schnellsten waren. Sie nutzen ebenfalls die sonntäglichen Reihungen im Wind. Auch wenn ihr Kurbelanteil mit knapp 13% relativ hoch war, so konnten sie den Schnitt hoch halten, denn nach der Auswertung nutzten sie offenbar die guten Bärte. Die Frage übrigens, bei welchen Windgeschwindigkeiten sich welche Taktik - so lange wie möglich geradeaus oder doch das eine oder andere Mal kurbeln - am ehesten lohnt, müsste an anderer Stelle geklärt werden. Auch hinkt der Vergleich vielleicht ein wenig, da natürlich auch Region und Luftmasse eine Rolle spielen, aber hier trotzdem ein paar Vergleiche: Michael Möker: Kurbelanteil:4%, 1,6m/s, 158km/h / Jürgen Breitenfelder & Friedhelm Schmidt: 12.5%, 2.24m/s,  140km/h / Ingo Trentelj und Jürgen Müller: 7%, 3.3m/s, 133km/h. Offenber schlug in dieser Runde Rückenwind die gute Thermik, denn bei der Flugspur fällt auf, dass Michael den deutlich längsten Rückenwindanteil hat, Jürgen B.&Friedhelm den Kurs konsequent am Wind und den Reihungen ausrichten aber der Rückenwindanteil geringer ist, während Ingo und Jürgem M. sogar einen deutlichen Schlag mit Querwind machen mussten.
Beim Blick in die Gesamtwertung hat es sich für die Klixer jedoch trotzdem gelohnt. Rundenplatz 5 bringt sie auf Gesamtrang 9 nach vorne. Und dort entbrennt der Kampf um die Aufstiegsplätze, denn sie liegen nun punktgleich mit dem HAC Boberg (beide 169 Punkte). Der Abstand zu den Aufstiegsrängen beträgt damit für beide nur noch geringe 5 Punkte und auch die Plätze 5-7 liegen nur einen Wimpernschlag auseinander. Ansbach auf Rang 4 (200 Punkte) ist noch nicht ganz durch, hat aber die besten Chancen sich zu den bereits 3 feststehenden Aufsteigern zu gesellen. Schweinfurt (211) und Oerlinghausen (217) können die führenden Bad Nauheimer (235) noch abfangen, aber auch in Liga 2 kann sich das Titelrennen bereits in der näüchsten Runde entscheiden.
Und dann wird natürlich auch das Wetter wierder mitentscheidend sein. Das wird wohl - wie auch schon die Woche - durch Tiefdruck und Fronten bestimmt. Man darf also weiterhin gespannt sein.
 
Bernd Fischer
 
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