OLC-Magazine... powered by Bürklin


Tuesday, 02. June 2020 AC Braunschweig startet mit Rang 17 in die neue Segelflug-Bundesligasaison translate news

Enger Teamflug zwischen Karsten Bennewitz und Knud Dombrowsky kurz vor Osnabrück.
Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die 1. Segelflug-Bundesliga, die eine relativ junge Variante des Streckensegelflugs ist, erst am zurückliegenden Wochenende starten. Aufgrund der dramatischen Verringerung des Verkehrsaufkommens im Rahmen der Corona-Krise sah sich die Geschäfts- und Betriebsleitung des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg gezwungen, die Betriebszeiten auf 10 bis 18 Uhr Lokalzeit einzuschränken. Somit müssen die Braunschweiger Segelflieger spätestens um 17:15 Uhr hier landen, um anschließend in Ruhe die Segelflugzeuge abrüsten zu können.
Dieser Mannschaftswettbewerb für Vereine wird als dezentrale Konkurrenz auf einer Online-Plattform ausgetragen. Dabei fliegen Pilotinnen und Piloten deutschlandweit bis Ende August jeweils an den Wochenenden um Punkte. Gewertet werden die drei schnellsten Flüge eines Vereins, wobei die Berechnung der Geschwindigkeit, unabhängig von der Flugdauer, in einem geschwindigkeitsoptimierten Zeitfenster von zweieinhalb Stunden erfolgt.
Von den 700 Segelflugvereinen in Deutschland fliegen die 30 besten Teams in der 1. Segelflug-Bundesliga und dazu gehören auch die Aufwindjäger der Segelfluggruppe des Aero-Club Braunschweig, die in der Auftaktrunde mit 312,89 Speedpunkten mit Platz 17 und somit 4 Punkten im Mittelfeld landeten. Die Speedpunkte sind mit mit den geflogenen km/h vergleichbar.
Für die Braunschweiger, die an den beiden Wochenendtagen bei mäßiger bis mitunter auch guter Thermik mit insgesamt 9 Maschinen auf Punktejagd waren, sind folgende drei schnellste Piloten erfolgreich auf Strecke gewesen:
Knud Dombrowsky, Flugzeugtyp ASH 26E, 109,62 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 108,91 Speedpunkte,
Klaus-Dieter Arntz, ASH 26E, 94,36 Speedpnukte,
Dombrowsky und Bennewitz flogen im engen Team zusammen und trieben ihre Maschinen unter den prächtigen Cumuluswolken mit Rückenwind bis fast an die holländische Grenze. Ihr Umkehrpunkt lag westlich von Emsdetten.
Arntz flog vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum zunächst bis nach Lüneburg und schlug dann Westkurs ein, um anschließend Hannover großflächig zu umfliegen.
Der Rundensieg dieser Auftaktrunde ging mit schnellen 376,14 Speedpunkten nach Baden-Württemberg an die Fliegergruppe Wolf-Hirth.
 
Rolf Wagner

Tuesday, 02. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 30./31.5. (Runde 1) translate news

Das "erste" Ligawochende hatte vom Wetter her direkt einiges zu bieten - vor allem für die, deren Startplatz eher in der Westhälfte lag. Schon Tage vorher hatte sich ein stabiles Skandinavienhoch aufgebaut, auf dessen Südseite der Westen von trockenkühler Luft verwöhnt wurde. Nachteil für die östlichen Landesteile war ein Tief-/Trogsystem über Südosteuropa, das immer wieder abschirmende Feuchte hereinbrachte. Die Luftmasse hatte Potential - für Speed und Strecke ...
Samstag:
Das es am Samstag eher Feuchte im tieferen Niveau war, zeigt das Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ). Sowohl in den Nordosten als auch den Süden war die Feuchte aus dem Tief/Trog eingesickert. Das kräftige Hoch hatte eine ebensolch kräftige Inversion, unter der die Feuchte immer wieder ausbreitete. Der Vergleich von Satellitenbild und Flugspuren zeigt aber auch, dass es auch im Osten gut fliegbare Linien gab. Der Schwerpunkt lag aber eindeutig im Westen: Vom Emsland bis an den Schwarzwald lagen die Besten Linien unter den sich im Wind reihenden Cumuli. In der thermisch sehr guten Luftmasse - noch dazu an den Vortagen vertikal schon gut strukturiert - standen die ersten Quellungen dazu noch sehr früh am Himmel. Es war also auch ein Tag für die lange Strecke...
Die Luftmasse für den Folgetag lässt sichim Satellitenbild bereits im Ostseeumfeld ausmachen.
Sonntag:
In der Nacht hatte diese Luftmasse sich dann weiter nach Westen ausgebreitet. Dass vor allem der Südosten erneut unter dem Einfluss des Trogs lag - der jetzt vor allem durch Cirren störte - zeigt das Satellitenbild sehr klar. Zumindest optisch besser als der Vortag zeigten sich der Südwesten und der der flache Norden - zumindest westlich der Elbe. Östlich davon kam mit kräftigtem Wind weider eine neue, nun deutlich wärmere Luftmasse an.
Das Resultat zeigt sich dann auch in den Flugspuren: Unter den Abschirmungen und in der trockenwarmen Luftmasse im Norden war nicht viel zu holen. Im Gegensatz dazu gab es nach dem bereits sehr guten Vortag entlang der Westschiene nochmal einen "Wetter-Nachschlag", wobei sich Schwarzwald und Alb deutlich abheben. Der etwas schwächere Wind sorgte auch nicht mehr für die klaren Reihungen, so dass die Flüge im Vergleich zum Samstag deutlich flächiger ausfallen konnten.
Wer hat was draus gemacht?
Vorab kurz ein Blick auf die lange Strecke: Hier zeigte sich der Samstag nicht nur in der Menge der weiten vorne. Auch die Verteilung der Startplätze, von denen sie möglich waren, zeigt dies. Ja, der Schwerpunkt lag auch hier eher im Westen, aber selbst von Reinsdorf oder Jena konnte man Strecken an/über 900km fliegen.
Dass die Mannschaften auf den Liga-Start gebrannt haben, zeigt schon der Blick in den Zwischenstand vom Samstag-Abend: Liga 2 war bereits vollständig vertreten und auch in Liga 1 waren schon Füge von 28 Teams eingereicht.
Was man nach dem Satellitenbild vom Samstag nicht direkt vermutet, lag trotz der zahlreichen Ausbreitungen die Alb bereits vorne. Als mit Abstand Schnellster (über alle Ligen hinweg) war Sören Nölke von der Hahnweide aus unterwegs, der zwischen Westalb und Südschwarzwald satte 137 Speedpunkte (146km/h) vorlegte, knapp gefolgt von Markus Frank, der es von Aalen aus auf 130 Punkte (155 km/h) bringt. In der zwischenzeitlichen Gesamtwertung liegen die beiden Mannschaften weniger als 3 Punkte auseinander. Grund genug für Aalen, am Sonntag nochmal einen Angriff auf Platz 1 zu starten. Manfred Streicher gelang es zwar, das Mannschaftergebnis etwas zu verbessern, am Ende der Runde bleibt dennoch ein Abstand von etwas weniger als 2 Punkten und für die Fliegergruppe Wolf Hirth damit der Rundensieg.
Auch in anderen Landesteilen bot der Sonntag Gelegenheit, noch Plätze gut zu machen. So müssen sich Ludwigshafen und Lichtenfels trotz gut vorgelegter Flüge am Samstag noch von Walldürn und Rinteln überholen lassen. Den weitesten Sprung auf den vorderen Plätzen schaffte am Sonntag Rinteln von der Mönchsheide im nördlichen Rheinland-Pfalz aus: Madleen und Frerk Frommholz nutzten die dortigen guten Ausgangsbedingungen und flogen die Niedersachsen von Rang 8 kommend noch bis auf auf Rang 4 nach vorne.
Von hier lässt sich dann auch der Bogen zur Quali-Liga schlagen, die der LV Mönchsheide für sich entscheiden konnte. Die knappen 350 Speed-Punkte hätten dabei auch in den Bundesligen für einen Platz unter den Top 10 gereicht.
Auch in Liga 2 wurde schon am Samstag schnell geflogen. Der LSV Hofgeismar hatte 353 Punkte vorgelegt, von denen Johannes Bick mit 125 Speed-Punkten (143 km/h) unter den Reihungen am schnellsten unterwegs war. Am Sonntag sollte die FLG Blaubeuren doch noch an den Hessen vorbeiziehen. Vom zwischenzeitlichen Platz 25 rollten sie das Feld von hinten auf und zeigten, was im Sonntags-Wetter im Südwesten möglich war. Am Ende reicht es für Blaubeiuren die Runde mit knappen 4 Punkten Vorsprung für sich zu entschieden. Aber auch von Hannover aus gab es am Sonntag gute Linien: Niklas Hahn und Frederic Janssen bringen im Team den Hannoverschen Aero-Club bis auf Rang 3 nach vorne.
Im Rückblick lässt sich festhalten, dass das Wetter beim (verspäteten) Start in die Liga-Saison direkt für Bedingungen gesorgt hat, in denen alle Teams Punkte erfliegen konnten. Und Punkte im Niveau über 350 zeigen, dass es eine der schnelleren Runden war und zeugen damit auch von der Qualität der Luftmasse.
So darf es gerne weitergehen! Man darf also gespannt sein, wo die ab der Wochenmitte einfliessende Kaltluft das passende Wetterfenster für Runde 2 hinlegt ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland


 

Monday, 25. May 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende 23./24.5. translate news

Am letzten Wochenende vor dem Liga-Start bot das Wetter für viele nochmal ausreichend Gelegeheit, den letzten technischen Schliff am Flieger durchzuführen. Der Platz in einer (geheizten) Werkstatt war vielfach dem Aufenthalt im Freien vorzuziehen ...
Samstag:
Schuld daran war ein Tief über dem Nordmeer, dessen langgestreckte Kalfront über Deutschland hinweg zog und dessen Bewölkung auf dem Satellitenbild von 12UTC (14 MESZ) deutlich zu sehen ist.
Gut zu sehen ist auch die an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden ankommende Rückseite. Deutlich reihen die Cumuli im kräftigen Westwind. In den darauf folgenden Stunden sollte sich die Rückseite noch weiter nach Osten ausbreiten. Auch wenn sich mit der Höhenkaltluft immer wieder Schauer entwickelten, konnte die frische Kaltluft vor allem im Nordwesten genutzt werden -, wie der Blick in die Flugspuren zeigt.
Sonntag:
Etwas anders zeigte sich das Himmelsbild am Sonntag. Die Kaltfront war inzwischen weit nach Südosten abgezogen. Während der Süden in den Einfluss eines Hochkeils kam, erreichte den Nordwesten bereits die nächste (Warmfront)Welle, die sich anschliessend zügig nach Ostsüdost ausbreitete und bis zum Nachmittag bis über den Main vorankam. Und im Süden war die kühle Luftmasse nicht ganz homogen, wie die kräftigen Entwicklungen zeigen, die u.a. zwischen Alb und Alpen auch für Schauer sorgten.
So lag der Schwerpunkt der Flüge nun im Südwesten mit klar gezeichneten Linien nördlich und südlich des Stuttgarter Luftraums - einmal den Reihungen im Westnordwestwind folgend und einmal entlang, bezeihungsweise den Reihungen hinter, der Alb.
Wer hat was draus gemacht?
Viel Gelegenheit boten beide Tage ja nicht, dafür waren die fliegbaren Bereiche an beiden Tagen zeitlich und räumlich recht eingeschränkt.
Am Samstag fällt in der Übersicht auf, dass die Flüge alle relativ spät begannen und je weiter der Startplatz nach Osten lag, natürlich um so länger. Trotzdem hatte es sich dann doch für den einen oder anderen gelohnt, diese Zeit in Kauf zu nehmen. Die frische Kaltluft hatte ja bereits einen guten Teil Wegstrecke "Überland" zurückgelegt und so konnte sich die Basis bereits im Vorfeld entwickeln. Sieht man sich die Barogramme des einen oder anderen Fluges an, so erkennt man, dass bereits zum (oder kurz nach dem Start) die Höhen erreicht wurden, die auch den weiteren Flug erreicht wurden waren. Und die Streckenwahl war natürlich durch die Reihungen vorgegeben, für die der Westwind sorgte. Den sowohl weitesten als auch schnellsten Flug des Samstags absolvierte Hermann Rosing von Borken aus. Die Taktik war klar: Den Reihungen folgend zuerst in den Westen in das berteits entwickelte Wetter und dann im Jojo wieder bis an die Front und dann wieder nach Westen, um dann ... Am Ende waren es 621km bzw. ein Schnitt von 125km/h (110 Speed-Punkte). Und das Ende war spät, denn die anhaltend leichte Kaltluftadvektion konnte die Thermik lange aufrecht erhalten. Als "letzter" landete Hatmut Heinke um 17:43 UTC, nachdem er von Delmenhort aus den Dollart umrundet hatte (ich denke der Flug war auch sicher interessanter als die Sportschau ).
Dass es am Wochenende sowohl noch etwas schneller als auch weiter ging, zeigen die Flüge vom Sonntag. Wie bereits gesehen, lag der Schwerpunkt der Flüge im Südwesten, wobei der Schwarzwald etwas ausgenommen war. Dagegen zeichneten sich die Linien nördlich (Pfalz bis an die Fränkische Alb) und südlich (Schwäbische und Fränkische Alb, bzw. südlich davon) von Stuttgart aus. Erstere war sicherlich auch durch die Reihungen getriggert. Diese nutzten Martin Theisinger/Yannik Frey von Landau aus. Vom Abflug weg ging es unter den Reihungen bis an die Donau hinter Ingolstadt. Und weil noch etwas Zeit bis zur Vollendung der 2,5h war, auch noch ein gutes Stück zurück. Mit 133 km/h (120 Speed-Punkte) waren die Pfälzer die mit Abstand schnellsten. Das Landau ein guter Ausgangspunkt war, bestätigen auch Henrik Bieler und David Schneider/Julia Keller - der Sieg in der Liga-Vorrunde-Teil 2 geht damit an die DJK Landau, die drei der vordersten 5 Plätze im Speed-OLC belegen. Nadja Eisenmenger schafft von Pattonville Ludwigsburg aus den punkthöchsten Flug (713 Punkte) und nutzt dabei beide Linien. Dieter Sinn flog mit 835km zwar die meisten kilometer, aber da er auf dem Heimweg nach Baumerlenbach zünden muss, entgehen ihm die Dreiecks-Punkte.
Zwei weitere Flüge möchte ich nicht unerwähnt lassen: Zum einen Uli Schwenk, der sich offenbar die Schönheiten des Rheintals bei Speyer aus nächster Nähe gönnen wollte und - wenn schon tief, warum dann nicht auch weiter so - dann den Hangwind an der Alb-Vorderkante nutzte. Die Flugspur zeigt auch, wie viele Kilometer man machen kann, wenn man einen Rückenwindbart kurbelt. Eher ungeplant tief/mühselich war Michael Schlaich unterwegs. Nachdem er in der Speedwertung auch vorne dabei war, gestaltete sich sein Rückflug nach Winzeln dann doch eher schwierig. "Mi", besten Dank an dieser Stelle für Deine Kommentare, die einen guten Eindruck Deiner Flüge hinterlassen und immer interessant zu lesen sind. So - und nächste Woche geht's dann "richtig" los ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland


 

Thursday, 21. May 2020 BEENDET: Unterbrechung der Gesamtwertungen OLC-Plus & Speed-OLC aus Gründen Covid 19 translate news

Die Gesamtwertungen für DEUTSCHLAND des OLC-Jahres 2020 für den OLC-Plus Champion, für die Junior Challenge und für den Speed-OLC Champion sowie den Young Eagle Speed Cup werden ab dem 21.05.2020 wieder unverändert fortgeführt.
Der OLC wünscht euch erfogreiche Flüge.

Thursday, 21. May 2020 LLL: Liga legt los! translate news

'Die Ligen in GE und US ... 2019 und 2020  mit Aufsteigern und Absteigern
Ungeduldig mussten die Ligapiloten warten. Nun gehen endlich alle OLC-Segelflug-Ligen am Pfingstwochenende (30./31.Mai) los!
Was war seit dem geplanten Ligastart (18.April) passiert? Einschränkungen durch Corona überall. Uneinheitliche Regeldetails erzeugten ein großes Durcheinander in der Auslegung der Verordnungen. Jeder neue Ansatz war sicher notwendig, aber brachte irgendwie auch einen Kollateralschaden für eine gewisse Gruppe von Menschen. Diese waren oft uneinsichtig und blickten dann neidvoll auf Andere, bis hin zu Anzeigen unter Freunden! Gelebte Solidarität innerhalb der EU- und Bundesländer und bis hinunter in die einzelnen Vereine ist scheinbar während Krisenzeiten schwierig durchzuhalten, obwohl gerade da ein Zusammenhalt außerordentlich wichtig wäre. Besonders polarisierend hat sich die Diskussion leider innerhalb der Segelfluggemeinde entwickelt. Es gibt bei solchen ungeplanten „Großereignissen“ mit den einhergehenden gewaltigen Einschnitten in einer föderalen Struktur natürlich immer Gewinner und Verlierer. Einen sehr schweren Stand hatten und haben deshalb die verantwortlichen Entscheider auf allen Ebenen. Hier ließ der Vorstand das Fliegen zu, dort tauschte er sogar die Hallenschlösser aus, damit niemand ein Flugzeug auch nur anrühren konnte. Protestbriefe und sogar persönliche Anfeindungen blieben dann nicht aus. Die Folgen und die Lehren aus dieser Krise werden uns wohl noch lange beschäftigen.
Der OLC als weltweit anerkanntes Wertungsportal für Piloten zeigte sich als Fels in der Brandung, ließ unfundierte Kritiken abprallen, überschritt keine Kompetenz in der Bevormundung von eigenverantwortlichen Piloten und übernahm auch zu keiner Zeit die Auslegungshoheit von Vorschriften oder die Prüfung der Einhaltung von gesetzlichen Rahmenbedingungen – wie er dies übrigens auch nicht für Luftraumverletzungen, Flugzeuggewichte, Pilotenscheine, etc. tut! Nur aus Fairnessgründen musste natürlich der sportliche Vergleich, sprich die Wertungslisten von OLC-Plus, OLC-Speed und die Ligen ausgesetzt werden.
Verkürzte Saison, spannendere Runden
Nun bleiben 13 Ligarunden im Jahr 2020 übrig, um würdige Meister und Aufsteiger, sowie auch die unausweichlichen Absteiger zu ermitteln. Bis auf eine kleine Regeländerung bei der U25-Liga – es bilden nur noch zwei Jung-Piloten eine Mannschaft – bleibt alles beim bewährten Alten. Die kürzere Ligasaison wird aber allen ambitionierten Vereinen einen noch größeren Fokus auf die vollständige Besetzung jeder einzelnen Runde abfordern. Verluste von „Big Points“ bei schlechterem Wetter können weniger gut ausgeglichen werden als dies mit den standardgemäßen 19 Runden der Fall ist. Zudem könnte die Abwesenheit von „Key Playern“ in der Sommerurlaubszeit einen größeren negativen Effekt haben.
Jedoch hat die Geschichte der OLC-Liga immer gezeigt, dass trotz einiger Anpassungen der Regeln, immer wieder die gleichen Faktoren maßgebend sind, um vorne in der Rangliste dabei zu sein: ein solider Grundstock an guten Piloten, hohe Motivation, ein guter Teamgeist, Unterstützung vom Vereinsumfeld, gute Regelkenntnisse und deren Anwendung bei der Flugtaktik. Entsprechende Eigenschaften werden die Gewinnerteams auch 2020 sicher wieder vorweisen, kürzere Saison hin oder her.
Ein weiterer Jahrhundertsommer kann kommen
Sicher sind schon ein paar gute und schnelle Wochenenden dem Lockdown zum Opfer gefallen. Aber gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass die besten Liga-Wetterlagen nicht nur am Anfang einer Saison liegen – wie im Rekordjahr 2018, sondern wie 2019 eher in den letzten sechs Runden. So wurden gute Rundensiege mit hervorragenden Mannschaftsleistungen von über 380 Speedpunkten im Juli und August erflogen. Beispielhaft sind die Saisonbestleistungen von 399 und 394 Punkten von Lichtenfels und Rinteln ab Mitte Juli in den Runden 14 und 17 erzielt worden.
Nachdem es 2019 nur Absteiger aus Baden-Württemberg in allen Ligen gab – und keinen einzigen Aufsteiger, ist den dortigen Mannschaften ein faireres Wetter über die Rest-Saison zu wünschen. Allerdings kommt zum Beispiel den verbliebenen drei Erstligisten aus dem Südwesten ein Phänomen zu Gute, welches schon mehrfach früheren Gutplatzierten in anderen Bundesländern geholfen hat: Je weniger Mannschaften aus ähnlichem Gebiet in der Konkurrenz, je weniger nimmt man sich bei gutem Wetter in dieser Region gegenseitig die Rundenpunkte ab. Sollte die Zahl pro Region jedoch weiter sinken, verschwindet der Vorteil wieder, weil sich für nur eine gute Mannschaft auch kein Abstand zur Konkurrenz aus anderen Regionen bilden kann. Königsdorf als quasi einziger Verein aus der Alpenregion musste dies beispielhaft in den vergangenen Jahren immer wieder schmerzlich erfahren.
Ein bisschen Vorbereitung hilft immer
Hoffentlich hat die Zeit seit Lockerung der Einschränkungen gereicht, damit auch alle Ligapiloten ihre obligatorischen Überprüfungs- und Gewöhnungsflüge hinter sich bringen, sowie auch noch etwas Speedtraining absolvieren konnten. Die letzten beiden Wochen haben ja mit vielen Tausendern und schnellen Flügen bei guter und hoher Thermik schon nette Flüge zugelassen. Also: Rechner auf Ligaoptimierung programmieren, nochmal die Regeln überfliegen, die Mannschaft motivieren, eine Taktik bereitlegen und die Flügel putzen! So dürfte dem großen Spaß der Ligafliegerei – auch bei einer verkürzten Saison – ab dem Pfingstsamstag nichts mehr im Wege stehen.
Wir wünschen allen Mannschaften schöne schnelle Flüge. Dem Meister aus Rinteln viel Erfolg bei der Titelverteidigung, den Jägern etwas mehr Fortune als letztes Jahr, den Aufsteigern die nie endende Hoffnung auf den Verbleib und den Absteigern einen sofortigen Wiederaufstieg! Haltet Abstand, am Boden wie in der Luft und bleibt gesund!
 
Heiko Hertrich

 

 

 

Thursday, 04. December 2014 MWP Himalaya Expedition lebt am 08. und 15. Dezember nochmals auf translate news

rbb Fernsehen stahlt spannende zweiteilige Filmreihe jeweils um 22.15 Uhr aus
Segelflug und Forschung verbinden sich. Dies brachte die diesjährige OSTIV-Forschungsexpedition des Mountain Wave Projekt (MWP) in Nepal zum Ausdruck. Der erste Filmbeitrag (45‘) vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) begleitet das Team mit seinen wissenschaftlichen Kooperationspartnern bei den technischen Vorbereitungen und Testflügen in den Alpen, der 10.000km langen abenteuerlichen Überführung des Forschungsflugzeuges über mehrere Kontinente sowie Klimazonen bis nach Nepal.
Die höhenphysiologische Vorbereitung der Piloten und erste Erkundungstouren im Kali Gandaki Tal bis in die Region Mustang demonstrierte neben der faszinierenden Bergkulisse mit den Achttausendern auch die Herausforderungen für die Piloten. Ein Schwerpunkt in der Doku ist die speziell vom Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Berlin entwickelte MACS-Spezialkamera. Dies ermöglichte dem Team um den DLR-Wissenschaftler Jörg Brauchle aus über 350.000 Einzelaufnahmen in der extremen Umwelt vollkommen neue Einblicke.
Die Bilder mit einer Genauigkeit, die es so von dieser Region noch nie gab, erlaubten anschließend die Entwicklung eines präzisen 3D-Terrainmodells. Das Highlight im Teil ist der Flug von Klaus Ohlmann und Jona Keimer am 28. Januar zu den Gletschergebieten des Mount Everest. Erste Resultate von den großen Gletschern und Eisabbrüchen wurden im November bei der DLR in Oberpfaffenhofen auf einer großen Leinwand sichtbar.
MWP-Expeditionsleiter Rene Heise durfte die Gelegenheit nutzen, um im dortigen Simulator in die virtuelle Welt der Bergriesen einzutauchen. Vielleicht können die neuen Luftaufnahmen und 3D-Modelle hilfreich für die Planung von Rettungsmissionen bei katastrophalen Ereignissen wie zuletzt am Kumbu- Eisfall mit 13 Toten Sherpas(April 2014) sein und einen Beitrag für die Sicherheitsforschung leisten.
Neben neuen Erkenntnissen in der Turbulenzforschung, profitieren vor allem die Gletscher- und Klimaforschung bzw. der Katastrophenschutz von der Himalaya Expedition. So schaute die Schweizer Bergrettungslegende und der Lawinenexperte Bruno Jelk in Oberpfaffenhofen vorbei. Der Rettungschef der Air Zermatt mit über 3000 Einsätzen staunte über die brillanten Bilder des Himalaya- Gebietes, das er von der mehrmaligen Ausbildung der nepalesischen Hubschrauberpiloten und Bergretter aus der Westentasche kennt. Jelk hofft, dass die neu entstehende Kartierung, Bergrettern bei schwierigen Wetterverhältnissen entscheidende Vorteile bringen kann.
Erste Bewertungen der Forschungsergebnisse der MWP-Expedition und die fliegerischen Herausforderungen mit einem Motorsegler in der Annapurna-Everest Region hat die bekannte Redakteurin Heiderose Häsler von rbb im zweiten Teil der Filmreihe festgehalten. So sollte man sich den 08 und 15. Dezember dick im Kalender anstreichen. Jeweils um 22.15 Uhr ist man beim rbb Fernsehen quasi hautnah dabei. Für jeden eingefleischten Segelflieger ist der Film ein Muss, da er neben der Faszination des Segelflugs, eine beeindruckende Bergwelt in einer wilden und entfernten Welt wiedergibt. MWP Chefpilot Ohlmann hat mit seinen Flügen hier durchaus wieder Fluggeschichte geschrieben.
 
Lothar Schwark
 
Virtueller Flug im Simulator der DLR in Oberpfaffenhofen. Eindrucksvoll spiegelt sich die Mount Everest Region auf einer großen Leinwand wieder Expeditionsleiter Rene Heise (dritter von links) mit Filmautorin Heiderose Häsler vom rbb (vierte von links). Dritter von rechts Bergretter Bruno Jelk. Hintere Reihe zweiter von links. Jörg Brauchle (DLR Berlin). Heiderose Häsler von rbb, begleitete das MWP Team nahezu zwei Jahre. Daraus entstanden zwei packende Filme, die nun am 08 und Dezember je um 22.15 Uhr auf rbb ausgestrahlt werden
 

Thursday, 04. December 2014 IT-Treffen: Ständige Weiterentwicklung der OLC-Plattform translate news

Seit über 10 Jahren treffen sich zum Ende der Saison die IT-Experten des OLC, um die Plattform weiterzuentwickeln und noch besser zu machen. Da sich über das Jahr hinweg eine Fülle an Ideen für neue Tools und Features ansammeln, gilt es bei den IT-Meetings stets ein straffes Programm abzuarbeiten, Ideen zu diskutieren, zu bewerten und die Umsetzung in die Wege zu leiten. Die neuen Funktionen sollen dann bereits zum Beginn der neuen Saison für den Nutzer sicht- und nutzbar sein.
Jedes Jahr ein großes Vorhaben also, für das die Experten des OLC gerne ihre ehrenamtliche Arbeitskraft einbringen. Zu den IT-Treffen lädt der OLC auch immer wieder Gäste ein, die als Ideengeber und Experten ihres Fachgebietes ihre Erfahrung in neue innovative Projekte einbringen.
Was gab es 2014 Neues?
Ein Meilenstein war dieses Jahr die Einführung des OLC MeetingPoint-Systems. Dieses zeigt in der Fluginfo, wen man wo in der Luft getroffen hat und wielange man zusammen geflogen ist. Sämtliche MeetingPoints werden dem eingeloggten User angezeigt, und dies luftfahrzeugübergreifend auch bei Gleitschirmfliegern, Drachen und Modellflugzeugen. Technisch ist dies fraglos ein Meisterstück, denn die Auswertung funktioniert auch bei extrem hohem Datenvolumen zuverlässig.
Welche Themen wurden für die OLC-Saison 2015 diskutiert?
Künftig möchte der OLC die lokalen Sportergebnisse und damit den Breitsport besser ins Gespräch bringen. Umgesetzt werden soll dies in Form eines Newsletters, der die Sportergebnisse des jeweiligen Vereines zusammenfasst und somit allen Vereinsmitgliedern schnell einen Überblick liefert, was am Heimatplatz los war. Dies gibt, wie auch in der Destination Wertung, besonders dem Nachwuchs die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Parallel dazu soll den Vereinen die Möglichkeit gegeben werden, die Sportergebnisse auf der eigenen Vereinswebsite per dynamischem Plugin einzubinden.
Wie geht es weiter?
Neben diesen Themen wurde eine Reihe weiterer Wünsche diskutiert, von denen bestimmte zur Saison 2015 bereits zur Verfügung stehen sollen. In der Zwischenzeit wird kräftig an der Entwicklung und der konkreten Umsetzung gearbeitet. Über neue Funktionen, die zum Saisonbeginn im April nutzbar sind, wird rechtzeitig im OLC-Magazin berichtet.
Gerne nimmt der OLC Anregungen und Wünsche entgegen, die dann beim nächsten IT-Treffen im Januar diskutiert werden (per Mail an: magazin@onlinecontest.org)
 
Eric Scharfenort
 

Wednesday, 03. December 2014 Tausender in Namibia – wenn ein Traum Wirklichkeit wird translate news

Hier geht es zu einem Flug von Gerhard Altnöder und Ralph Bürklin im OLC.
Der Tausender ist und bleibt ein Traum. Und wer ihn sich erfüllen kann, schwebt abends aus dem Flugzeug. Derzeit fallen auf der Südhalbkugel - insbesondere über der roten Erde Namibias - nur so die Topleistungen. Walter Binder, Alexander Müller, Reinhard Schramme, Guy Bechtold, Wilfried Großkinsky, um nur einige Spitzenpiloten zu nennen, die nicht nur die 1.000 knacken, sondern auf die 1.500 zusteuern. Aber auch für „Nicht-Cracks“ kann dieses Erlebnis Realität werden.
Ralph Bürklin berichtet von seinen Eindrücken und Erlebnissen gemeinsam mit Co Gerhard Altnöder. Die letzten Tage in Namibia sehen Klasse aus, wenn man die OLC-Flüge studiert. So ganz einfach sind sie aber nicht wirklich. Es herrscht Ostwetterlage. Die ersten vielversprechenden Wolken sind erst 130 Kilometer östlich des Platzes vorhergesagt und sie halten sich bedauerlicherweise an diese Vorhersage. Also quälen Ralph und Gerhard sich hoffnungsvoll durch recht schwache Blauthermik hin zu den Fahrstühlen. Später am Tage zu starten, ist auch keine Option, denn Richtung Osten entwickelt der Himmel meist schon sehr früh über. Und wenn das passiert, ist man bestenfalls schon in sicherer Entfernung. Vorteilhaft ist es, sich an die „Cracks“ ranzuhängen. Immer hinterher, da kann man eine Menge lernen, meint Ralph.
Erst als sie die erste Durststrecke überstanden haben, beginnen sie mit dem Feintuning des Fluges.
An den beiden Tausender-Tagen bildet sich zur Freude eine Luftmassengrenze. Hier suchen sie ihre optimale Steig-Linie. Diese zu finden und zu nutzen, bringt Schnitte von über 150 km/h. Das spart Zeit, die am Ende wichtig sein kann.
Auf dem Weg zum zweiten Tausender kommen den beiden Reinhard und Klaus sowie Joachim und Sebastian aus dem Süden entgegen. „Wir sagten ihnen über Funk, dass wir noch etwas Strecke für unseren Tausender brauchen und sie zeigten uns, was über dar Kalahari auch kurz vor Sonnenuntergang noch möglich ist.“ Bis der Himmel sich rot färbt, stehen weitere 300 Kilometer auf der Uhr und es reicht für das ersehnte Ziel.
„Nach 8 ½ Stunden Flug steigt man dann sehr steif, durchgefroren und glücklich aus dem Flieger. Ganz im Bewusstsein, ein großes Privileg zu genießen, hier in Bitterwasser fliegen zu dürfen, dazuzulernen und aufgenommen zu sein in eine Community von Fliegern, die hier ein besonderes Anliegen und einen besonderen Traum verwirklichen.“ So resümiert Ralph.

Text: Steffi Keller
Fotos: Ralph Bürklin
...typischer Namibia-Himmel
.. nicht selten zittert man sich
morgens durchs Blaue
...fliegen bis zum Anschlag

 


Tuesday, 02. December 2014 Aktion für die Zukunft – Anpassung der Spende für Smilies auf 12 € pro Jahr translate news

Ein Teil des Segelfliegens ist es mittlerweile, am Ende des Tages unkompliziert seine Strecke im OLC hochzuladen und sich so mit anderen zu vergleichen. Das macht nicht nur unheimlich Spaß, sondern fördert den Sportgedanken des Segelfliegens. Auch in der vergangenen Saison erfreute sich der OLC einer steigenden Beliebtheit. Fast 15.000 Teilnehmer meldeten über 115.000 Flüge. Das ist Rekord. Desto mehr Piloten regelmäßig ihre Leistungen und Erlebnisse mit anderen teilen, desto spannender und attraktiver wird der OLC ... weltweit ;-).
Fakt ist jedoch auch, dass dadurch die Anforderungen an das IT-System zunehmend steigen. An Spitzentagen gehen gut und gerne 3.000 Flüge recht zeitnah durch die Leitung. Dieses hochprofessionell organisierte IT-System kostet schlicht und einfach Geld. So müssen z.B. Server bereitgestellt und gewartet sowie Software-Dienstleistungen, die nicht mehr in der Freizeit erbringbar sind, zugekauft werden.
Mit deinem Smiley drückst du Verständnis und Sympathie für die Motive des OLC aus.  Als gemeinnützige GmbH, die der OLC ist, sind neben den Sponsoren, diese Spenden die einzige Möglichkeit der Finanzierung. Von daher gilt den vielen Smiley-Trägern ein großer Dank ... aber auch dem kleinen OLC-Team, das in seiner Freizeit die Plattform betreibt und weiterentwickelt.
Seit 2006 beträgt die Norm-Spende für den OLC unverändert 9 Euro. Die in den vergangenen Jahren gestiegenen Kosten gehen leider auch nicht am OLC vorbei (das ist wie im 'echten Leben'). So wird die Norm-Spendenhöhe zum 1.1.2015 auf 12 Euro angepasst. Damit leistest du weiterhin einen wertvollen Beitrag, um den seit 15 Jahren bestehenden OLC auf dem gewohnten Niveau zu betreiben.
In der Zukunft könnte zudem eine Änderung anstehen. Das den OLC betreibende Team hat die Auffassung, dass mittelfristig die gemeinnützige GmbH in eine gemeinnützige Stiftung überführt werden sollte, um die weltweit populärste Breitensport-Veranstaltung im Segelflug in gewohnter Perfektion weiter zu führen (damit ist auch fixiert, dass der OLC auf nicht-kommerzieller Basis weiterbetrieben wird).
Und wenn du noch keinen Smiley hast, gib dir einen Ruck, tue etwas für die Zukunft des Segelflugsports und hole dir deinen Smiley unter: www.onlinecontest.org/smiley.
Tausend Dank und - mit Smiley fliegt sich's besser!

Steffi Keller

Sunday, 30. November 2014 Jim Payne toppt die Afrika-Flüge translate news

Jim Payne und Dennis Tito in Chos Malal
Hier geht es zum aktuellen Bestflug der Saison im OLC.
Die Zeit der Südhalbkugel hat begonnen. In Afrika brennt der Himmel. Die Tausender purzeln nur so. Da meldet sich der Meister der Welle mit einem punktuell gesetzten Akzent aus Argentinien. Denn bei ihm geht es mittlerweile eher um die 2.000er, als um die Tausender. Jim Payne und Dennis Tito legen mit 1.655 Punkten (1.831 Kilometern) eine erste Bestmarke in dieser Saison fest. Eine hohe Messlatte.
Die Prognose für diesen Thanks Giving-Day  ist nicht ganz optimal. Die Winde stehen ein wenig zu weit nordwestlich für die perfekte Linie. Das bei einem 2.000er-Projekt alles stimmen muss, ist nachvollziehbar. Bei Sonnenaufgang starten die beiden in den klaren Himmel, der nur durch eine Lenti markiert wird. Die Rauchschwaden eines Vulkans zeigen jedoch die Wellenlinien an und geben dem Team Hoffnung. Im unteren Bereich sind die Winde lau. Erst die höher gelegenen Bergreliefs können die Wellen auslösen. Sie benötigen jedoch Zeit und Kilometer, um sich auf dem richtigen Pfad einzufädeln. Sonst hätten sogar die 2.000 Kilometer auf der Uhr gestanden. Die ersten 150 Kilometer zählen allerdings nicht für den OLC. Obwohl sie sich recht passabel nach oben schrauben, holpert es ein wenig. Der erste Versuch Richtung Süden scheitert. Viele Wolken versperren den Weg. So müssen sie noch einmal zurückfliegen, um in den Abflugsektor zu kommen. Ein erneuter Versuch Richtung Süden gelingt dann. Sie kommen bis nach Zapala durch. Wer glaubt, dass nun ein reibungsloser Flug vor den beiden liegt, der irrt. Die Schenkel Richtung Norden sind aufgrund des Gegenwindes langsamer als angenommen. Das muss wieder Richtung Süden aufgeholt werden. Zudem machen die Wolken auch während des Fluges bei den längeren Schenkeln Probleme. Auch sie bremsen aus. Mehr als einmal müssen die beiden unter die Wolkendecke absteigen.
Trotz allem gelingt den beiden nach 14 Stunden harter Arbeit dieser Mammut-Ritt.
 
Text: SK
Foto: SoaringBlog.tumblr.com

Friday, 21. November 2014 Neuerscheinungen: „Meteorologie für Segelflieger“ und „LS-Segelflugzeuge" translate news

Beim OLC-Sponsor Siebert Luftfahrtbedarf gibt es ab sofort zwei neue interessante Bücher für Segelflieger:
Meteorologie für Segelflieger
Henry Blum, ein erfahrener Meteorologe und Fluglehrer, erläutert detailliert Thermik, Streckenwetter und Wettervorhersagen. Ein aktuelles, absolut empfehlenswertes Werk zu einem der wichtigsten Themen im ambitionierten Segelflug. € 29,90. Hier gibt es weitere Informationen zum Buch.
LS-Segelflugzeuge – Von der LS1 zur LS11
LS-Flugzeuge von Rolladen-Schneider sind jedem Segelflieger ein Begriff. Die Konstruktionen von Walter Schneider und Wolf Lemke waren viele Jahre ganz oben in Wettbwerbsplatzierungen und Rekordlisten zu finden.
Wolfgang Binz, selbst Besitzer und begeisterter Pilot eines LS-Flugzeugs, hat jahrelang recherchiert, gesammelt, Zeitzeugen befragt und die Ergebnisse in diesem Werk zusammengefasst. Von der Anfängen bei der Akaflieg Darmstadt über die Produktion der ersten Flugzeuge in Egelsbach bis hin zum traurigen Ende von Rolladen Schneider im Jahr 2003 und die Zeit danach. Jedem Flugzeugtyp ist ein Kapitel gewidmet: Technische Daten, Besonderheiten, Wettbewerbserfolge sowie ganzseitige detail- und maßstabsgetreue Dreiseitenansichten. € 45,00. Hier geht es direkt zum Shop.
 
 

Peter H. Braasch
ILEC
binder
Tost
LANGE Aviation GmbH
FLARM
Jonker Sailplanes
WINTER Instruments
Fliegerstrom
TopMeteo
Air Avionics
Bürklin
Alexander Schleicher
IMI Gliding
DG Flugzeugbau
M+D Flugzeugbau
Rent a Glider
HPH
TQ Avionics
LXNAV
Cobra Trailer
SCHEMPP-HIRTH Flugzeugbau GmbH
Segelflugschule Wasserkuppe
Clouddancers
Bitterwasser
Deutscher Wetterdienst
Siebert
FLIGHT TEAM