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Friday, 17. July 2020 Über 1.100 Kilometer mit der OLC LS 8 neo! translate news

Abflug Richtung Rhön. Danach sieht es eher blau aus. Ich muss hoffen, dass es bald großflächiger entwickelt.
Nachdem ich mich am Samstag spontan zu einem frühen Start beim Ligaflug entschieden habe und es am Ende überraschenderweise sogar noch 950km geworden sind, konnte ich gar nicht glauben, dass der Sonntag noch besser werden sollte. Aber was dann kam, war einfach unglaublich!
Sonntag 9:30 Uhr:
Um Hammelburg ist es noch blau, nur in der Rhön sind zwei dicke Wolken zu sehen. Ich starte um kurz vor 10 und befürchte trotzdem, dass es noch zu früh ist. Dann erst mal die Enttäuschung, als ich im F-Schlepp die 150km entfernte, gut entwickelte Alb sehen kann und mir klar wird, dass bereits hunderte vor mir gestartet sind. Naja dazu später mehr…;) 
Also gleite ich wie üblich Richtung Bad Brückenau an die erste Wolke und treffe dort sogar schon erstaunliche 1,5m/s! Kurz vor der Wasserkuppe drehe ich Richtung Süden ab und folge ungefähr Julian und Chris, die zuvor von der Wasserkuppe aus gestartet sind. Mittlerweile sind auch im Flachland die ersten Wolken entstanden und die erste Stunde läuft mit einem 112er Schnitt extrem gut. Kurz vor dem Bayerischen Wald fehlt die Sonneneinstrahlung und macht das Treffen von guten Steigwerten etwas schwieriger.
13:00 Uhr:
Ab der Wende kurz vor Arnbruck lief es dann wieder super flott an der Donaukante bis kurz vor den Titisee. Mit einem 120er Schnitt, teilweise schönen Wolkenaufreihungen und vor allem grandiosen Steigwerten hat dieser Schenkel mit Abstand am meisten Spaß gemacht.
16:00 Uhr:
Der Schwarzwald hat inzwischen etwas abgetrocknet. Über kleine Wolken fliege ich mit einem defensiveren Flugstil durch den nördlichen Schwarzwald und anschließend durch den Kraichgau. Hier ist es mir besonders wichtig oben an der Basis zu bleiben. Deshalb mag es im Barogramm vielleicht nach einer Straße aussehen, obwohl ich einfach nur häufiger mittelmäßiges Steigen mitnehme. 
Kurz vor dem Spessart treffe ich die wohl ausschlaggebende Entscheidung und fliege nicht, wie alle anderen vor mir, unter dem C von Frankfurt, sondern umfliege ihn östlich auf Höhe Walldürn. Dadurch, dass ich im höheren Band bleibe, kann ich entspannt bis Hammelburg abgleiten und muss nur noch ein mal an die Basis kommen um die 1000km zu schaffen. 
Kurz vor 19 Uhr:
Mit etwas Glück ziehe ich nach einem „längeren Gleitstück unter einer recht dunklen Wolke kurz vor Hammelburg nochmal unglaubliche 2,5m/s. Die Freude ist noch viel größer als sich im Anschluss eine Wolkenstraße bis ca. Suhl enwtickelt. 
19:30 Uhr 
Auf dem Rechner stehen nun 1000km und ich fliege immer noch Richtung Nordost. Die Wolkenstraße bringt für die späte Uhrzeit nochmal erstaunliche Steigwerte! Kurz vor 20 Uhr wende ich bei 1020km knapp vor dem Thüringer Wald und habe nun den letzten Schenkel mit Rückenwind vor mir. Es fehlen noch ca. 400m bei MC 1.5 für den 60km langen Endanflug auf Hammelburg.
Obwohl die Wolkenstraße in den letzten Minuten sehr schnell zerfallen ist, treffe ich auf dem Rückweg nochmal ca. 1,2m/s und habe nun deutlich Plus auf Hammelburg. Auf ein mal erscheint es sogar möglich die 1100km noch zu knacken. Mit nun 300m+ auf unseren Nachbarplatz Karlstadt würde ich es schaffen. Über Whatsapp informiere mich bei der Crew am Boden, ob ein Rückschlepp möglich wäre.
20:30 Uhr:
Über Bad Kissingen kurbel ich noch ca. 200m in 0,4m/s und lasse mich durch den Wind immer weiter Richtung Westen treiben. Inzwischen ist mein Vater mit der Schleppmaschine abflugbereit und macht sich auf den Weg nach Karlstadt. Gemütlich gleite ich die verbleibende Höhe ab und setze um 21:01 in Karlstadt mit 1116 geflogenen Kilometern auf. Ein unglaubliches Gefühl den Sonnenuntergang aus dem Segelflieger zu sehen. Meine Enttäuschung vom F-Schlepp am Morgen ist schon längst vergessen.  Es kommt eben nicht nur darauf an, wo es als erstes losgeht, sondern auch wo es am Abend am längsten geht.
Ich bin überglücklich, dass es dieses Jahr doch noch mit den 1000km geklappt hat, nachdem ich es vor ca. 1 Woche um nur 1100m verfehlt habe. 
An dieser Stelle ein ganz ganz großes Dankeschön an den OLC und alle Sponsoren, die mir dieses Jahr dieses wunderschöne Flugzeug zur Verfügung stellen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß mit der Ls8neo "OLC" zu fliegen :D
 
Hier geht es zum Flug im OLC.
 
Eric Schneider
 
Von Nittenau bis Arnbruck
etwas spannender. Hier lag noch
sehr viel Feuchte in der Luft
Blick Richtung Nordschwarzwald.
Etwas trockener als zuvor.
Kurz vor der Landung, ein
unglaublich toller Anblick!
 

Peter H. Braasch
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