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Tuesday, 14. July 2020 FLG Blaubeuren erlebt Tag der Rekorde translate news

Der vergangene Sonntag wird wohl in die Geschichtsbücher der Segelfliegerei eingehen. Wobei er für die Piloten der FLG bereits am Vortag begann. Nachdem Charlie Bauder die Schleppmaschinen bereits auf 9 Uhr bestellt hatte, schauten noch einige Piloten das Wetter genauer an. Es bahnte sich einer dieser wenigen Tage an, an denen man sehr früh starten konnte. So wurden vereinzelt noch am Samstagabend die Flugzeuge aufgebaut und mit Wasserballast betankt, um am Morgen in aller Frühe zu starten. Der erste Flugzeugschlepp hob dann bereits um 9:10 Uhr ab.
In der Luft wurde dann festgestellt, dass man bereits noch früher startet hätte können. Zunächt flogen die Ligapiloten der FLG erstmals gen Westen den schönen Aufreihungen auf ihrer geliebten Schwäbischen Alb entlang. Im Schwarzwald hatten sich die Piloten verschiedene Wendepunkte ausgesucht. Vater Karl-Eugen und Sohn Sebastian Bauder wendeten in Rothaus und flogen anschließend den Schwarzwald hoch. Joachim Krais, Jens Minard und Martin Söll flogen ebenfalls den derzeit noch schwach entwickelten Schwarzwald entlang. Dirk Ströbl, Philipp Söll und Helmut Schmid flogen zurück auf die Alb um Ligapunkte zu ergattern. Für die anderen ging es durchs Kraichgau in den Odenwald mit Spessart bis in den Thüringer Wald bis kurz vor Eisenach. Anschließend galt es den Thühringer Wald nach Südosten abzufliegen und über die Oberpfalz in den Bayerischen Wald zu fliegen. Dort wendeten sie in Tschechien, nahe Furth im Wald. Nun ging es mit Rückenwind die 250 Kilometer Richtung Heimat. Am Abend war die Freude groß, zuerst landeten Ströbl und P. Söll mit über 1000 km im „Jojo“. Als nächstes kamen die Bauders, sie hatten sich ihr ausgeschriebenes Ziel ein Dreieck über eintausend Kilometer geschafft und landeten nach über Zehn Stunden Flugzeit überglücklich in Blaubeuren. Nach Ihnen Joachim Krais, der die Latte sogar auf 1080 km legte. Nun warteten alle gespannt auf Jens Minard, der schon längere Zeit nichtmehr im Funk zu hören war. Es war bereits nach 20 Uhr als man den Funkspruch Tangomike im Anflug auf die Landebahn hörte. Er hatte es ebenfalls geschafft und flog in zehneinhalb Stunden mit seinem Discus über 1021 Kilometer. Dieser Flug war der deutschlandweit der viertbeste an diesem Tag. Zusammen mit den Fluglagergästen aus Betzdorf-Kirchen wurden ab Blaubeuren über fünfzehntausend Kilometer geflogen.
Da so große Strecken nur mit einer hohen Geschwindigkeit zu meistern sind, gab es demnach auch eine tolle Ligawertung. So belegten die Blaubeurer mit den Flügen von Philipp Söll (120), Dirk Ströbl (120) und Joachim Krais (102) den zweiten Rundenplatz und stehen somit wieder an der Tabellenspitze der zweiten Liga. Doch dieser Tag steht ganz im Sinne der Dreiecke, die Königsdisziplin der Streckenfliegerei. Karl Eugen Bauder versuchte seit Jahren dieses Dreieck zu fliegen, umso schöner, dass er dieses Erlebnis nun zusammen mit seinem Sohn Sebastian teilen konnte.
Der Blick auf die Nachbarn aus Laichingen lässt auch sehen, dass es ein Ausnahmewetter war. Hier flogen vier Piloten über Eintausend Kilometer im Jojo und mit Rundenplatz fünf rücken die Piloten des FSV auf den vierten Tabellenplatz vor. Dazwischen halten sich noch eisern die Vereine Hofgeismar aus Hessen und Eisenhüttenstadt aus Brandenburg .
 
M.Söll
 
Dirk Ströbl und Philipp Söll nach erfolgreichem Eintausenkilometerflug. Jens Minard wurde bereits von seinen Kindern erwartet. Sebastian Bauder steigt nach über 10 h Flug aus seinem Ventus.
 

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