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Tuesday, 04. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 01./02.05.2021 translate news

Wetterlagen im April und Mai sind häufig noch von Tiefdruckgebieten und vor allem Kaltluft dominiert - gerade der vergangene Monat zeigte das ja eindrucksvoll, gleiches galt aber auch für das erste Mai-Wochenende. Das eröffnet aber immer Chance, dass sich ein Sonnenstand wie im August mit einer langen Themikdauer kombiniert. Die Sache mit dem Tief kombiniert sich aber auch immer gerne mit Fronten und Feuchte - auch da machen der Samstag/Sonntag keine Ausnahme. Allein der Blick in die Flugspuren zeigt, dass die Sonnenseite (aber mit Ausbreitungen!) vor allem im Westen und Nordwesten beheimatet war, im Rest aber die Bedingungen - wenn überhaupt - nicht immer einfach waren.
Samstag/Sonntag:
Rückseitig des kleinen Tiefs über der Nordsee floss die Kaltluft vor allem in den Norden und Westen, während der weite der Bogen der Front vor allem jenseits der Elbe und vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge zu erkennen ist. Zwischen dem Cirrenschirm (hellblau schattiert) von der Pfalz bis in die Altmark und den Ausbreitungen, die von der Nordsee her aufkamen, war das Wetterfenster nur klein. Man musste schon etwas zirkeln, um dort auch weitere Flüge unterzubringen.
Auch der Sonntag zeigt ein ganz ähnliches Bild: Das Tief drehte nun über Dänemark, rückseitig riss die Zufuhr kalter, aber weiterhin feuchter Luft nicht ab, was erneut zu zahlreichen Ausbreitungen führt. Wetterraume entwickeln sich dabei - manchmal "pumpend" im Tagesgang. Während beispielsweise der Niederrhein nach tollem Beginn im Tagesverlauf immer mehr zuging, konnte der Bereich zwischen Saarland bis ins Fränkische hinein profitieren. Weil es die Feuchte nicht komplett über die vorgelagerten Mittelgebirge schaffte, wurden die Bedingungen hier im Verlauf besser und weiträumiger.
Wer hat was draus gemacht?
Die besten Wetterräume zeigen dann auch die Flugspuren sehr deutlich:
Am Samstag wurde vor allem die Lücke im (Nord-)Westen genutzt, die "Platzrunde" um Düsseldorf gehörte dabei zu den an meisten frequentierten Linien. Aber auch die Strecken in Richtung Süden über die Eifel hinweg, wo es im Tagesverlauf dann besser wurde, zeigen sich deutlich in den Spuren.
Sonntag war es dann vor allem der offene Bereich zwischen Saar und Regnitz, der zum einen die schnellsten Strecken(-abschnitte) brachte, aber auch häufig Teil der langen Strecke war 2 der 3 weitesten Flüge am Samstag nahmen ihren Anfang in Grefrath. Holger Linnatz sowie Stephan Ripp & Hans-Theo Deckers wählten jeweils den Weg Richtung Münsterland. Ihre Flüge waren als Jojo angelegt, wobei erst die zweite Runde dann bis an den Teuto bzw. ans Wiehengebirge ausgedehnt werden konnte. Das Wetter musste erst noch bis dahin aufmachen. Auffällig am Flug von Stephan und Hans-Theo ist der erste Schenkel, der zwar bei niedriger Basis aber mit einer sehr hohen effektiven Gleitzahl ablief. Gab es da nicht diese Wetterregel: "geringe Basis - geringe Abstände"
Von den Kilometern etwas zwar weniger, aber deutlich flächiger war Wilfreid Großkinsky unterwegs. Aus der Eifel heraus ging es erst in Richtung Niederrhein und dann durch den Korridor zwischen Köln/Bonn und Düsseldorf bis ins Hochsauerland. Auch wenn die Kraftwerke offenbar nicht ganz Wilfrieds Erwartungen erfüllten (eigentlich sind die ja bei Kaltluft gut), brachte die Eifel zum Spätnachmittag/Abend noch eine Konvergenz mit der er die Wertungsstrecke flächig aufziehen konnte und ein spätes Wertungsende um 20:01 MESZ ermöglichte.
Der Sonntag war dann aber nochmal besser, das gilt sowohl für die Speed-Wertung als auch für die weite Strecke.
Die bereits erwähnte Lücke im Süden war dabei der Schnellmacher für eine Vielzahl der Flüge, die sich in der Speed-Wertung ganz weit oben finden. Norbert Kreis legt dabei die höchste absolute Beschwindigkeit vor (133,35km/h). Die Wertungszeit begann für ihn an der Saar und der Kurs führte ihn geradewegs bis ans Maindreieck und von dort wieder zurück bis kurz vor Heidelberg. Auf einem sehr ähnlichen Kurs war auch Matthias Arnold unterwegs, allerdings eine gute halbe Stunde später. Damit konnte er auch den sich ausdehnenden Wetterraum weiter nach Osten ausfliegen - und dabei auch etwas länger die Rückenwindkomponente nutzen. Er wendete bei Bamberg und geflogene 129,66km/h gingen in die Wertung ein. So konnte sich Matthias indexbereinigt vor Norbert platzieren und den punktbesten Speed-Flug (117 Punkte) für sich verbuchen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass beide ihre Speed in weitere Flüge eingebettet hatten, so erreichte Matthias mit 819km im OLC-Plus Rang 2.
Noch ein gutes Stück weiter, nämlich 1043km, flog an dem Tag Maximilan Schäfer. Von Wanlo aus ging es für ihn zuerst nach Norden, in den zu der frühen Tageszeit besten (vorhergesagten) Wetterraum -, auch weil Eifel und Sauerland zu der Zeit noch zugestaut waren. Ihm dürfte beim Blick auf die TopMetSat nicht entgangen sein, dass auch die Ausbreitungen von Norden dichter wurden und nach der 1. Wende bei Appeldoorn ging es deshalb auf Südkurs weiter über die Eifel bis an die Saar und anschließend die Rennstrecke nach Osten entlang. "Nebenbei" ereicht er beim Sprung über die Eifel und dann von der Saar bis an die Tauber 132.95km/h und damit Platz 3 der Speed-OLC. Östlich um Frankfurt über den Spessart, Sieger- und Bergisches Land stieg er dann in den Korridor ein, um die verbleibenden Schenkel noch in der Braunkohle zu verfliegen. Nach über 10h Wertungszeit landete er wieder am Niederrhein.
Nach Durchgang des Sturmtiefs am Dienstag geht es dann erstmal mit einer "zonalen" Lage weiter: Eingebettet in die kräftige, breitenkreisparallele Strömung wechseln sich Tiefs und Luftmassen in rascher Folge ab, bevor sich zum kommenden Wochenende dann eine kräftige Südwestströmung einstellen kann - was eher nicht nach Kaltluft klingt ...
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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