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Tuesday, 28. July 2020 FLG Piloten in der falschen Liga translate news

„Langsam wird’s peinlich“, so Philipp Söll nach seinem Bundesligaflug am Samstag. Gemeint hatte er damit erneut seine Streckenwahl im Jojo auf der Schwäbischen Alb. Da dies jedoch die thermisch aktivste Ecke in Süddeutschland war, musste er seine speed für die Ligapunkte erneut hier holen.

Morgens schnell noch Wasserballast getankt, ging es für Ihn und Dirk Ströbl zunächst gar nicht gut los. An einer Schauerlinie bei Ehingen abgeprallt waren sie kurz nach ihrem Start bereits tief über dem Blaubeurer Teilort Asch zu sehen und suchten einen passenden Aufwind. Nachdem sie einen starken Bart, wie die Aufwinde in der Fliegersprache genannte werden, gefunden hatten hieß es Knüppel nach vorne. Mit einem Kreisfluganteil von 8 % ging es für die beiden die nächsten 150 Minuten flott zwischen 1500 m und 2300 m auf der Alb voran. In Summe flogen sie in 4 Stunden über 600 Kilometer weit.
Bereits vor Ihnen gestartet flog derweil der Blaubeurer Vereinsdoppelsitzer Arcus mit Joachim Krais und seinem Vater Heinrich Richtung Westen. Sie hatten das Ziel Genf zu sehen, was sie auch schafften. Lediglich am Einstieg in den Schweizer Jura hatten sie kurz Probleme, verloren an Höhe und kamen tief. Doch der routinierte Bergflieger Krais konnte geschickt die Aufwinde nutzen um wieder an Höhe zu gewinnen. Am Ende kam eine Wertungsdistanz von über 724 Kilometer zusammen.
Zu Hause am Heimatflugplatz landeten derweil Ströbl und Söll zwischen den holländischen Fluglagergästen vom AC Nistelrode. Da der Sonntag nur schwache Thermik brachte, die durch lebhaften Westwind vertrieben wurde, stand bereits am Samstag die Wertung der FLG. Mit sagenhaften 143 km/h über die Wertungszeit holten Philipp Söll und Dirk Ströbl nicht nur den schnellsten Schnitt des Tages, sondern auch die Plätze zwei und drei in der diesjährigen Speed Wertung in Baden-Württemberg. Zusammen mit dem Flug von Joachim Krais von 115,53 km/h reichte dies mit über 40 Punkten Vorsprung bereits zum Dritten Rundensieg in dieser Saison.
Sogar der schnellste Verein der ersten Liga war über 20 Punkte langsamer als die Blaubeurer. In der Tabelle haben die Blaubeurer mit 19 Punkten beinahe eine Runde Vorsprung vor dem LSV Hofgeismar, der am Sonntag den FSV Laichingen auf den Dritten Tabellenplatz verbannte.
Die letzten vier Runden wollen die Blaubeurer nochmal alles geben um die Tabellenführung bis zum Ende der Saison zu behaupten. In der weltweiten Liga Betrachtung liegen die Blaubeurer in dieser coronabedingten verkürzten Saison auf dem sechsten Platz der 983 Segelflug Vereine weltweit.
 
M.Söll
 
Bereits am Morgen eine
gute Optik nach Westen.
Philipp Söll kurz vor seinem Start.
Die schnellsten Segelflugpiloten
Deutschlands Dirk Ströbl und Philipp Söll.

 


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