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Monday, 29. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 27./28.6. (Runde 5) translate news

Blitze Samstag 12.00 UTC
Blitze Samstag 15.00 UTC
Blitze Sonntag 12.00 UTC
Blitze Sonntag 15.00 UTC
Während die Woche nicht nur im Osten durch den Kaltlufttropfen über Süd-Polen beeinflusst wurde, verstärkt zum Wochenende ein Atlantiktroges seinen Einfluss. Auf seiner Vorderseite waren es vor allem labile Luftmassen, in denen neben dem richtigen Timing auch etwas Glück dazu gehörte, zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen (Start)Stelle zu sein.
Samstag:
In mehreren Schüben zog mit dem stärker werdenden Südwestwind eine labile Luftmasse herein. Auf dem Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ), kombiniert mit der Blitzaktivität, sind die ersten Gewitterzellen bereist erkennbar, während nordöstlich der Elbe und im Südosten die Bedingungen noch weitgehend offen sind. Während westlich des Rheins hinter der labilen Linie bereits eine etwas stabilere und kühlere Luftmasse einflisst, haben sich 3 Stunden später die Gewitter ostwärts verlagert und in einem weiten Bogen aufgebaut. Sie sind kurz davor, die Elbe zu queren, auf dessen Ostseite die Überentwicklungen bereits stark zugenommen haben. Auch die Alb liegt bereits unter Gewittern, während es südlich der Donau noch ruhig ist. Und auch rückseitig ist es wieder offen und ruhig, wobei die Entwicklung eher inhomogen ist - ein Grund dafür sind die nassen Böden nach den Regenfällen.
Entsprechend zeigen die Flugspuren den Schwerpunkt eher im Nordosten, der vor Ankunft der Gewitter die im Vergleich besten Bedingungen geboten hat.
Sonntag:
Die nur wenigen Flugspuren am Sonntag lassen sich mit einem Blick auf das Satellitenbild von 12 UTC erklären: Eine weit ausladende Front liegt von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands. Vorderseitig war die Warmluft weiter labil, auch wenn wegen der geringeren Einstrahlung die Gewittertätigkeit deutlich moderater ausfällt als noch am Vortag. Ein paar Flüge haben es dann aber doch noch in die Wertungslisten geschafft: Zum einen in der trockenen Warmluft des Südostens und in der kühlen Luftasse auf der Frontrückseite im Nordwesten. Signifikanten Flugbetrieb gab es aber auch im Südwesten, wo die Bergstrasse als Ausgleich zur durch den Aufzug der Front gestörten Thermik frequentiert werden konnte.
Wer hat was draus gemacht?
Satellitenbild, Flugspuren, Speed-OLC - und am Ende auch die Wertungslisten der 1. und 2. Liga zeigen ein eindeutiges Bild: Die 5. Liga-Runde war bereits am Samstag weitgehend gelaufen. Auf den ersten Plätzen beider Ligen waren die am Samstag-Abend in Führung liegenden Teams auch die, die am Ende der Runde vorne lagen.
Die Vermutung, das der Nordosten vom Wetter begünstig vorne lag, lag ja schon bei den Satellitenbildern nahe. Ein Umstand der in den ersten 4 Runden noch ganz anders war: Mit Brandenburg, Pirna und 2x Berlin fanden sich gleich 4 Vereine aus dem Nordosten der Republik in trauter Eintracht am Tabellenende wieder. Aber offenbar ist die Atmosphäre immer um einen gewissen Ausgleich bemüht, denn alle genannten Vereine schafften es in dieser Runde unter die Top 7. Pirna und Brandenburg lieferten sich dabei ein äußerst knappes Duell um den Rundensieg, das die Sachsen am Ende mit 0,02(!) Punkten Unterschied für sich entscheiden konnten. Beide Teams waren übrigens die einzigen, die es über die 300-Punkte schafften -, und das über alle Ligen hinweg gesehen.
Auch wenn sich die Flugwege aus Pirna - und auch die Liga-Abschnitte - über Lausitz und Fläming unterschieden, so hatten sie doch eines gemeinsam: Ihre Landezeit. Das Satellitenbild von 15UTC (siehe oben) passt zeitlich ganz gut dazu und zeigt einen (fast schon) beleuchteten Zielkreis. Schnellster war Kai Glatter (103,2 Speed-Punkte), Franco Fritsch (103,0) war kaum langsamer, drittschnellster war Benjamin Schüch (99,9).  Auch für die Brandenburger ging es (auf ausgetreten Pfaden) südlich von Berlin in Richtung Polen. Hier war bei Waldemar Labusga (103,5) und Matthias Kaese (99,8) über die komplette Distanz enger Teamflug angesagt, während Rolf Engelhard (102,7) eher im lockeren Verbund mit Herbert Horbrügger unterwegs war. Herbert kam zwar nicht in die Wertung, sein Flug ist aber als Vergleich zur Konkurrenz aus Pirna interessant, traf er doch auf seinem Flug sowohl Franco als auch Benjamin.
Das man sich aber auch aus anderen Regionen nach vorne fliegen konnte, zeigten die Piloten aus Königsdorf, die, angeführt von Thomas Wolf, auf Platz 3 vorfliegen konnten.
Absolut schnellster über alle Ligen hinweg war am Samstag dann aber doch ein Flug aus dem Nordosten: Bernd Goretzki für den LSV Rinteln. Vergleichsweise früh unterwegs, erflog er mit 122km/h (107 Speed-Punkte) zwischen Elbe und Spree seine Speed. Schnellster nach Speed-Punkten - ebenfalls über alle Ligen hinweg - war Dirk Ströbl für die FLG Blaubeuren. Noch unter eher dichten Abdeckungen gestartet, hing er fast 2 Stunden nördlich des Platzes an der Alb, bevor der Himmel von Südwesten aufmachte. Dann aber musste es aber schnell gehen, denn von Westen her baute eine massive Gewitterlinie auf. Dirk absolvierte 290km innnerhalb der Wertungszeit (117km/h, 110 Speed-Punkte). Sein Barogramm unmittelbar nach Ende der Wertungszeit legt die Vermutung nahe, dass der Flug auch nicht unbedingt länger hätte dauern sollen. Auch Jens Minard und Oliver Stockinger waren mit ähnlicher Taktik, aber teils deutlich langsamer unterwegs. Am Ende reicht es für die Blaubeurener, die Liga 2 mit knapp 10 Punkten Vorsprung auf Eisenhüttenstadt und Bronkow für sich zu entscheiden.
Das man am Sonntag - auch wenn die Bedingungen allgemein schwächer waren als am Samstag - noch Punkte gutmachen konnte, zeigte auch diese Runde. In Liga 1 konnte sich Rinteln immerhin auf Rang 6 verbessern, in Liga 2 schaffte es Untrerwössen auf Rang 5, aber wahrscheinlich am wertvollsten dürfte der Sonntag für Mannheim gewesen sein: Der Hangwind der Bergstrasse trägt sie in der Quali-Liga auf Rang 10. Der ist 41 Punkte wert, wopmit sie den Vorsprung auf die Konkurrenz auf satte 54 Punkte ausbauen können -, auch da die direkten Verfolger in dieser Runde punktlos blieben. Auch in Liga 1 kann der Tabellenführer das Polster vergrößern: Rinteln liegt nun 16 Punkte vor Oerlinghausen und 23 Punkte vor der FG Wolf Hirth, die Homberg/Ohm von Rang 3 verdrängen können. Deutlich knapper geht es im Unterhaus zu, wo Blaubeuren den Sprung von 4 auf 1 schafft. Hofgeismar hält Rang 2, während Bad Homburg von der Spitze auf den dritten Rang durchgereicht wird. Die Punkteabstände (66-63-57) sind aber denkbar knapp - und genau so eng geht es dahinter zu.
Auch beim Wetter bleibt es spannend, steht uns in der Woche doch eine eher wechselhafte Lage mit ebenso wechselnden Luftmassen bevor, die bis in die nächste Runde anhalten soll ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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