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Lokal gut und dann gleich 1000 Kilometer Saturday, 05. June 2021 translate news

Die OLC-Organisation ist schon ein Stück Arbeit. Aber die Macher fliegen auch und das ganz erfolgreich: Fronleichnam setzte sich Wolfgang Schuierer vom OLC-Orga-Team nach einer 1080-Kilometer-Strecke mit 1000 Punkten an die Spitze der Tageswertung! Über seinen Flug mit der EB 29 von Schwandorf aus berichtet er im Interview.

OLC: Der Start sah recht spannend aus. Nach einem langen Gleitflug hast du in 200 Metern über Grund die erste Thermik ausgegraben.

Wolfgang: In Schwandorf war zum Start die Luft noch tot. Ich bin dann mit Motor hochgestiegen und in den Bayerischen Wald geglitten. Über der Gräte am Kaiserberg habe ich dann die erste Thermik erwischt. Das machen wir eigentlich immer so. Rund einen Kilometer vorher ist die Luft erst unruhig geworden.

OLC: Die EB 29 ist für solche Manöver dann ein ideales Gerät.

Wolfgang: Ja, ich habe sie mit Christian Dänzer zusammen. Sie ist ein ganz tolles Flugzeug. Ich kann nur Bestes über sie sagen.

OLC: Hattest du den Flug gleich so groß geplant?

Wolfgang: Nein. Entscheidend war mit, dass die Basis stellenweise in Flugfläche 100 lag und die Verbindung Bayerischer und Thüringer Wald am Donnerstag durchgängig gut entwickelt war. Das ist nur selten der Fall. Und es war klar, dass es im Bayerischen Wald als erstes losging. Ich hätte vielleicht noch 30 Minuten früher starten können.

OLC: Du hast den Bayerischen Wald dann ausgeflogen bis nach Tschechien rein. Dort war die Rennstrecke dann zu Ende?

Wolfgang: Ganz durchgängig war die Linie nicht. Bei Freistadt musste ich nach Norden springen. Bis querab Ottenschlag lief es gut, dann habe ich noch zwei, drei kleinere Wölkchen genutzt. Weiter auf diesem Kurs sah es von dort blau aus. Ich bin dann genau so zurück unter gut entwickelten Wolken. Obwohl es noch recht früh war, haben sie schon begonnen zu schauern.

OLC: Am Thüringer Wald hast du später die eher unübliche Route auf der Ostseite bis Rudolstadt gewählt.

Wolfgang: Ich bin da quer rüber, dort standen die schönsten Wolken. Das hat im Übrigen die Vorhersage am Vortag schon so gesehen.

OLC: Die Kurslinie rüber ins Erzgebirge und zurück sieht nicht mehr so konsequent geradlinig aus.

Wolfgang Schuierer

Wolfgang: Ins Erzgebirge abzubiegen, war keine so glückliche Entscheidung. Die ersten Wolken waren noch ganz gut, die späteren dann nicht mehr so zuverlässig. Ich habe dort auch schon das Wasser rausgeschmissen. Den Himmel hatte ein milchiger Schleier überzogen und die Einstrahlung war deutlich geringer. Das hat den Schnitt deutlich gedrückt. Ich bin in einem Riesenbogen zurück, weil es auch nach Tschechien nicht gut aussah.

OLC: Du bist dann noch einmal in den ja schon früh überentwickelten Bayerischen Wald zurück.

Wolfgang: Den Einstieg zu finden, war wieder spannend. Bei Arnbruck bin ich schließlich aus rund 800 Metern unter einem großen Congestus wieder hochgekommen und anschließend noch ein Stück nach Osten weitergeflogen.

OLC: Du hattest letztendlich einen weiten Endanflug zurück nach Schwandorf.

Wolfgang: Ich bin sogar noch rund 20 Kilometer weiter geglitten, weil ich unbedingt die 1000 OLC-Punkte voll machen wollte. Das ist ja auch gelungen, nur der Rückflug zum Flugplatz hat nicht mehr gezählt.

OLC: War es dein erstes Tausender?

Wolfgang: In Europa ja. Letztes Jahr habe ich die Tausend knapp um 25 Kilometer verpasst. Aber in Afrika habe ich schon mal 1000 Kilometer geflogen.

Interview: Gerhard Marzinzik


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