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Sunday, 18. October 2020 Schneller, höher, weiter – Mein Jahr mit dem Talentförderflugzeug LS8 neo translate news

 
 
 
 
Voller Erwartungen startete ich als frischer Sportsoldat mit dem Förderflugzeug „OLC neo“ in die Saison 2020. Die Vorfreude auf meine ersten Alpenflugerfahrungen Anfang März mit der Standardklasse war riesig. Diese sollte jedoch nach einigen Tagen in den Hintergrund geraten, als in den Medien mehr und mehr über die steigenden Corona-Fälle berichtet wurde. Innerhalb weniger Tage wurden in Frankreich alle Flugplätze geschlossen und wir mussten zwangsweise wieder zurück nach Deutschland fahren. Leider wurden in der darauffolgenden Zeit fast alle Wettbewerbe abgesagt.
Nachdem die schlimmste Zeit von Mitte März bis Anfang Mai überstanden war und wir endlich wieder fliegen durften, wollte ich keine Minute mehr verpassen. Glücklicherweise hatte es zu dieser Zeit tolles Wetter, sodass ich eine Woche lang, jeden Tag meist schon vor 10 Uhr starten konnte. In dieser Woche habe ich gelernt, dass das Starten meist früher möglich ist als man denkt. Mal mehr, mal weniger sinnvoll.
Bereits am vierten Tag konnten Jan Schulz und ich in unserem Mini-Fluglager eine Strecke von über 900km zurücklegen und das aufgrund der Temperaturen auch noch ohne Wasserballast. Ende Mai dann der erste Flug, bei dem ich der 1000er Marke deutlich näher kam. Anschließend folgen Trainingsflüge zwischen 500 und 900km, bei denen ich die Ls8 auch mit Wasser fliegen konnte und als Libellen-Pilot quasi einen Klassenwechsel in die Offene Klasse erfahren habe. ;)
Anfang Juli hatte es mit Abstand das beste Wetter, was ich bisher erlebt habe. Am 07.07 war die Enttäuschung trotzdem groß, als ich „nur“ 998,9 km gewertet bekam, obwohl das LX 1003km angezeigt hatte. Mit dem einzigen bevorstehenden Wettbewerb in Grefrath Mitte Juli, dachte ich, dass sich mir keine Chance mehr für einen 1000km Flug anbieten würde. Eine Woche später wurde ich eines Besseren belehrt, als ich am 11.07 nach einem spontanen 950km Flug gelandet bin und erfahren habe, dass der nächste Tag noch besser werden sollte. Überglücklich landete ich am Sonntag nach meinem bisher größten Streckenflug mit einer Distanz von 1116 km, der sogar unter den TOP 3 der punkthöchsten Flüge des Jahres in Deutschland landete.
Etwas stressiger wurde die Nachtfahrt nach Grefrath, wo ich dann leider am 13.07 nicht mehr zu einem großen Flug aufbrechen konnte. Dennoch konnte ich am ersten Wertungstag den 3 Platz belegen.
Am zweiten Tag bin ich bei der AAT etwas zu weit in die schlechte Eifel eingeflogen und habe somit 100 Punkte auf den ersten Platz verloren. Am letzten Wertungstag habe ich mich leider auf dem dritten Schenkel etwas verbastelt und musste mich mit Platz 7 abfinden. Der Wettbewerb in Grefrath verlief trotz den Corona-Vorschriften super und mit dem 5. Platz in der Gesamtwertung war ich angesichts des starken Teilnehmerfelds in der Standardklasse zufrieden.
Danach lag mein Fokus hauptsächlich auf den Ligaflügen, um unseren Platz in der U25 zu verteidigen und in der Young Eagle Speed Cup Wertung zu punkten. Im August hatten wir recht häufig labiles Wetter und damit die idealen Voraussetzungen für schnelle Ligaflüge. Ganz besonders toll war der Flug am 16.08, bei dem ich einen Schnitt von 155,85km/h und damit dieses Jahr den zweitschnellsten Flug in Deutschland erzielen konnte. Ganz am Ende des Jahres nutzte ich die kleinen Wetterfenster, um unserem Nachwuchs das Streckenfliegen etwas näher zu bringen und die verbleibende Zeit mit der Ls8 voll auszuschöpfen. Insgesamt habe ich auf der Ls8 ca. 300 Stunden gesammelt und dabei 26.000 Kilometer zurückgelegt.
Ich möchte mich bei allen Sponsoren bedanken, die mir mit der Ls8 die Möglichkeit gegeben haben, mich dieses Jahr fliegerisch weiterzuentwickeln. Egal ob im Wettbewerb oder im freien OLC-Flug - Die Ls8neo ist einfach eine geile Kiste! Danke, dass ich sie fliegen durfte!!
 
Eric Schneider
 
Die ersten Flüge mit der LS8 in Frankreich.
Im Hintergrund die Coupe, der Einstieg
in den Parcours.
Fliegen bis zum Sonnenuntergang
– jede Minute wird ausgenutzt
Ligafliegen unter den Straßen
mit dem Renngerät.
 

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