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Friday, 26. June 2020 Vorhergesagter Hammertag endet früher und langsamer als gedacht translate news

Ausgehend von einem Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über der Nordsee fließt aus Nordost trockene Kontinentalluft ein. Diese Wetterlage sollte laut den Vorhersagemodellen von Topmeteo und DWD für einen Hammertag sorgen. Vor allem großflächig im Bereich um Nürnberg wurden von beiden Modellen die besten Bedingungen vorhergesagt.
Am Abend zuvor haben wir uns Gedanken gemacht, wie man am besten um Nürnberg fliegen kann, ohne am Abend Gefahr zu laufen, auf dem letzten Schenkel zu verhungern. Aufgrund der extrem guten Vorhersagen haben wir ein Dreieck um Nürnberg und Stuttgart nicht ausgeschlossen. Mit einem frühen Start über die Rhön, im Anschluss die Rennstrecke bis kurz vor den Bayerischen Wald, danach über die gut entwickelte Alb und am Schluss nochmal durch den Kraichgau in den Odenwald kämpfen. Soweit der Plan…
8:45 Uhr
In der Rhön sind erste Flusen zu sehen. Für den perfekten Start im Teamflug werden Tobias Pachowsky und ich von zwei Schleppmaschinen gleichzeitig geschleppt. Punkt halb 10 klinken wir in 1600MSL und gleiten die ersten Wolken ab. Zu diesem Zeitpunkt stand schon eine schöne Linie auf der westlichen Seite der Rhön bis in Verlängerung des Thüringer Waldes. Leider konnten wir diese Linie nicht nutzen, da sie direkt durch das EDR 134 führte.
Mit einem 60er Schnitt fliegen wir die erste Stunde Richtung Nordosten und folgen nach der Wende den Wolken etwas vorgelagert zum Thüringer Wald. Zwischen Grafenwöhr und Nürnberg ziehen wir den ersten Bart über 2,5m/s und haben das Gefühl, dass es ab hier besser vorangeht.
12:45 Uhr
Mit der Wende über Regensburg liegt nun der beste Schenkel vor uns. Gemeinsam fliegen wir einen Stundenschnitt von über 120km/h und unser anfangs niedriger Schnitt krabbelt immer mehr aus dem Keller. Die Linien und das durchschnittliche Steigen sind hier deutlich besser als zuvor.
15:00 Uhr
Nach ca. 550km werfen wir einen Blick aufs Satellitenbild, welches leider keine guten Neuigkeiten mit sich bringt. Nördlich der Schwäbischen Alb fängt es an, stark abzutrocknen. Obwohl wir bis dahin den Gesamtschnitt auf 100km/h verbessern konnten, schien es unmöglich noch um Stuttgart zu fliegen. Bei Albstadt wenden wir und setzen unser nächstes Ziel auf Hammelburg. Mühsam kämpfen wir uns bei schwachen Bedingungen gegen den Wind voran.
18:10 Uhr
Die vergangenen zwei Stunden haben wir mit einem 60er Schnitt im Blauen mit teilweise sehr kurzlebigen Dunstkappen verbracht. Über die Steigerwald-Kante haben wir uns nun bis nach Schweinfurt gekämpft. Direkt neben der Stadt kurbeln wir nochmal 0,6m/s für den sicheren Endanflug auf Hammelburg, jedoch müssen wir noch das Dreieck schließen. Am Saaletal treffen wir noch einmal 0,5m/s und können somit das Dreieck schließen.
Fazit
Früher Starten wäre wohl kaum möglich gewesen. Selbst wenn wir die Linie an der Rhön geflogen wären, hätten wir uns später auf der Schwäbischen Alb für ein riesiges Dreieck um Stuttgart oder für den direkten Weg nach Hause entscheiden müssen. Ich bin mir sicher, dass das Umdrehen die richtige Entscheidung war. Eine halbe Stunde später und wir hätten es vielleicht schon nicht mehr geschafft.
 
Hier geht es zum Flug.
 
Eric Schneider
 
Im engen Teamflug ...
... Richtung Regensburg.
Die letzten Wolken auf dem Rückweg
von der Schwäbischen Alb.

 


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