OLC-Magazin:
aktuell, informativ, fundiert
Sonntag, 28. Dezember 2014
Stefan Goretzkis Weg vom Sightseeing zum 1.000er
Hier geht es zum ersten Kilometer-Tausender von Stefan Goretzki im OLC.
Und hier sein erster Punkte-Tausender im OLC.
In diesen Wochen sieht die Segelfliegerwelt rot. Zumindest ein Großteil, denn die gewaltigen Strecken werden über der namibischen Wüste geschrieben. Allerdings nicht alle, denn auch die Anden bieten beeindruckende Möglichkeiten. Stefan Goretzki erobert sich diese phantastische Welt von Santiago de Chile aus. Die gewaltige Bergkulisse, die riesigen Gletscherfelder, der mehr als 7.000 Meter hohe Aconcagua beeindrucken. Und so ist Stefans Ziel in erster Linie Sightseeing-Fliegen - eigentlich. Nach und nach lernt er die Sprache der Berge besser verstehen und der sportliche Ehrgeiz, den er auch hier in Deutschland zeigt, bricht durch.
Mit jedem Flug erarbeitet er sich Tag für Tag die optimalen Linien. Wenn man hier weiß, wo es gut geht, lassen sich die Schnittgeschwindigkeiten erstaunlich erhöhen. Sein Kurbelanteil sinkt mittlerweile auf unter 10 Prozent. Mit diesem Handwerkszeug in der Tasche beginnt er seine Strecken strategischer zu planen. Er sucht sich günstig gelegene Wendepunkte im Norden und Süden und feilt weiter an den tragenden Linien. Obwohl die Anden eigentlich aufgrund ihrer Struktur für Nord-Süd-Jojos optimal scheinen, hat die Natur natürlich ihre Hürden eingebaut. Denn einfach gerade aus ist nicht. Es gilt immer wieder von einer Linie zur anderen zu springen. Und das will geübt sein. Das Terrain an sich ist hier sehr hoch. Von daher muss er aufpassen, nicht zu tief einzutauchen. Eine Flucht durch die Täler in Richtung Pazifik kann sich mit gern einmal 80 Kilometern unangenehm lang hinziehen, erzählt Stefan. Richtung Argentinien geht gar nichts, denn Grenze ist hier noch Grenze.
Es kommt der Tag, auf den er hingearbeitet hat. Eigentlich ist er eher unspektakulär. Die üblichen einladenden Cumulus über den Bergen bleiben aus. Etwas skeptisch startet er dann trotzdem gegen 11 Uhr. Seine Skepsis - nicht unbegründet. Mühsam arbeitet er sich zum ersten 4.000er Pass vor. Es bleibt blau. Eine extreme Windscherung in der Höhe verhindert, dass sich die weißen Freunde bilden. Ab Mittag geht es dann aber im Blauen gut ab. Die ersten 200 Kilometer laufen gar nicht schlecht. Allerdings gab es schon bessere Tage, erinnert er sich. Unerwartet dann die Wende. Stefan kann seinen Kurbelanteil auf nur sieben Prozent drücken. Und jetzt macht sich die Arbeit der letzten Tage bewährt.
Abends steht dann sein erster Tausender auf der Uhr. Mit einem Hochgefühl steigt er aus dem Flieger. Er hat sich sein Weihnachtsgeschenk selbst gemacht. Und bereits am zweiten Weihnachtstag steigert er sich. Ein weiterer satter Tausender, diesmal in Punkten und Kilometern, steht auf der Uhr.
 
Text: Steffi Keller
Fotos: Stefan Goretzki
 
Farbenfreudige Landschaft
... ab durchs Blaue
... über Gletscherfelder hinweg
Schneeverwehungen am mächtigen Aconcagua zeigen wie der Wind pustet
Wende im Norden
Frischer Schnee über den Anden..

 



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